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Geldwäsche, Automaten und Risiko Aktuelle Positionen der Bundesregierung zu Kryptowährungen

04.06.2018, 15:37  |  17769   |   |   

In einer kleinen Anfrage stellt Die Linke der Bundesregierung 17 Fragen zu ihrer Position zu Digitalwährungen. Darunter finden sich Fragen zur Regulierung und zu den Risiken und Gefahren für die Finanzstabilität in Deutschland, die von Kryptowährungen ausgehen. wallstreet:online liegen die Antworten vor. Die wichtigsten Aussagen haben wir für Sie in einer Infografik zusammengefasst.

Weitere Infos:

Zu Frage 1: Insgesamt Besitz der Bund bzw. das Zollkriminalamt Bitcoin in Höhe von 3.829 Einheiten. Diese haben aktuell einen Marktwert von rund 24,6 Millionen Euro (Stand: 2018.06.04, CoinMarktCap). Eine schnelle Veräußerung ist laut dem Finanzministerium nicht geplant.

Zu Frage 5: Die Risiken und Gefahren für die Finanzstabilität in Deutschland, die von Kryptowährungen ausgehen, schätzt das Finanzministerium als gering ein: „Aufgrund der geringen Marktkapitalisierung von „Kryptowährungen" und den bisher beschränkten Verflechtungen mit dem Finanzsektor sieht die Bundesregierung derzeit keine Risiken für die Finanzmarktstabilität. Die Bundesregierung hält es allerdings für angezeigt, die Risiken auch auf Ebene der G20 weiter zu erörtern und die Entwicklungen genau zu beobachten.“

Zu Frage 6: Besonders spannend: Nicht nur Einzelpersonen handeln in Deutschland mit Kryptowährungen, sondern auch Finanzinstitute. Von den 1.900 deutschen Kreditinstituten handeln insgesamt sechs „mit Bitcoin bzw. anderen „Kryptowährungen" oder ermöglichen deren Erwerb“.

Zu Frage 7: Weniger erfreulich: Die Geldwäsche-Verdachtsmeldungen im Zusammenhang von Kryptowährungen haben zugenommen. Während zwischen Ende Juni und Ende Dezember 2017 lediglich 195 Verdachtsmeldungen eingingen, stieg deren Zahl zwischen dem 1. Januar 2018 und dem 30. April 2018 auf 280.

Zu Frage 8: Gegen Finanzinstitute wird derzeit wegen Verstößen gegen geldwäscherechtliche Sorgfalts- und Meldepflichten in Zusammenhang von Kryptowährungen nicht ermittelt.

Zu Frage 13: Gute Nachrichten für Bitcoin-Fans: Grundsätzlich kann jede Bank mit einer Erlaubnis zum Eigenhandel Bitcoin-Automaten aufstellen. Allerdings verfügt Deutschland bisher über keine Automaten. In anderen Ländern der Welt sieht das ganz anders aus.

Zu Frage 16: Weniger optimistisch ist die Bundesregierung bei der Einführung von digitalem Zentralbankgeld. Sie schreibt: „Angesichts einer Vielzahl offener Fragen und erheblicher Risiken bei unklarem Nutzen ist die Ausgabe von digitalem Zentralbankgeld an einen breiten Empfängerkreis für die Eurozone derzeit keine Option. Anders als in Schweden ist in der Eurozone derzeit kein massiver Rückgang der Bargeldnutzung zu verzeichnen.“

Die vollständigen Fragen und Antworten der Kleinen Anfrage können Sie HIER HERRUNTERLADEN

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Beni

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