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STEMMER IMAGING: „Akquisitionen sollen ein weiterer Wachstumstreiber sein“

Nachrichtenquelle: Nebenwerte Magazin
13.06.2018, 11:02  |  431   |   |   
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Die STEMMER IMAGING AG (ISIN: DE000A2G9MZ9), seit dem 27. Februar 2018 im Scale-Segment der Frankfurter Börse notiert, zählt mit einem Kursgewinn von rund 40 % zu den erfolgreichsten Neuemissionen des Jahres 2018.

Nach einer Erhöhung der Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2017/2018 macht der bayrische Machine-Vision-Spezialist mit der Gründung einer Tochtergesellschaft in Österreich von sich reden. Das Nebenwerte-Magazin traf STEMMER-IMAGING-CFO Lars Böhrnsen zum Exklusiv-Interview.

Nebenwerte-Magazin: Es wäre schön, wenn sie in kurzen Worten unseren Lesern erklären könnten, was die STEMMER IMAGING AG konkret macht, welche Produkte bieten Sie welchen Kunden an?

Lars Böhrnsen: Kurz gesagt, machen wir Maschinen sehend. Als Experte für industrielle Bildverarbeitung ist unser Angebot allerdings sehr vielfältig. Es reicht von der Verkabelung, Software, Beleuchtung bis hin zu komplexen Bildverarbeitungssystemen. So vielgestaltig unserer Produktpalette ist, so unterschiedlich sind auch unsere Kunden. Einer von ihnen ist ein Anlagenbauer und produziert Aluminiumbehälter zur Verpackung von Tiernahrung. Dort kommt STEMMER-IMAGING-Technologie in der Qualitätskontrolle zum Einsatz. Wir sind aber auch in nicht-industriellen Bereichen unterwegs. Beispielsweise in der Verkehrstechnik oder helfen bei der Datengewinnung im Fußball. So können mit Hilfe unserer Technik Bewegungsprofile der Spieler erstellt werden.

Sie sprechen den Fußball an: Kommt Ihre Technologie auch bei der Fußball-WM in Russland zum Einsatz?

Lars Böhrnsen: Im Rahmenprogramm der Fußball-WM kommt der RoboKeeper der Kölner Sportmarketingagentur 4attention auf dem Roten Platz in Moskau zum Einsatz – der vermutlich schnellste Torwart der Welt. Der RoboKeeper, eine Entwicklung des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik (IML) in Dortmund, hat keine Nerven und geht dennoch in den meisten Fällen als Sieger vom Platz, wenn Fußballer aller Leistungsniveaus versuchen, das Runde an ihm vorbei ins Eckige zu befördern. Das für diese Anwendung perfekte Bildverarbeitungs-Setup bestehend aus zwei Kameras, den zugehörigen motorisierten Objektiven und den Kabeln kommt aus unserem Hause.

Was unterscheidet Sie vom Wettbewerb?

Lars Böhrnsen: Speziell durch unsere selbst entwickelte Software heben wir uns von unseren Mitbewerbern ab. Dabei handelt es sich um die Bildverarbeitungssoftware Common Vision Blox (CVB). Sie ist nicht nur Herzstück unseres Angebots, sondern gleichzeitig auch das Herzstück vieler Bildverarbeitungssysteme. CVB ist eine leistungsstarke Programmierbibliothek, die eine schnelle und zuverlässige Entwicklung von Einzelkomponenten zu kompletten Bildverarbeitungslösungen ermöglicht.

Die STEMMER IMAGING AG ist seit dem 27. Februar 2018 an der Börse gelistet und nun kommt die Nachricht über die Gründung einer 100% Tochtergesellschaft in Österreich. Ist diese Tochter ein Baustein Ihrer Expansionsstrategie und erst durch die Erlöse des Börsengangs möglich geworden?

Lars Böhrnsen: Wir haben uns schon seit längerem mit einer breiter angelegten Expansion in Österreich befasst. Auch bereits vor dem Börsengang. Es war und ist uns sehr wichtig, unsere treuen österreichischen Kunden umfassend und persönlich zu betreuen. Zudem ist der Markt für industrielle Bildverarbeitungssysteme, Robotik und Automatisierung vor Ort sehr interessant und wächst dynamisch. Daher war es eine logische Konsequenz, eine Tochtergesellschaft vor Ort zu gründen. Mit den zugeflossenen Mitteln aus dem Börsengang haben wir es nun natürlich etwas leichter, die Realisierung wäre aber auch ohne unser Listing erfolgreich verlaufen.

Welche Bedeutung hat der österreichische Markt generell für Sie?

Lars Böhrnsen: Wir gehen davon aus, dass wir im laufenden Geschäftsjahr zwischen zwei und drei Millionen Euro in Österreich erlösen werden. Als einer der Technologieführer rechnen wir dort mittelfristig mit einer deutlichen Umsatzsteigerung. Daher ist der österreichische Markt so interessant und wichtig für uns. Zusätzlich bieten sich auch Chancen für anorganisches Wachstum. Mit einer eigenen Tochtergesellschaft vor Ort lassen sich etwaige Akquisitionen zukünftig leichter in den Gesamtkonzern integrieren.

Wird es weitere internationale Neugründungen durch Ihre Gesellschaft geben? Was soll Wachstumstreiber für Sie in den nächsten Jahren sein: Abdeckung neuer Märkte mit etablierten Produkten oder die Entwicklung neuer Produkte für bereits abgedeckte Märkte?

Lars Böhrnsen: Wir schließen weitere Neugründungen nicht aus, wenn sie im Rahmen unserer internationalen Expansion sinnvoll erscheinen. Unsere Strategie besteht aus einer gesunden Mischung aus Investitionen in Forschung & Entwicklung, der Einführung neuer, innovativer Produkte sowie der Expansion in interessante neue Märkte und Regionen. Aber wie bereits angesprochen, soll auch der Bereich M&A ein weiterer Wachstumstreiber für uns sein.

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