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Devisen: Eurokurs steigt wieder über 1,16 US-Dollar
Foto: Vladimir Koletic - 123rf

Devisen Eurokurs steigt wieder über 1,16 US-Dollar

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
30.05.2018, 13:13  |  350   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat sich am Mittwoch etwas von seinen jüngsten Verlusten erholt und ist über 1,16 US-Dollar gestiegen. Am Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1616 Dollar. Im frühen Handel hatte er knapp über der Marke von 1,15 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,1558 Dollar festgelegt.

Am Dienstag hatte die politische Krise in Italien den Euro auf den tiefsten Stand seit Juli 2017 geschickt. Am Mittwoch sorgte jedoch eine bessere Stimmung am italienischen Finanzmarkt für Kursgewinne beim Euro. Zur Beruhigung trug unter anderem eine Aufstockung dreier italienischer Staatsanleihen bei. Zwar musste Italien viel höhere Zinsen für das frische Kapital zahlen. Allerdings stieg zugleich die Nachfrage nach den Papieren an. Im Vorfeld hatten Fachleute von einem bedeutenden Markttest gesprochen.

Eine nachhaltige Erholung ist laut Analysten aber noch nicht in Sicht. Die Unsicherheit ist groß. Es wird auch nicht ausgeschlossen, dass es doch noch zu einer Koalition der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung und der fremdenfeindlichen Lega kommt.

"Solange die Zweifel vor der zukünftigen Europapolitik Italiens im Markt vorherrschen, wird es der Euro schwer haben, gegenüber dem Dollar wieder zuzulegen", kommentierte Antje Praefcke, Devisenexpertin bei der Commerzbank. "Da helfen dann irgendwann auch keine guten Konjunkturzahlen mehr."

Die am Vormittag in der Eurozone veröffentlichten Konjunkturdaten fielen eher positiv für den Euro aus. In Spanien fiel die Inflation im Mai deutlich höher aus als erwartet. In Deutschland deuten erste Zahlen aus den Bundesländern auch auf einen überraschend starken Anstieg der Inflationsrate im Mai hin. Die Daten für das gesamte Land werden um 14.00 Uhr veröffentlicht. Zudem hat sich die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone weniger eingetrübt als erwartet und das Geschäftsklima der Industrie überraschend verbessert. Am Devisenmarkt spielt all dies jedoch nur eine untergeordnete Rolle, da der Markt vor allem auf Italien schaut./jsl/tos/jha/

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