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Plusvisionen-Analyse IPO der Tochter sorgt bei der Mutares-Aktie für Kursrutsch

Gastautor: Wolfgang Raum
13.06.2018, 07:58  |  392   |   |   

Mutares brachte die STS Group erfolgreich an die Börse. Die Erwartungen waren dabei sehr hoch, weshalb der Mutaris-Kurs unter Druck geriet.

Sowas erlebt man eher selten! Da bringt ein Unternehmen Anfang Juni eine Tochtergesellschaft mehr oder minder erfolgreich an die Börse und schon rutscht der eigene Aktienkurs massiv in den Keller. Geschehen ist dies bei der Beteiligungsgesellschaft Mutares (A0SMSH), welche die STS Group (A1TNU6) am 1. Juni 2018 auf das Parkett schob. Okay, die Mutares-Aktie war im Vorfeld der Aktienplatzierung von STS, einem Nutzfahrzeug-Systemlieferant, stark gefragt. Im Zuge der ersten Gerüchte eines möglichen IPOs ging es bis auf 20,50 Euro nach oben, womit auch das Rekordhoch von 22 Euro wieder greifbar war. Dann fiel das Papier bis auf 10,60 Euro. Aktuell wird der Titel bei 12,40 Euro gehandelt.

Der Hauptgrund für die kräftige Korrektur: Die Platzierung der STS-Anteile verlief nicht völlig reibungslos. Vielmehr musste der Altaktionär sowohl beim Preis als auch beim platzierten Volumen Abstriche machen, da die Nachfrage zu gering war. Immerhin sammelte die Tochter, an der Mutares nun noch rund 62 Prozent hält, frische Mittel von mehr als 31 Millionen Euro ein, die nun für Neuinvestitionen zur Verfügung stehen.

Spannend machen das Mutares-Papier nun aber drei Dinge: Erstens: Die technische Entwicklung. So scheint sich nach dem Absturz im Bereich von 12 Euro ein neuer Boden zu bilden, im Bereich des Tiefs von 2016, der zu einer Gegenbewegung bis in den Bereich von 16,50 Euro führen kann. Zweitens: Ein kurzfristig angekündigtes Aktienrückkaufprogramm im Volumen von rund 3 Millionen Euro dürfte die Erholung zusätzlich unterstützen. Und drittens: Operativ ist bei Mutares alles in Ordnung, wie vorläufige 2017er-Zahlen belegen. Hier ging es beim Umsatz um 38 Prozent auf rund 900 Millionen Euro nach oben und das operative Ergebnis (Ebitda) verbesserte sich um mehr als 30 Prozent auf 67 Millionen Euro.

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