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Cannabis Report: Debatte über Legalisierungsgesetz in Kanada geht weiter
Foto: Get Budding - Unsplash

Cannabis Report Debatte über Legalisierungsgesetz in Kanada geht weiter

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Nachrichtenquelle: Shareribs
29.05.2018, 19:35  |  3551   |   
Ottawa 29.05.2018 - Die Legalisierung von Cannabis in Kanada ist weiterhin nicht in trockenen Tüchern. Am Montag fand eine Lesung des Gesetzes, bei der ein Senatsausschuss eine Reihe von Gesetzeszusätzen verabschiedet hat.

Im Sommer, Ende des Sommers, noch in diesem Jahr. So geht derzeit die Erzählung über den Zeitpunkt der Legalisierung in Kanada. Die Regierung will eine schnelle Umsetzung, die Opposition hingegen versucht zu bremsen.

Bei der gestrigen Lesung des Legalisierungsgesetzes Bill C-45 wurden eine Reihe von Zusatzartikeln verabschiedet, die nicht ohne Kontroverse waren. So haben sich die Provinzen Quebec und Manitoba dafür ausgesprochen, den Anbau von Cannabis in den eigenen vier Wänden zu verbieten. Justizminister Wilson-Raybould sagte, dass die Bundesgesetzgebung hier über der Gesetzgebung der Provinzen stehe. Der Senatsausschuss sieht allerdings die Entscheidungsmacht bei den Provinzen.

Interessanter Weise hat der Senator Tony Dean den Gesetzeszusatz unterstützt. Dean ist einer der Unterstützer des Gesetzesentwurfs im Senat, weshalb man davon ausgeht, dass auch die Regierung in Ottawa diese Sichtweise hat.

Mit diesem Zusatz dürften auch diejenigen beruhigt sein, die den Eigenanbau von Cannabis vollständig verbieten wollten. Ein entsprechender Zusatz von Judith Seidman wurde mit sieben zu fünf Stimmen abgelehnt.

Derweil bleibt die Kritik von der politischen Opposition an dem geplanten Gesetz groß. Der Parlamentarier Bill Blair, der das Legalisierungsvorhaben der Regierung im Wesentlichen vorantreibt, verteidigte Bill C-45 als ein Gesetz, dass einen Ausgleich verschiedener Perspektiven suche. Konservative Senatsmitglieder sahen hierin einen Affront, vor allem da Blair den Prozess der Legalisierung als „sich entwickelnd“ bezeichnete und sagte, dass eine anhaltende Beobachtung und Beratungen erforderlich seien, um auf nicht vorhergesehene Entwicklungen zu reagieren. Die Senatorin Stewart Olsen stellte die Frage, ob ein solcher Ansatz bei einem Thema mit solchen sozialen Implikationen angemessen sei. Studien und Beobachtungen hätten bereits vor der Einreichung des Gesetzesentwurfs erfolgen müssen.

Es bleibt die Frau, ob der Zeitplan für die Legalisierung eingehalten werden kann. Eine letzte Lesung des Gesetzes ist für Juni geplant.




Für die zweite Jahreshälfte 2018 ist die Legalisierung von Cannabis in Kanada geplant. Bereits heute ist dort medizinischer Cannabis legal erhältlich. Im Zuge dessen bereiten sich Unternehmen auf eine steigende Nachfrage vor, die laut Deloitte bei 600.000 kg liegen dürfte. Das kanadische Gesundheitsministerium erwartet sogar einen noch höheren Bedarf von rund einer Million Kilogramm. Aber nicht nur in Kanada, auch in Ländern Europas verbessert sich die Gesetzgebung für medizinischen Cannabis und damit potentiell auch die Bedarfslage.


Quelle: www.youtube.com/watch?v=EXP7IaWvpJI

Die kanadische Emerald Health Therapeutics (WKN: A14VKJ) verfügt über eine 100-prozentige Tochtergesellschaft, die in Kanada lizenzierter Produzent von medizinischem Cannabis ist. Aufgrund der geplanten Legalisierung will Emerald Health Therapeutics seine Produktionskapazitäten deutlich ausweiten. Neben der eigenen Produktion betreibt das Unternehmen ein Joint Venture mit Village Farms.

Im Rahmen des Joint Ventures Pure Sunfarms wollen die beiden Unternehmen zu einem der größten Produzenten von medizinischem Cannabis in Kanada werden. Village Farms bringt dazu Jahrzehnte Erfahrung in der Produktion von Gemüse in Gewächshäusern mit. Diese Erfahrung soll nun der Produktion von Cannabis zugutekommen. Im Rahmen dieses Joint Ventures wurde in dieser Woche bekanntgegeben, dass man die Lizenz zur Produktion von medizinischem Cannabis auf einer Fläche von rund 102.000m² erhalten habe. Damit könne man rund 75.000 kg Cannabis pro Jahr und zu Gesamtproduktionskosten von unter 1,00 CAD je Gramm produzieren, so das Unternehmen. Mehr zu Emerald Health Therapeutics (WKN: A14VKJ) lesen Sie hier: goo.gl/Kv1gKc


Am 2. Mai teilte Emerald Health Therapeutics mit, dass man den kanadischen Cannabisproduzenten 8611165 Canada Inc. übernommen und dessen Tochtergesellschaft 9353-8460 Qebec übernommen habe. Im Rahmen der übernommenen Aktiva erhält Emerald Health Therapeutics eine Anbaulizenz von Health Canada sowie Immobilien. Mit der Übernahme kann Emerald seine Produktionskapazitäten steigern. Lesen Sie die gesamte Mitteilung hier: https://bit.ly/2KwCreT

Emerald Health Therapeutics hat am 15. Mai mitgeteilt, im Rahmen eines Verkaufs von Wertpapieren 16,8 Mio. CAD erlöst. Das Unternehmen will die Mittel für die Finanzierung der Übernahme von Agro Biotech, sowie als Arbeitskapital verwenden.


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