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“Augen-auf”-Kursziel bei Evotec

Gastautor: Daniel Saurenz
18.05.2018, 09:00  |  797   |   |   

symbol_asien_emergingDer Inliner HX0P8X mit etwas Abstand nach unten, aber weitem Abstand nach oben ist unser spekulativer Favorit bei Evotec. Hinzu kommen die Aktienanleihe PP8GVW und der Discounter DS03U6 mit Renditeerwartung von fast 20 Prozent auf ein Jahr. Evotec ist eine der volatilsten Aktien, schon immer, und bietet daher extrem gute Rahmenbedingungen für Derivate. Oddo schätzt die Aktie extrem positiv ein mit 60 Prozent Potenzial. Die Investmentbank hat Evotec nach Quartalszahlen auf “kaufen” mit einem Kursziel von 20 Euro belassen. Das Biotech-Unternehmen habe seine Erwartungen erfüllt und den Jahresausblick bestätigt, schrieb Analyst Igor Kim. Das jüngst übernommene US-Unternehmen Aptuit sollte die Margen im weiteren Jahresverlauf steigern.

Der Aktienmarkt spielt derzeit deutlich die schwäche des Euro. Wir blicken auf die Einschätzung der Commerzbank-Experten zu US-Dollar, Kanada-Dollar und japanischem Yen.

Mit steigender Rendite wird das Argument der USD-Bullen immer stärker. Die Rendite-Entwicklung und die steigenden Fed-Erwartungen bereiten das Umfeld, das (a) diejenigen zum Schweigen bringen dürfte, die die USD-Rallye immer noch als „ungerechtfertigt“ empfinden und weiterhin auf den seltsamen USD-Bären-Argumenten vom Jahresanfang herumreiten. Und (b) gibt die Dynamik von US-Geld- und Bond-Markt auch noch Platz für weitere USD-Stärke. Noch so eine Woche und unser EUR-USD-Ziel für 2018 (1,16) ist bereits im Frühjahr erreicht. Und ja, es kann auch unterschritten werden. Allerdings hüte ich mich davor, jetzt übermütig zu werden und gleich 1,05 o.ä. als nächstes Ziel zu verkünden. Der Markt stimmt nun mit unseren Fed-Watchern bezüglich der Fed-Aussicht für Rest-2018 und für 2019 ungefähr überein (drei Schritte 2018, zwei 2019). Die Experten gehen daher davon aus, dass bald Schluss sein wird mit steigenden Fed-Erwartungen.

CAD: Rohstoff-Währungen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren, könnte man meinen. Einen positiven Effekt der anziehenden Ölpreise auf USD-CAD muss man schon mit der Lupe suchen. Doch der Eindruck täuscht. Gegen den starken US-Dollar muss man erst einmal anrudern. Dass Kanadas Währung das schafft, ist schon beachtlich genug. Unser CAD-Währungsindex jedenfalls hat seit März um rund 5% zugelegt. Eigentlich ist es gerade anders herum: Es ist eher ungewöhnlich, dass der Loonie auf die jüngste Welle anziehender Ölpreise so deutlich reagiert. Das war noch im Herbst letzten Jahres anders.

JPY: Japans Inflationszahlen für April fielen enttäuschend niedrig aus (0,6% statt erwarteter 0,7% gegenüber Vorjahr). “Ich beschäftige mich seit rund 20 Jahren professionell mit Wechselkursen (immer auch mit dem Yen) und frage mich gerade, wie oft in dieser Zeit ich diesen Satz wohl schon aufgeschrieben habe. Mal wieder wird’s nichts mit den Re-Inflationierungsbemühungen der Bank of Japan.” sagt der Experte. Dass sie mittlerweile nicht mehr explizit angeben, in Windeseile ihr Inflationsziel erreichen zu wollen, scheint verständlich. Diese Kommunikation war am Ende nur noch lächerlich. Dass Japans Währungshüter die Chance auf Re-Inflationierung aber vertun, indem sie sich (a) in Dampfplauderei über restriktivere Geldpolitik ergehen und (b) das Chaos ihrer Strategie-Kommunikation (monatliche QE-Volumina oder 10-jährige Rendite) nur noch vergrößern, statt es zu beseitigen, müsste mir eigentlich die Sprache verschlagen. So wird Re-Inflationierung wieder nichts.

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