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Der richtige Weg für weniger Plastik

18.05.2018, 12:14  |  2315   |   |   

Ein großer Hersteller von Kunststoffflaschen in Großbritannien will seinen Recyclinganteil innerhalb von vier Monaten auf über 50 Prozent steigern.

Das Unternehmen Princes stellt circa sieben Prozent der im Vereinigten Königreich verwendeten Plastikflaschen her. Es hat damit begonnen, den Anteil an recyceltem Plastik in all seinen Produkten zu erhöhen. David McDiarmid, Leiter der Abteilung Unternehmensbeziehungen bei Princes, sagte: "Wir wollen den Recyclinganteil aller von uns verwendeten Kunststoffe erhöhen und arbeiten seit einiger Zeit an der Umsetzung von 51 Prozent RPET (Recycling-Kunststoff).

McDiarmid sagte, das Unternehmen wolle sich bei allen seinen Produkten "so schnell wie möglich" auf den Einsatz von 100 Prozent recycelten Kunststoff konzentrieren.

Princes ist ein großer Hersteller von Kunststoffflaschen für Getränke und Öle und produziert jährlich circa 900 Mio. Plastikflaschen für seine eigene Marke und andere Einzelhändler in Großbritannien. Das Unternehmen gab an, dass es recyceltes Material von einem britischen Lieferanten bezieht. "Dies ist ein bedeutender Schritt nicht nur für uns selbst, sondern auch für die gesamte Lebensmittelindustrie," so McDiarmid.

Die Hersteller von Kunststoffflaschen hinken traditionell den "grünen" Unternehmen hinterher, wenn es darum geht, mehr recycelten Kunststoff zu verwenden. Am Dienstag kündigte Iceland als einer der ersten Supermärkte an, ein neues Etikettierungssystem einzuführen, um den Verbrauchern die Vermeidung von Kunststoffverpackungen zu erleichtern. In Zusammenarbeit mit der Aktionsgruppe A Plastic Planet ist das Label "Plastic Free" entstanden, was prominent auf den Produkten platziert wird.

Neben Gegenständen, die offensichtlich in Plastik verpackt sind, haben viele Alltagsprodukte - von der Dose bis zum Teebeutel - etwas Plastik in der Verpackung. Die Verschmutzung ist inzwischen so weit verbreitet, dass Mikroplastik in Leitungswasser, Fisch und Meersalz gefunden wurde - mit unbekannten Folgen für die menschliche Gesundheit.

Quelle:

The Guardian



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