DAX-1,38 % EUR/USD+0,38 % Gold+0,12 % Öl (Brent)-1,01 %

"Projekt 10 Prozent" der SPD Versicherte sollen Arbeitslose in Südländern bezahlen und Steuerzahler feministische Pornos fördern.

Gastautor: Rainer Zitelmann
09.06.2018, 12:21  |  13202   |   |   

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat für die Eurozone einen gemeinsamen Geldtopf im Kampf gegen Arbeitslosigkeit vorgeschlagen. "Ich bin dafür, die nationalen Systeme der Arbeitslosenversicherungen zu ergänzen um eine Rückversicherung für die gesamte Eurozone", sagt der SPD-Politiker dem "Spiegel". Ein Land, in dem während einer Krise die Belastung der Sozialversicherungssysteme wegen hoher Arbeitslosigkeit steige, könne bei dieser gemeinsamen Rückversicherung einen Kredit aufnehmen. "Ist die Rezession vorüber, zahlt das Krisenland die aufgenommenen Mittel wieder zurück." Durch die Maßnahme werde die finanzielle Stabilität des Gesamtsystems gestärkt.

Natürlich ist das Augenwischerei: Wer glaubt, die "Kredite", die wir in schlechten Zeiten zur Finanzierung der Arbeitslosigkeit in Ländern wie Griechenland, Spanien und Italien ausgeben würden, bekämen wir in guten Zeiten zurückgezahlt, muss schon sehr, sehr naiv sein.

Bedenkt man, dass wegen unterlassener ökonomischer Reformen in ALLEN großen EU-Ländern die Arbeitslosigkeit weit über der in Deutschland liegt, dann kann man leicht ermessen, dass dies ein weiterer Schritt auf dem Weg in die Transferunion ist, bei der die Gelder von Deutschland Richtung Süden fließen.

Welche Anreize Länder wie Spanien oder Italien dann noch haben sollten, um Arbeitsmarktreformen durchzuführen, ist leicht zu beantworten: Keine. Viel bequemer ist es ja, wenn deutsche Arbeitnehmer die Arbeitslosigkeit in diesen Ländern finanzieren. Ob das den Arbeitnehmern in Deutschland wirklich gefällt?

Die "Bankenunion", eine bei Sozialisten lange Zeit beliebte Idee, um im Fall der Insolvenz von italienischen oder griechischen Banken diese mit den Spareinlagen aus Deutschland zu finanzieren, ist auch noch keineswegs vom Tisch. Die Begeisterung dafür bei den Südländern scheint jedoch etwas abgeklungen zu sein - vielleicht aus Furcht, am Ende müssten italienische und griechische Sparer die Deutsche Bank retten.

Die SPD kommt damit ihrem "Projekt 10 Prozent" wieder einen Schritt näher. Eine andere Idee der SPD, die nur im Rahmen dieses Projektes erklärlich ist: Laut Bericht des "Tagesspiegel" ("Berlins SPD will feministische Pornos fördern - als Beitrag zur Gleichberechtigung") haben die Sozialdemokraten auf ihrem Parteitag in der Hauptstadt beschlossen, künftig mit Steuermitteln feministische Pornos zu fördern. Ziel sei es, "Pornografie zu zeigen, die auf Sexismus verzichtet". Diese Pornos sollten dann auch in den Mediatheken von ARD und ZDF verfügbar sein.

Man sieht, wie nah die SPD bei den Bürgern ist und wie gut sie die wirklich wichtigen Fragen versteht, die Deutschland bewegen.

30 Leseproben, Interviews und Rezensionen zum neuen Buch von Dr. Dr. Rainer Zitelmann finden Sie hier: http://kapitalismus-ist-nicht-das-problem.de/presse/

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Kommentare

Raus, raus aus der EU.
Ich weiß, warum ich die AFD wähle.
Diese Abzockerei, die Deutschland erfährt und die kurz nach der Wiedervereinigung
rasant an Fahrt aufnham, ist für mich nicht mehr zu ertragen.

Die Briten haben es richtig gemacht. Sie bekommen auch mehr Nobelpreise als deutsche.
Sie sind offenbar intelligenter.
Sozialabzocker sind aber auch Politiker und Beamte, die ungerechtfertigte Privilegien in der Altersversorgung genießen - diese werden den Steuerzahler in den nächsten Jahrzehnten Billionen, ja, nicht Milliarden, Euro kosten.Davon spricht die verkommene Politik von CDU/CSU und SPD/Grünen natürlich nicht...diese Pensionskosten werden Deutschland ruinieren, wenn nicht bald gehandelt wird!
Die Sozialabzocker, die ich kenne, sind z.B.
- 35jährige "Kinder" auf Selbstfindungstrip & HARTZ,
- Rollerbladerfahrer mit ansonsten seltsamen erwerbsverhindernden Gebrechen
- und Aufstocker, die ernsthaft behaupten, sie "dürften" nicht mehr Stunden arbeiten,
weil sie sonst weniger Transferleistungen erhalten werden.

:mad:
Mutig, mutig, lieber Herr Dr.Dr.! Endlich mal einer, der auf die SPD draufhaut! Weiter so und fleißig recherchieren, vielleicht finden Sie ja noch was mit Kindern oder Rolli-Fahrern. Und wenn die krätzigen Sozis endlich unter 5 % sind, gibt's kein Halten mehr, dann wird Kasse gemacht!
Zitat von Achim_von_Oberstaufen: Interessant ist die Frage, ob Gesetze des Europa-Rats / Europa-Parlaments vom Bundestag genehmigt werden müssen.


Nein, Achim. Die bekommen das nur zur nationalen Umsetzung aufgetischt.

Disclaimer

Weitere Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel