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USA Wall Street-Veteran Byron Wien sieht keine Rezession bis 2021

08.06.2018, 10:13  |  1912   |   |   

"Eine Rezession ist nicht in Sicht", sagte Byron Wien, stellvertretender Vorsitzender von Blackstone. Und weiter: "Meine Sicht ist, dass wir frühestens 2021 eine Rezession haben werden."

Byron Wien, dessen Karriere im Finanzbereich sich über 50 Jahre erstreckt, sagte, dass die Rezessionswarnungen, die er benutzt, wie z. B. schlechte Unternehmensgewinne und Beschäftigungsdaten, "einfach nicht vorhanden sind". "Im Moment sehe ich den aktuellen Zyklus noch ein paar Jahre andauern. Und solange das der Fall ist, wird die Volatilität niedrig bleiben", so Wien gegenüber CNBC.

In der Zwischenzeit könnte es Bestandskorrekturen i. H. v. 10 Prozent geben, aber "nichts schlimmeres", sagte Wien. In seinen Augen haben sich wilde Marktschwankungen in letzter Zeit ausgeglichen, nachdem sie zu Beginn des Jahres zu einer erneuten Korrektur geführt hatten.

Mit der postiven Prognose widerspricht Byron Wien der National Association for Business Economics (NABE). Zwei Drittel ihrer Mitglieder erwarten eine Rezession ab Ende 2020. Immerhin 18 Prozent sind noch pessimistischer und rechnen mit dem nächsten Abschwung bis Ende 2019.

Die NABE-Ökonomen sind sich jedoch einig, dass die Steuersenkungen, die Präsident Donald Trump im Kongress durchgesetzt hat, dem Wachstum in diesem und im nächsten Jahr einen deutlichen Schub verleihen werden.

Der derzeitige Aufschwung, der Mitte 2009 begann, ist der zweitlängste Zyklus in der Geschichte der USA und würde der längste werden, wenn er über den Juni 2019 hinausgeht.

Für Wien könnte mit der nächsten Präsidentschaftswahl am 3. November 2020 eine Trendwende kommen. "Ich denke, die Wirtschaft ist der Schlüssel zum Ausgang der Wahlen im November", sagte Wien. Falls sich herausstellen sollte, dass die Bürger das Gefühl haben, dass es ihnen finanziell besser geht, dann dürften es die Demokraten schwer haben, so Wien.

Es bleibt vorerst abzuwarten, wie die Stimmung bei der US-Bevölkerung 2020 sein wird. Sollte sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt verschlechtern und der Wirtschaftsprotektionismus nicht den erwarteten positiven Effekt auf US-Unternehmen haben, dann könnte der Demokraten-Kandidat Andrew Yang mit seinem Basic Income starken Rückenwind bekommen. 

Quelle:

CNBC

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