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Warum Buffett weiterhin die Aktien von Apple kauft

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
21.05.2018, 11:00  |  365   |   |   

Die ganze düstere Stimmung um Apple (WKN:865985), die sich vor allem auf die schwache Nachfrage nach dem  Vorzeigemodell iPhone X und die wachsende Sättigung im Smartphone-Markt konzentriert, hat diesen berühmten Investor nicht beunruhigt. Berkshire Hathaways (WKN:854075) (WKN:A0YJQ2) CEO Warren Buffett, der wohl einer der bekanntesten und erfolgreichsten Investoren aller Zeiten ist, hat weiterhin extrem viele Aktien des iPhone-Herstellers gekauft.

Buffett hat im letzten Quartal 75 Millionen Apple-Aktien gekauft – zusätzlich zu den 165,3 Millionen Aktien, die Berkshire bereits besitzt – und damit die Aktienzahl um satte 45 % erhöht. Damit erhöht sich der Gesamtanteil des Unternehmens an Apple auf rund 5 % der Aktien.

Wenn die Neinsager Recht haben, warum hält sich das Orakel von Omaha weiterhin an die Aktien von Apple?

Kurzer Exkurs in die Geschichte

Für den Fall, dass du das nicht verfolgt hast, es war nicht Buffett, sondern einer seiner Stellvertreter, der Anfang 2016 zum ersten Mal die Aktien von Apple gekauft hat. Nachdem er diesen ersten Kauf überprüft hatte, begann Buffett, die Position aufzustocken und kaufte im Laufe des Quartals deutlich mehr — insgesamt 10 Millionen Aktien.

Im Laufe der Zeit ist Buffetts Liebe zum iPhone-Hersteller gewachsen und er investiert seither kontinuierlich in das Unternehmen.

Neues Wachstum

Buffett gab einen Einblick in die jüngsten Käufe, insbesondere angesichts der jüngsten Befürchtungen hinsichtlich der schwachen Verkäufe des iPhone X. Er erinnerte die Anleger daran, dass er einen viel längeren Zeithorizont hat:

Niemand kauft eine Farm, je nachdem, ob es nächstes Jahr regnet oder nicht. Sie kaufen sie, weil sie denken, dass es eine gute Investition über 10 oder 20 Jahre ist… Der Gedanke, viel Zeit damit zu vergeuden, zu prognostizieren, wie viele iPhone X…. in einem Zeitraum von drei Monaten verkauft werden, geht mir völlig gegen den Strich.

Das ist Buffett in Reinkultur und es zeigt, dass er glaubt, dass Apple auch in den kommenden zehn Jahren erfolgreich sein wird.

Sei gierig, wenn andere ängstlich sind

Dieses berühmte Zitat scheint einen der Hauptgründe zu erfassen, warum das Orakel von Omaha im letzten Quartal beträchtliche Investitionen in Apple getätigt hat. Apple kündigte einen massiven Rückkauf an, mit dem Ziel, die negative Stimmung genau wie Buffett auszunutzen.

Während der Jahreshauptversammlung von Berkshire  kommentierte Buffett den Plan von Apple, 100 Milliarden US-Dollar seiner Aktien zurückzukaufen. „Ich freue mich, dass sie die Aktien zurückkaufen. Wir besitzen fünf Prozent davon. Im Laufe der Zeit werden wir vielleicht sechs oder sieben Prozent besitzen, weil sie Aktien zurückkaufen.“

Berkshires Vizepräsident, Charlie Munger, erklärte den Investoren, dass er und Buffett nicht immer Rückkäufe gutheißen, aber dass es manchmal sinnvoll sei. „Der Grund, warum Unternehmen ihre Aktien kaufen, ist, dass sie klug genug sind, um zu wissen, dass es für sie besser ist als alles andere.“ Mit der großen Menge an Cashflow, die das Unternehmen generiert, glauben einige, dass Apple eine große Übernahme machen könnte, aber Buffett ist nicht einverstanden. „Ich sehe nichts, was für sie Sinn machen würde“, sagte Buffett.

AAPL Dividend Chart

Die Dividenden von Apple. Daten von YCharts.

Immer noch ein Schnäppchen?

Apple meldete kürzlich Rekord-Finanzergebnisse für das zweite Quartal mit einem Umsatz von 61,1 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 16 % gegenüber dem Vorjahr und einem Nettogewinn von 13,8 Milliarden US-Dollar, was ein Plus von 25 % gegenüber dem Vorjahresquartal ist. Die Investoren atmeten auf und schickten die Aktie nach oben.

Auch nach diesem jüngsten Schritt wird Apple nur mit dem 16fachen der erwarteten Gewinne gehandelt. Dieser Wert geht sogar noch weiter zurück, wenn man den Haufen Bargeld berücksichtigt, den Apple an die Aktionäre zurückgeben will. Auch Apple hat gerade die Dividende erhöht, die derzeit 1,4 % beträgt — bei einer Ausschüttungsquote von weniger als 25 % – also achte auf die zukünftigen Erhöhungen.

Kein Wunder, dass Buffett seinen massiven Anteil an Apple weiter erhöht.

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