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Marktkommentar: Eduardo Mollo Cunha (Eyb & Wallwitz): Reporting Mai 2018
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Marktkommentar Eduardo Mollo Cunha (Eyb & Wallwitz): Reporting Mai 2018

Nachrichtenquelle: Asset Standard
07.06.2018, 12:25  |  896   |   |   

Kraftprobe in Italien sorgt für einen deutlichen Anstieg der dortigen Anleiherenditen

Politische Börsen gelten im Allgemeinen als kurzlebig. Trotzdem haben sie immer wieder das Potential, reichlich Unruhe zu stiften. So hat zuletzt die Kraftprobe zwischen dem Staatspräsident und der Parlamentsmehrheit in Italien für einen deutlichen Anstieg der dortigen Anleiherenditen gesorgt. Da sich die Finanzmärkte bereits zuvor im „risk-off“-Modus befanden, waren die Ausschläge umso heftiger. Hinzu kamen schwächere Konjunkturdaten und die immer konkreter werdenden Handelskonflikte zwischen den USA und dem Rest der Welt. Vor diesem Hintergrund haben sich europäische Aktien (mit Ausnahme italienischer Werte) über den Gesamtmonat wenig verändert, US-Aktien waren sogar leicht fester. Auch die Aktienmärkte in den Schwellenländern ließen sich von den Ereignissen in der Türkei und Argentinien nur kurzfristig beeindrucken. Größere Bremsspuren gab es dagegen im Anleihesegment. Während die traditionell sicheren Häfen amerikanische und deutsche Staatsanleihen Kursaufschläge verzeichneten, verloren italienische Staatsanleihen im Mai im Durchschnitt über 6% und spanische fast 2%. IG-Unternehmensanleihen gaben um knapp 0,5% und Hochzinspapiere um knapp 1,5% nach. Der bereits „totgesagte“ US-Dollar dagegen gewann gegenüber dem Euro um fast 4%.

Nach einer Beruhigung an den Märkten, die wir in den nächsten Wochen erwarten, wollen wir wieder sukzessive investieren. Gleichwohl hat uns Italien wieder einmal gezeigt: Selbst wenn das „big picture“ weiterhin positiv, v.a. für Aktien, aussieht, kann es kurzfristig zu erheblichen Verwerfungen an den Finanzmärkten kommen.

Phaidros Funds Balanced

Der PHAIDROS FUNDS BALANCED gewann je nach Anteilsklasse zwischen 2,58% und 2,65% und konnte somit sowohl von der allgemeinen Erholung der US-Aktienmärkte als auch von beinahe keine Allokation in italienischen Werte gut profitieren. Die größten Ergebnisbringer für den Fonds waren die Aktien von Mastercard, ADP, Apple und Medtronic. Nennenswerte Verlustbringer gab es nicht. Wir haben im Lauf des Monats bestehende Positionen etwas aufgestockt, sind aber keine bedeutenden Neuengagements eingegangen. Nach einer Beruhigung an den Märkten, die wir in den nächsten Wochen erwarten, wollen wir wieder sukzessive investieren. Gleichwohl hat uns Italien wieder einmal gezeigt: Selbst wenn das „big picture“ weiterhin positiv, v.a. für Aktien, aussieht, kann es kurzfristig zu erheblichen Verwerfungen an den Finanzmärkten kommen.

Phaidros Balanced MS Peer Group*    
Return Vola Return Vola
10J p.a. 6,0 7,2 1,6 6,2
5J p.a. 7,0 7,8 2,9 5,6
3J p.a. 4,3 8,4 0,1 5,9
1J 4,8 6,2 0,7 4,2
YTD 2,5 - -0,6 -

* Morningstar Kategorie Mischfonds flexibel - Global

Phaidros Funds Conservative

Der PHAIDROS FUNDS CONSERVATIVE verlor je nach Anteilsklasse zwischen -0,17% und -0,21%. Zwar waren wir von den Spreadausweitungen vor allem bei Nachranganleihen betroffen, nicht aber von der „Panik“ bei italienischen Staatsanleihen. Gleichzeitig konnten wir im Aktienteil einen deutlich positiven Beitrag zur Wertentwicklung erwirtschaften, der wieder einmal von den Technologiewerten (Alibaba, Amazon, Salesforce) getragen wurde. Im Anleiheportfolio haben wir einige Änderungen vorgenommen: Bereits zu Monatsbeginn trennten wir uns von türkischen Staatsanleihen und Air France. Unsere Aktienquote liegt aktuell bei 29%, der Liquiditätsanteil bei knapp 10%.

Phaidros Conservative MS Peer Group*    
Return Vola Return Vola
5J p.a. 4,7 4,8 2,3 3,3
3J p.a. 3,0 5,5 0,3 3,4
1J 1,8 4,1 -0,6 2,0
YTD -0,2 - -0,4 -
* Morningstar Kategorie Mischfonds defensiv

Phaidros Funds Fallen Angels

Der PHAIDROS FUNDS FALLEN ANGELS verlor je nach Anteilsklasse zwischen -1,65% und -1,70%. Zwar waren wir nicht von der „Panik“ bei italienischen Staatsanleihen, wohl aber von den Spreadausweitungen vor allem bei Nachrangpapieren (den „Starperformern“ des letzten Jahres) betroffen. Bislang schwächere Titel wie Softbank oder Tereos konnten hingegen in dem insgesamt schwachen Markt sogar zulegen. Im Mai haben wir uns aufgrund des ungelösten Tarifkonflikts außerdem von den Papieren von Air France getrennt. Aufgrund der Spreadausweitung hat sich die Durchschnittsrendite im Portfolio auf mittlerweile 3,5% erhöht. An der Sektorallokation hat sich wenig geändert: Konsumgüter 22%, Finanzwerte 20% und Telekommunikation 16%. Die Liquiditätsquote von 10% haben wir bislang unverändert gelassen.

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