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Anlegerverlag Daimler: Hoffnungskäufe?

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
12.06.2018, 11:35  |  791   |   |   

Man kommt irgendwie nicht umhin, den heute Vormittag sichtbaren, relativ kräftigen Anstieg der Daimler-Aktie (ISIN: DE0007100000) mit der guten Laune des US-Präsidenten in Verbindung zu bringen. Immerhin wurde gerade bekannt, dass Daimler Hundertausende Fahrzeuge zurückrufen muss, um auf Druck des Verkehrsministeriums unzulässige Abschalteinrichtungen bei Dieselmotoren zu beseitigen. Nicht erfreulich. Hinzu kommt, dass der den Export unterstützende Abstieg des zuvor so immens teuer gewordenen Euros momentan gestoppt ist. Auch nicht gut. Und dann ist da eben das Menetekel überhaupt, die immer konkreter werdende Drohung des US-Präsidenten, europäischen Autoimporten Strafzölle zu verpassen.

Zur Stunde steht dieser in Singapur und berichtet über seinen Durchbruch im Gespräch mit Nordkoreas Kim Jong Un. Ein Erfolg, der ihn milde stimmen könnte? Mag sein, dass viele, die jetzt bei Daimler zugreifen, genau darauf hoffen. Aber man sollte eher nicht darauf setzen, dass das eine das andere beeinflusst, dass dieser außenpolitische Erfolg in irgendeiner Form etwas an Trumps Kurs in der Handelspolitik ändern wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Trump nach seiner Rückkehr umgehend wieder mit dem Thema der Strafzölle beschäftigen wird, ist schon unmittelbar nach dem fatalen G7-Treffen größer geworden. So gesehen sieht das, was wir derzeit im Chart der Daimler-Aktie sehen, das Aufholen der zunächst viel größeren Verluste am Montag und die Käufe heute, zwar wie die potenzielle Basis einer tragfähigen Bodenbildung aus, aber:

Erst, wenn die Aktie auf Schlusskursbasis über die beiden nächstliegenden Charthürden, das April-Tief bei 63,78 Euro und die 20-Tage-Linie bei aktuell 64,17 Euro, gelaufen wäre, hätte die Aktie aus charttechnischer Sicht die Chance, dass diese Gegenreaktion mehr wird als eben nur eine Gegenreaktion. Auf der Unterseite bleibt entscheidend: Das Tief vom Spätsommer 2017 bei 59 Euro. Wenn das fiele, läge – wiederum aus charttechnischer Sicht, denn die Rahmenbedingungen sind, Trump sei Dank, einfach nicht berechenbar – das nächste Kursziel erst knapp unter 51 Euro, daher: Vorsicht vor zu frühem Optimismus.

 

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