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Proxeus: eine Blockchain zum Angreifen! FinTech-Preis Gewinner Proxeus setzt um, wovon andere nicht mal träumen: Dokumente auf Blockchain

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Gastautor: Robby Schwertner
08.06.2018, 10:15  |  2503   |   

Das Blockchain-Startup Proxeus zeigt, dass Blockchain nicht nur Hype, nur Blase, nur ein Traum ist. Das preisgekrönte Unternehmen, mit Sitz in Zürich, zeigt, dass man Blockchain auch in der realen Welt anwenden kann.

Die Vorgeschichte: Das Team von Gründer Antoinne Verdon entwickelte bereits 2016 eine neuartiges Dokumentenverwaltungssystem basierend auf Blockchain-Technologie. Dabei verwenden sie eine Version von Ethereum und Hyperledger. Im Februar 2018 spielte Proxeus stattliche 25 Millionen US-Dollar durch ein ICO für ihre XES Token ein. 

Das junge Unternehmen bietet einfach zu programmierende Blockchain für Unternehmen an. Der Markt dafür ist riesig und konkrete Blockchain-Anwendungsfälle sind noch extrem rar. Denn am Krpyto-Markt tummeln sich viele Startups, die zwar über visionäre Ideen schwadronieren und das Blaue vom Himmel versprechen. Alltagstaugliche Blockchain-Umsetzungen fehlen aber noch.

Genau hier hakt Proxeus ein. Nach dem erfolgreichen ICO beweist das Schweizer Vorzeigeunternehmen, dass sie mehr tun können als leere Versprechungen abzugeben. Sie haben in kürzester Zeit drei konkrete Anwendungsfälle aus dem Hut gezaubert.

Zeugnisse der Universität Basel auf Blockchain

Gemeinsam mit dem Center for Innovative Finance (CIF) der Universität Basel wurde ein Dokumentenprüfsystem für Zeugnisse erstellt. Ab dem Sommersemester 2018 können damit Zeugnisse von Kursen der Universität Basel auf Echtheit überprüft werden.

Das Charmante an dem Use Case: Es lässt sich dank der benutzerfreundlichen Software relativ einfach programmieren. Damit wurde ein Anwendungsfall geschaffen der für Universitäten und Schulen von Programmieren auch ohne umfangreiche Blockchain-Kenntnisse umgesetzt werden kann. Das Prüfsystem ist so gestaltet, dass man die Zeugnisse unkompliziert kontrollieren. Für Personal-Büros und HR-Abteilungen ein gute Möglichkeit, Kursabschlüsse von Absolventen der Universität Basel auf Echtheit zu überprüfen. Die Fantasie: Mit dem System kann zukünftig die Echtheit jeglicher Zeugnisse, Zertifikate usw. kontrolliert werden.

Registrierung von Sammler-Automobilen

Gemeinsam mit dem Mercuria Helvetica mercuriahelvetica.com/de/homeMercuria, einem Investitionspezialisten, wurde ein Registriersystem für Autos geschaffen. Begonnen wurde mit sogenannten supercars, also sehr wertvollen Sammlerstücken wie Oldtimern und high-end Automobilen. Diese wurden auf Blockchain registriert. Die Blockchain-Technologie wird deshalb verwendet, weil damit ein für alle Mal die Herkunft und die Geschichte dieser Unikate festgeschrieben wird. Und das erleichtert die Rückverfolgung von An- und Verkauf von diesen bis zu 30 Millionen Euro teuren Sammler-Karossen. Damit wurde auch der Weg frei für einen weiteren interessanten Anwendungsfall: die Registrierung von Autos im Allgemeinen auf Blockchain.

Firmenbuch auf Blockchain

Proxeus hat mit weiteren Partnern des schweizerischen Kanton Zug - Heimat des berühmten Crypto Valley - auch die Registrierung von Startups auf Blockchain umgesetzt. Dabei wurde ein Firmenbuch abgebildet. Dieses Projekte wurde in Partnerschaft mit Grunder Rechtsanwälten, IBM Schweiz, Kaiyer Odermatt&Partner, Swisscom, Vermögenszentrum und Zwicky&Partner umgesetzt. Dabei wurde eine Hyperledger Blockchain verwendet und in bestehende Systeme des offiziellen Firmenbuchs verbunden.

Und Proxeus hat noch viel mehr vor 

Gründer Antoine Verdon: „Wir wollen ein Wordpress für Blockchain werden, wir wollen eine Plattform für konkrete Anwendungen bieten“. Dabei hat das preisgekrönte Startup – Swiss FinTech Preis 2018! – größeres vor. Man wolle einen direkten Anschluss an das Software-System von SAP schaffen. Und es scheint, als kann das dem ambitionierten Team aus Programmierern und Marketing-Spezialisten das sehr bald gelingen. 



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