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3 Dividendenaktien, die mehr zahlen als ExxonMobil

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
12.06.2018, 10:00  |  542   |   |   

Steigende Ölpreise haben in den letzten Monaten dazu beigetragen, das Bild für den Ölgiganten ExxonMobil Corporation (WKN:852549) stetig zu verbessern. Und während der Aktienkurs in den letzten Monaten um rund 14 % gestiegen ist und die Dividendenrendite wieder unter 4 % gedrückt hat, liegt die aktuelle Rendite mit 3,77 % nahezu auf dem höchsten Stand seit Mitte der 90er Jahre. Doch obwohl das Unternehmen nur wenig Mühe mit den Auszahlungen haben dürfte und diese in den kommenden Jahren wahrscheinlich weiter wachsen wird, gibt es andere Dividendenwerte mit höheren Renditen, die die Anleger in Betracht ziehen sollten.

In diesem Artikel schreiben drei Motley-Fool-Investoren über den Öl- und Gasriesen Energy Transfer Partners LP (WKN:A2DQ44), das wiederauflebende Lebensmittelunternehmen Campbell Soup Company (WKN:850561) und den Einzelhandelseigentümer Retail Opportunity Investments (WKN:A0YC71) als Aktien mit besseren Dividenden als ExxonMobil, die einen genaueren Blick verdienen.

Aber auch hier gibt es Vorbehalte. Es gibt verschiedene Risiken zu jedem Unternehmen, die man berücksichtigen sollte. Bevor du diese Aktien also einfach auf deine „Kaufliste“ setzt, lies weiter, um einen tieferen Einblick zu erhalten, der dir helfen kann, die richtige Wahl zu treffen, um die besten Gewinne zu erzielen.

Eine massive Rendite (aber mehr Risiko)

John Bromels über Energy Transfer Partners: Sicher, die Rendite von ExxonMobil von 3,77 % scheint ziemlich hoch zu sein. Das heißt, bis man sie mit der Master Limited Partnership (MLP) Energy Transfer Partners vergleicht, deren Rendite mit unglaublichen 11,6 % fast dreimal so hoch ist. Aber halt dich fest. Bevor du anfängst, Aktien zu kaufen, gibt es ein paar Dinge, die du wissen solltest.

Das Erste ist, dass MLPs ein bisschen anders sind als gewöhnliche Aktien. MLPs müssen alle ihre Gewinne an die Aktionäre ausschütten und zahlen dafür keine Körperschaftssteuer, aber das ist bei der Steuererklärung auch mehr Arbeit.

Über die MLP-Steuerfragen hinaus ist Energy Transfer Partners auch ein risikoreicheres Unternehmen als das gut etablierte ExxonMobil. Obwohl Energy Transfer Partners mehr als 71.000 Meilen Pipelines in den USA betreibt und über eine gute Rendite mit regelmäßiger Erhöhung verfügt, hat das Unternehmen im Vergleich zu Exxon eine stark fremdfinanzierte Bilanz. Das ist für einen MLP nicht ungewöhnlich, könnte aber für das Unternehmen zu Problemen führen.

Im vierten Quartal 2017 hat das Unternehmen jedoch einige konkrete Schritte unternommen, um seine Bilanz ein wenig zu bereinigen, indem es die Erlöse aus Anlagenverkäufen verwendete, um einige der größten Schulden zu tilgen. Im letzten Quartal des Unternehmens, dem ersten Quartal 2018, nutzte es einige zusätzliche Einkünfte, um seinen Verschuldungsgrad auf das 4,5-fache des EBITDA zu senken. Das mag viel höher sein als das von ExxonMobil, aber wenn man bedenkt, dass der Verschuldungsgrad von Energy Transfer Partners noch 2016 über dem Sechsfachen des EBITDA lag, hat das Unternehmen in diesem Bereich echte Fortschritte erzielt.

Die massive Rendite von Energy Transfer Partners, die hervorragende Leistung der letzten Jahre und die Fortschritte bei der Schuldentilgung machen das Unternehmen interessant.

Mehr als eine Suppenfirma

Daniel Miller über Campbell Soup: Es waren harte 12 Monate für die Investoren von Campbell Soup, als der Kurs um 42 % gefallen ist. Gründe dafür waren höhere Kosten, geringere Margen und der Wechsel an der Spitze. Campbell Soup könnte jedoch auf dem Weg der Besserung sein und bietet den Anlegern inzwischen eine Dividendenrendite von 4,2 %.

Die meisten Verbraucher erkennen Campbell Soup für die gleichnamigen Suppenprodukte, und das Unternehmen besitzt fast 60 % der Produkte im Suppenregal. Das ist wunderbar, da Campbell Soup damit ein wertvoller Partner für Lebensmittelketten in ganz Amerika ist. Allerdings muss das Unternehmen den Investoren Wachstum bringen, was es in letzter Zeit nicht getan hat. Und hier kommt die jüngste Übernahme ins Spiel.

Im Dezember 2017 kündigte Campbell Soup die Übernahme von Snyder’s-Lance für 50,00 US-Dollar pro Aktie an. Dieser Schritt wird Kostensynergien zwischen den beiden Unternehmen schaffen und, was noch wichtiger ist, den Einstieg von Campbell in schnell wachsende Segmente wie Snacking sowie Gesundheit und Wohlbefinden beschleunigen. Vor der Übernahme erwirtschaftete Campbell im Gesamtjahr 2017 31 % des Umsatzes mit gebackenen Snacks, aber mit Snyder’s-Lance würde das Segment Snacks 46 % des Nettoumsatzes erwirtschaften.

Snacking-Produkte werden der Schlüssel zum Wachstum sein. Der US-amerikanische Snackmarkt ist ein Markt mit einem Volumen von 89 Milliarden US-Dollar und wächst schneller als andere Lebensmittelkategorien laut der Präsentation vom 18. Dezember 2017. Da sich Campbell weiterhin auf schneller wachsende Segmente konzentriert, könnte das Unternehmen das erforderliche Umsatzwachstum bieten, um die Anleger wieder zur Aktie zu bringen und den Rückgang umzukehren – und bis dahin bietet das Unternehmen den Investoren eine höhere Dividende als selbst ExxonMobil.

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