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ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Tiefer - Neue Handelssorgen wegen US-Strafzöllen
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ROUNDUP/Aktien Europa Schluss Tiefer - Neue Handelssorgen wegen US-Strafzöllen

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
31.05.2018, 18:53  |  610   |   |   

PARIS/LONDON/MAILAND/MADRID (dpa-AFX) - Die wichtigsten europäischen Börsen haben am Donnerstag nach der Entscheidung der USA zur Einführung von Strafzöllen gegen EU-Länder nachgegeben. Der EuroStoxx 50 verlor 1,00 Prozent auf 3406,65 Punkte. Die Bilanz für den Monat Mai ist mit minus 3,7 Prozent düster. Der französische CAC 40 gab am Donnerstag um 0,53 Prozent auf 5398,40 Punkte nach. Der britische FTSE 100 sank um 0,15 Prozent auf 7678,20 Punkte.

Unternehmen aus der Europäischen Union (EU) müssen künftig Strafzölle auf Exporte von Stahl und Aluminium in die USA zahlen. Das gab US-Wirtschaftsminister Wilbur Ross am Donnerstag bekannt. Die EU kündigte Vergeltungszölle an. "Das ist ein schlechter Tag für den Welthandel", sagte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.

Italiens Leitindex FTSE MIB schaffte es zum Handelsende hingegen fast noch in die Gewinnzone: Er schloss mit minus 0,06 Prozent auf 21 784,18 Punkten. Nach Informationen aus Kreisen haben die Parteien der Fünf Sterne und der Lega nun doch noch ein Regierungsteam beschlossen. Finanzminister soll der Ökonom Giovanni Tria werden. Die Rendite zehnjähriger italienischer Staatsanleihen fiel darauf zeitweise auf unter 2,7 Prozent. Damit entspannt sich die Situation am Anleihemarkt Italiens weiter.

Schwach zeigte sich indes der spanische Leitindex Ibex 35 mit einem Verlust von 1,05 Prozent. In Madrid steht die Abwahl des spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy im Rahmen eines Misstrauensvotums kurz bevor.

Aus Branchensicht war in Europa der Bankensektor am Ende des Handelstages mit minus 1,33 Prozent der größte Verlierer zusammen mit dem Versorgersektor . Schlusslicht im EuroStoxx waren die Anteile der Deutschen Bank mit minus 7,15 Prozent. Vor allem am Nachmittag war es rasant bergab gegangen, als Medienberichte die Runde machten, wonach die US-Tochter des angeschlagenen deutschen Geldinstituts für den US-Sicherungsfonds FDIC nun zu den "Problembanken" zählt.

Spitzenreiter im EuroStoxx waren die Aktien von CRH mit einem Plus von 3,67 Prozent. Die für 2021 ausgegebenen Ziele des Baustoffkonzerns seien ambitionierter als erwartet, schrieb Analystin Elodie Rall von der US-Bank JPMorgan. Neu gesetzte Margenziele bis 2021 ließen 10 Prozent Luft nach oben für ihre operativen Gewinnschätzung, schrieben die Analysten von Goldman Sachs.

ArcelorMittal dämmten ihre Gewinne nach der Meldung zu den US-Strafzöllen merklich ein. Sie schlossen aber immerhin noch 0,33 Prozent höher./ajx/she

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