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Anlegerverlag Deutsche Bank: Bodenbildung? Wirklich?

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
07.06.2018, 11:07  |  1275   |   |   

Die Deutsche Bank-Aktie (ISIN: DE0005140008) findet sich heute Vormittag an der Spitze der DAX-Gewinnerliste wieder. An einer Stelle also, wo sie viele vorerst nicht vermutet hätten. Aber was stark fällt, kann auch mal stark steigen. Immerhin können den Kurs alleine Gewinnmitnahmen der Leerverkäufer treiben, denn damit die ihre Gewinne sichern können, müssen sie vorher geliehene und damit „leer“ verkaufte Aktien kaufen – das zieht. Aber für das derzeitige Plus ist das nicht der einzige Grund. Die Frage ist nur, wie nachhaltig die Argumente derer sind, die jetzt auf eine Bodenbildung oder gar die Wende setzen.

Sollte die EZB die Zinswende einläuten, wäre das für die europäischen Banken immens wichtig. Das hieße, wieder einigermaßen taugliche Margen im Kreditgeschäft zu sehen. Nur: Die EZB hat bloß durchblicken lassen, dass man in der heute in einer Woche anstehenden Sitzung über den Ausstieg aus dem „Quantitative Easing“ diskutieren werde. Bis zu einer faktischen Wende kann es da noch lange hin sein. Zu lange, um eine Aktie bereits jetzt mit diesem Argument stabilisieren zu wollen.

Denkbar auch, dass Andeutungen der Bank die Aktie stützen, dass man im zweiten Quartal wohl einen Tick schlechter als die Konkurrenz abschneiden werde. Was zwar im ersten Moment negativ klingt. Aber angesichts dessen, was die Anleger hier schon erlebt haben, dürfte „ein bisschen schwächer als die anderen“ schon fast wie Musik in ihren Ohren klingen, es hätte ja schlimmer kommen können. Hinzu kommt die Aussage der vergangenen Woche, die Bank sei völlig ausreichend kapitalisiert, die US-Tochter desgleichen. Das sollte die Reaktion auf negative Einstufung der US-Notenbank und der US-Einlagensicherung „reparieren“, die den Kurs nahe an das rechnerische Tief von 8,83 Euro gedrückt hatte. Aber:

Was für eine Wende nötig wäre, ist mehr als ein „hätte ja schlimmer kommen können.“ Es bedürfte positiver Perspektiven. Stellenabbau und das Abwerfen von nicht profitablem Ballast, all das läuft zwar. Aber eben nicht zu ersten Mal … und bislang griffen diese Maßnahmen eben nicht so, wie man sich das erhofft hatte. Warum also diesmal? Aus aktueller Sicht wird die Skepsis wohl erst einmal bleiben. Und damit die Chance auf eine echte, nachhaltige Aufwärtswende der Aktie überschaubar sein. Die nächsten Hürden liegen bei 10,41 Euro (20-Tage-Linie) und 10,82 Euro (April-Tief). Bis dahin könnte eine Gegenbewegung führen. Aber selbst das wäre nur ein „Kann“ und kein „Muss“.

 

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