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5 Dinge, die jeder Investor von Illumina wissen sollte

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
21.05.2018, 08:45  |  341   |   |   

Überrascht es jemanden, dass die Werkzeuge zur Entschlüsselung des menschlichen Genoms ein wachstumsstarkes Geschäft sind? Das sollten keinen überraschen.

Illumina (WKN:927079), das weltführende Unternehmen in der Gensequenzierungstechnologie, ist in letzter Zeit auf dem Vormarsch. Das Jahr 2017 war für das Unternehmen ein enorm gutes Jahr und auch 2018 konnte mit guten Ergebnissen begonnen werden. Die Aktien von Illumina stiegen im letzten Jahr um mehr als 70 % und sind im Jahresvergleich auch schon um mehr als 20 % gestiegen.

Da im Moment alles für Illumina gut läuft, fühlte sich der CFO des Unternehmens, Sam Samad, nicht sehr unter Druck, als er am Mittwoch auf der Bank of America Merrill Lynch Health Care Conference sprach. Samad sagte fünf Dinge, die jeder Illumina-Investor wissen muss.

1. Es ist noch sehr früh für den Start von NovaSeq

Illumina führte Anfang 2017 das NovaSeq-Gensequenzierungssystem ein. Die Einführung dieses neuen Systems war ein wesentlicher Auslöser für die gute Leistung des Unternehmens im vergangenen Jahr. Samad wies auf einige gute Nachrichten für die Investoren von Illumina hin: Die Einführung von NovaSeq steht noch ganz am Anfang.

Samad erklärte, dass bis Ende 2017 nur 15 % der Kunden von Illumina HiSeq und HiSeq X ihr erstes NovaSeq-System gekauft haben. Während das Unternehmen bisher mit der Einführung von NovaSeq zufrieden war, hat es einen mehrjährigen Prozess zur Umstellung der Kunden auf das neue System geplant. Samad sagte, dass Illumina immer noch davon ausgeht, 330 bis 350 NovaSeq-Systeme im Jahr 2018 zu verkaufen.

2. Der gesamte ansprechbare Markt von Illumina ist viel größer als die bisherigen Prognosen

Im Jahr 2014 schätzte Illumina den gesamten ansprechbaren Markt auf etwa 20 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 2,75 Milliarden US-Dollar, so dass es genügend Wachstumsspielraum gibt, um sogar die Hälfte dieses prognostizierten Marktes zu erreichen. Aber Samad sagte, dass die Zahl von 20 Milliarden US-Dollar jetzt veraltet ist.

Illumina liefert keine neue Schätzung für den gesamten ansprechbaren Markt, aber Samad räumte ein, dass „er definitiv größer als 20 Milliarden US-Dollar ist“. Er nannte einige Beispiele, einschließlich flüssige Biopsien, Populationssequenzierung und nicht-invasive pränatale Tests (NIPT) mit mittlerem Risiko.

3. Das Unternehmen behält vor allem drei Wettbewerber im Auge

Illumina ist das größte und wohl beste Gensequenzierungsunternehmen der Welt. Es genießt jedoch kein Monopol. Mehrere kleinere Spieler treten in diesem Bereich gegeneinander an. Samad sagte, dass Illumina vor allem drei der Konkurrenten beobachtet und gab zu, dass das Unternehmen „eine gesunde Portion Paranoia gegenüber dem Wettbewerb“ habe.

Er erwähnte erstmals Oxford Nanopore. Samad sagte, dass das sich im Privatbesitz befindliche britische Unternehmen eine „interessante Technologie“ habe. Er fügte jedoch hinzu, dass Oxford Nanopore „immer noch Probleme mit der Genauigkeit“ habe und diese Genauigkeit um 200 % bis 300 % verbessern müsste, um zu Illumina aufzuschließen.

Samad nannte Thermo-Fisher Scientific als einen weiteren Konkurrenten, den Illumina genau beobachtet. Er wies darauf hin, dass das Unternehmen „ein solides Vertriebsnetz in Asien“ habe.

Samad bemerkte auch, dass Illumina das Beijing Genomics Institute (BGI) verfolgt. Das Unternehmen ist durch die Unterstützung der chinesischen Regierung gut finanziert. Samad sagte, dass Illumina BGI große Aufmerksamkeit schenkt, da China ein wichtiger Markt für die Gensequenzierung ist.

4. Keine großen Sorgen um einen Handelskrieg mit China

Apropos China: Samad wurde gefragt, ob Illumina über das Potenzial eines Handelskriegs zwischen den USA und China besorgt sei. Er antwortete: „Es war gut, dass die Rhetorik nachgelassen hat.“ Samad räumte jedoch ein, dass der chinesische Markt einen erheblichen Einfluss auf das Gesamtgeschäft von Illumina hat.

Allerdings äußerte er keine große Besorgnis über einen US-Handelskrieg mit China. Samad bemerkte, dass die Kunden von Illumina in China „eine ziemlich ernste Verpflichtung“ gegenüber ihren Gensequenzierungsinitiativen haben. Er fügte hinzu, dass diese „nicht einfach zu steuern sind“, denn die Kunden, die die Systeme von Illumina verwenden, müssen die Verbrauchsmaterialien des Unternehmens verwenden.

5. Die Investmentthese für den Kauf von Illumina dreht sich nicht hauptsächlich um die Instrumente

Der Verkauf von NovaSeq-Systemen war entscheidend für den jüngsten Erfolg von Illumina. Samad warnte jedoch, dass die Investoren sich nicht zu sehr auf dieses System konzentrieren sollten – oder auf andere Systeme von Illumina. Er sagte, das größte Missverständnis über Illumina sei, dass es bei der Investitions-These um die  Instrumente gehe.

Im April habe ich das Wachstum von Illumina im Bereich der Sequenzierungsmaterialien als eines der größten Themen hervorgehoben, die aus den Ergebnissen von Q1 nicht deutlich hervorgegangen sind. Samad bestätigte diesen Gedanken und sagte, dass die Platzierung von Instrumenten wichtig sei, „wichtiger ist aber die Einführung der Sequenzierung und das weitere Wachstum der Verbrauchsmaterialien“.

Könnte es auf dem Weg zum Verbrauchsmaterialienverkauf Turbulenzen geben? Sicher, Samad sagte, dass das Unternehmen einige „Turbulenzen“ erleben könnte, bei denen das Wachstum der NovaSeq-Verbrauchsmaterialien die Rückgänge bei HiSeq nicht ausgleichen wird. Er fügte jedoch schnell hinzu, dass Illumina nicht über diese vorübergehenden Probleme besorgt sei, da das Unternehmen zuversichtlich ist, dass die Nachfrage nach Verbrauchsmaterialien langfristig steigen wird.

Für die Langzeitinvestoren sollten die wiederkehrenden Umsätze, die sich in den kommenden Jahren nach oben entwickeln werden, eine der größten Stärken der Illumina-Aktie sein.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Illumina

Dieser Artikel wurde von Keith Speights auf Englisch verfasst und am 26.10.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

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