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Digitaler Banküberfall: Der Banco de Chile fehlen 10 Millionen Dollar

12.06.2018, 13:08  |  2463   |   |   

Hacker infiltrierten die IT-Systeme der Banco de Chile mit Malware (Schadsoftware) und nutzten das Chaos aus, um so von einem 10-Millionen-Dollar Coup abzulenken. Der Virus hatte die Filialcomputersysteme im ganzen Land angegriffen, aber die Online-Systeme laufen gelassen.

Die chilenische Bank berichtete Ende Mai, dass sie einige Rechner abschalten und bestimmte Systeme unterbrechen müsse, um die Ausbreitung eines Virus zu kontrollieren. Der Coup passierte bereits am 24. Mai 2018. Der KillMBR-Virus soll die Master-Boot-Records (MBRs) von 9.000 PCs und 500 Servern beschädigt und damit unbrauchbar gemacht haben.

"Unsere Analyse zeigt, dass der Angriff nur als Ablenkung benutzt wurde", berichtet Trend Micro. Und weiter: "Das Ziel war es, auf die Systeme zuzugreifen, die an das lokale Swift-Netzwerk der Bank angeschlossen sind." Eduardo Ebensperger, Banco de Chile, hat den Verdacht in einer Erklärung gegenüber lokalen Reportern bestätigt, wonach während des Vorfalls vier betrügerische Transaktionen durchgeführt wurden und 10 Millionen Dollar erbeutet wurden. Ebensperger: "Wir haben seltsame Transaktionen im Swift-System gefunden".

Dies war nicht der erste Cyberangriff auf ein Bankhaus. Der Zentralbank Bangladeshs wurden 2016 cica 81 Millionen Dollar über eine Cyber-Attacke gestohlen - ursprünglich sollten 951 Millionen Dollar gestohlen werden. Der Bancomext sollten am 9. Januar 2018 circa 110 Millionen gestohlen werden, was jedoch vereitelt werden konnte. Es wird vermutet, dass hinter allen drei Angriffen die gleiche Gruppe steckt: Lazarus Group.

Quellen:

Computing

Bloomberg

 



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