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Initiative Digitalisierung im Handwerk / DATEV und WÜRTH vereinfachen die Prozesse in den Büros der Handwerker

Nachrichtenagentur: news aktuell
07.06.2018, 13:55  |  1171   |   |   
Nürnberg/Künzelsau (ots) - Die DATEV eG und die Adolf Würth GmbH
& Co. KG haben eine Initiative für den elektronischen
Rechnungsaustausch mit Handwerksbetrieben gestartet. Das erklärte
Ziel der Kooperation ist, die Digitalisierung im Handwerk besonders
einfach zu machen und somit voranzutreiben. Der Schlüssel sind
durchgängige digitale Prozesse vom Lieferanten bis zur
Steuerberatungskanzlei. Dazu stellt die Initiative Lösungen bereit,
mit denen Betriebe ihren Rechnungsein- und -ausgang in wenigen
Schritten komplett digitalisieren können.

Zahlungs- und Datenströme werden zunehmend digital. Auch das
Handwerk kann von diesen neuen Möglichkeiten profitieren.
Insbesondere bei der Buchführung und in der Zusammenarbeit mit ihren
Steuerberatern ergeben sich für Handwerker Optimierungspotenziale. Um
diese zu erschließen bündeln WÜRTH und DATEV ihre Stärken: DATEV
liefert die Lösungen für den sicheren elektronischen Workflow, der
Lieferanten, Handwerker und deren Steuerberater verbindet. Aufgrund
der starken Position, die WÜRTH im Handwerk einnimmt, stehen die
Lösungen ab Herbst rund 540.000 WÜRTH-Kundenbetrieben aus Handwerk,
Bau und Industrie zur Verfügung. Die Partner streben an, dass in
naher Zukunft möglichst viele weitere Lieferanten von
Handwerksbetrieben eine digitale Rechnungsstellung über das DATEV
Portal anbieten.

Weniger Papier - mehr Zeit für das Wesentliche

"Handwerk und Mittelstand bilden das Rückgrat der deutschen
Wirtschaft. Beim Thema Industrie 4.0 und auch bei den digitalen
Prozessen im Bereich der kaufmännischen Aufgaben haben kleine und
mittlere Betriebe aber noch Nachholbedarf", erklärt Uwe Hohlfeld,
Geschäftsführer der Adolf Würth GmbH & Co. KG. "Hier setzen wir mit
unserer Initiative an und bieten nun Möglichkeiten der digitalen
Optimierung auf höchstem Niveau an." Gerade in Zeiten des
Fachkräftemangels müssten Handwerker das Rüstzeug bekommen, um sich
auf Wesentliches konzentrieren zu können. Dabei muss Digitalisierung
im Handwerk nach Überzeugung von WÜRTH die gesamte
Wertschöpfungskette umfassen. "Digitalisierung kann hier eine Lösung
sein, sie darf aber nicht zum Flickenteppich kleiner Einzellösungen
werden. Das beginnt mit digitalen technischen Planungstools,
beinhaltet eine effiziente digitale Beschaffung und hört mit dem
digitalen Belegtransfer noch längst nicht auf," so Uwe Hohlfeld
weiter.

Im Zentrum der Digitalisierungsinitiative steht die Portallösung
DATEV SmartTransfer. Darüber können Betriebe ihren Rechnungsein- wie
-ausgang ohne Aufwand komplett digitalisieren. Das System unterstützt
sämtliche Kanäle und diverse elektronische Formate. Informationen
können sowohl in bildhafter Darstellung (etwa als PDF, PDF/A oder
TIFF) als auch in Form einer Transaktionsdatei in den vom Empfänger
gewünschten Formaten unkompliziert gesendet und empfangen werden. So
macht das SmartTransfer Papierrechnungen überflüssig und wirkt dabei
dem sprichwörtlichen Rechnungsverlust entgegen.

Mehrwert durch digitale Anbindung

Neben dem Workflow zwischen Handwerkern und Lieferanten
vereinfacht das System auch die Zusammenarbeit mit einem weiteren
wichtigen Partner. "Viele Handwerksbetriebe lassen ihre Buchführung
vom Steuerberater erledigen. Dafür liegen kaufmännische Daten oft
bereits digital vor und werden in der Kanzlei für das Finanzamt
aufbereitet", betont Stefan Meisel, Geschäftsleitungsmitglied der
DATEV. "Da ist es nur ein kleiner Schritt, diese Daten stets aktuell
auch für den Unternehmer nutzbar zu machen, um damit etwa den
Zahlungsverkehr und das Mahnwesen gleich mit zu erledigen."

Dazu lässt sich der Rechnungsvorgang in Verbindung mit der
Cloud-Lösung DATEV Unternehmen online bis zum Steuerberater
verlängern und komplett elektronisch organisieren - von der ersten
Eingangsrechnung der Lieferanten bis hin zum Jahresabschluss durch
die Kanzlei. Auf die digitalen Belege kann der betreuende
Steuerberater direkt zugreifen. Die dadurch entstehende, stets
aktuelle Datenbasis optimiert die Auskunftsfähigkeit des Betriebs wie
auch des Steuerberaters und vereinfacht den kompletten Prozess der
Rechnungskette.

Der Umstieg auf elektronische Rechnungen ist für Handwerker zudem
ein wichtiger Schritt, um ihr Geschäft zukunftsfähig zu machen. Ab
November 2018 greift das E-Rechnungsgesetz des Bundes, dass
öffentliche Auftraggeber verpflichtet, elektronische Rechnungen
anzunehmen. Es steht zu erwarten, dass etliche Behörden dann gleich
einen Schritt weitergehen und zwingend die elektronische Form
verlangen werden. Handwerker die dann nicht in der Lage sind
E-Rechnungen nach dem definierten Standard zu liefern, könnten
zunehmend Kunden in diesem Bereich verlieren.

Erfolgreiche Pilotphase

Nach dem Motto "Aus dem Handwerk für das Handwerk" haben bereits
erste Pilotanwender den neuen digitalen Rechnungsprozess inklusive

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