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Anlegerverlag Daimler: Es ist der langfristige Chart, der die Gefahr zeigt

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
31.05.2018, 12:06  |  587   |   |   

Die Analysten schweigen derzeit mehrheitlich, was die Autoaktien wie Daimler (ISIN: DE0007100000) angeht. Was nachvollziehbar ist, denn die Quartalszahlen liegen auf dem Tisch, das aktuelle Quartal zieht sich noch und ob das Damoklesschwert der Strafzölle auf die Autobauer niederfährt oder nicht – wer weiß? Das Problem ist: Derzeit spricht nicht viel dagegen, dass es passiert. Die USA sind im Aggressionsmodus. Und bedenkt man, dass Daimler & Co. derzeit nur drei Prozent Einfuhrzoll in die USA bezahlen, wären die angedrohten 25 Prozent der Todesstoß für den Absatz. Das Argument, das derzeit oft gilt, wenn man die Wirksamkeit europäischer Gegenmaßnahmen anzweifelt (wer will schon auf seinen Bourbon Whisky und eine neue Harley verzichten) ist da ebenso schwach wie umgekehrt:

Je, wenn ein Mercedes in den USA auf einmal über 20 Prozent teurer würde, würden die US-Bürger sich wohl umorientieren. Und die Alternative wäre, bei konstanten Preisen heftig draufzuzahlen. Und das ist es ja nicht alleine. Auch gegenüber China gehen die USA aggressiv vor. Und dass einer der Punkte, die Trump erneut verhandeln will, ist, dass die gesenkte Einfuhrsteuer auf Fahrzeuge dort nur für US-Fahrzeuge gilt, die Europäer also gefälligst außen vor bleiben, darf man unterstellen. Wenn für Daimler die USA und China als Absatzmarkt wegbrechen sollten, würde es wenig helfen, dass die Eurozone der eigentlich mit Abstand wichtigste Markt ist. Denn dort sind die Sitzplätze verteilt, große Verschiebungen der Marktanteile kaum zu erwarten. Das Wachstum, das wäre dort, wo Daimler dank der USA nicht mehr hinreichen könnte, sofern es zum Schlimmsten kommt. Und der Chart auf Wochenbasis zeigt, was passieren könnte:

Per hier und heute ist Daimler durch den längerfristigen Aufwärtstrend aus dem Juni 2016 gerutscht, der in der Vorwoche noch ebenso hatte gehalten werden können wie im April. Das nächste Kursziel wäre die Zone 59/60 Euro. Bis dahin ist es nicht mehr weit. Und die kann auch halten. Aber nur, wenn diese Strafzölle abgewendet werden. Würde sich der Lage beruhigen, wäre nach oben wieder viel möglich … aber momentan sollte man darauf vielleicht besser keine Wette abschließen. Auf der Unterseite hingegen würde reichlich Spielraum für die Bären entstehen, würde diese Zone 59/60 Euro fallen und damit ein großes Doppeltopp vollenden. Dass das rechte Topp etwas über dem ersten liegt und die Formation damit nicht idealtypisch wäre, dürfte die Bären dann wohl kaum scheren. Sie sehen: Die nächste, markantere Supportzone würde dann erst bei knapp 51 Euro warten!

 

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