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67. BP Statistical Review of World Energy Zwei Schritte vorwärts, einer zurück: Energieplus bremst Fortschritt bei Emissionen (FOTO)

Nachrichtenagentur: news aktuell
13.06.2018, 17:54  |  420   |   |   
London/Bochum (ots) -

- Querverweis: Bildmaterial wird über obs versandt und ist
abrufbar unter http://www.presseportal.de/bilder -

- Weltweiter Anstieg der Energienachfrage liegt über dem
Zehnjahresmittelwert
- Wachstum bei Erdgas am größten durch Umstellung von Kohle auf Gas
in China, Anteil erneuerbarer Energien legt weiter deutlich zu
- BP Statistical Review of World Energy liefert erstmals auch Daten
über den Energiemix im Strombereich, sowie Aussagen zu den
wichtigen Schlüsselrohstoffen für die sich verändernde Energiewelt

Zu den Ergebnissen des BP Statistical Review of World Energy,
sagte Bob Dudley, BP Group Chief Executive (CEO): "2017 war ein Jahr,
in dem die strukturellen Kräfte auf dem Energiemarkt den Übergang zu
einer emissionsärmeren Energienutzung weiter vorangetrieben haben, in
dem jedoch zyklische Faktoren einen Teil der in den Vorjahren
erzielten Fortschritte umgekehrt bzw. verlangsamt haben. Diese
Einflussfaktoren, verbunden mit einem steigenden Energiebedarf, haben
nach drei Jahren mit wenig oder gar keinem Wachstum zu einem
deutlichen Anstieg der weltweiten CO2-Emissionen geführt."

Die erhobenen Daten zeigen unter anderem Belege dafür, dass

- die Energienachfrage stieg, angetrieben von der wachsenden
Nachfrage nach Erdgas und erneuerbaren Energien.
- die Energieeffizienz sich verlangsamt hat, da die industrielle
Aktivität der OECD-Staaten sich beschleunigte und die Produktion
in den energieintensivsten Branchen Chinas wieder angestiegen
ist.
- der weltweite Kohleverbrauch erstmals seit vier Jahren wieder
angestiegen ist, bedingt durch die wachsende Nachfrage in Indien
und China.
- die CO2-Emissionen nach drei Jahren mit geringem beziehungsweise
gar keinem Wachstum wohl wieder angestiegen sind.

2017 stieg die weltweite Energienachfrage um 2,2 Prozent und lag
damit über dem Zehnjahresmittelwert von 1,7 Prozent. Diese über dem
Trend liegende Erhöhung wurde durch ein stärkeres Wirtschaftswachstum
in den Industrieländern und eine leichte Verlangsamung bei der
Verbesserung der Energieintensität erzielt.

Die Nachfrage nach Öl erhöhte sich um 1,8 Prozent, während die
Ölförderung im zweiten Jahr in Folge nur unterdurchschnittlich wuchs.
Die Förderung der OPEC-Staaten und zehn weiterer Länder, die sich auf
Kürzungen geeinigt hatten, war rückläufig. Allerdings legte die
Ölförderung in Ländern außerhalb dieser Gruppe zu, in den USA
insbesondere bedingt durch Tight Oil. Der Ölverbrauch überstieg die
Fördermengen für einen Großteil des Jahres 2017, so dass die
OECD-Lagerbestände wieder auf ein eher normales Niveau sanken. 2017
war ein starkes Jahr für Erdgas. Der Verbrauch stieg um drei Prozent,
während die Produktion um vier Prozent wuchs. Das sind die höchsten
Wachstumsraten seit Ende der globalen Finanzkrise. Der bedeutendste
Einzelfaktor für den weltweiten Gasverbrauch war das Nachfrageplus in
China, wo der Gasverbrauch um mehr als 15 Prozent zunahm. Unterstützt
wurde der Trend durch die Umweltpolitik der chinesischen Regierung,
die eine Umstellung von Kohle auf Gas fördert. Erneuerbare Energien
sind im Jahr 2017 stark gewachsen, wobei Wind- und Solarenergie eine
Vorreiterrolle übernahmen. Auch der Kohleverbrauch legte zu und ist
erstmals seit 2013 wieder gestiegen. BP Group Chief Executive Bob
Dudley sagte zu den Ergebnissen: "Der diesjährige Bericht befasst
sich zum ersten Mal auch mit dem Energiemix im Stromsektor; dabei
zeigt sich erstaunlicherweise, dass der Anteil der Kohle in diesem
Sektor im Vergleich zur Situation vor 20 Jahren unverändert geblieben
ist. Wie wir in unserem Energy Outlook, unserem Technology Outlook
und jetzt auch in unserem Statistical Review feststellen, muss die
Stromerzeugung dekarbonisiert werden. Wir sind nach wie vor davon
überzeugt, dass Fortschritte bei der Stromerzeugung der effizienteste
Weg sind, um die CO2-Emissionen in den kommenden Jahrzehnten zu
senken".

Kernaussagen des Berichtes:

Primärenergie

- Der Primärenergieverbrauch stieg im Jahr 2017 um
durchschnittlich 2,2 Prozent gegenüber 1,2 Prozent im Vorjahr und
damit am schnellsten seit 2013. Zum Vergleich: Der
Zehnjahresmittelwert liegt bei jährlich 1,7 Prozent.

- Bezogen auf die einzelnen Energieträger legte Erdgas am gesamten
Energieverbrauch am meisten zu, gefolgt von erneuerbaren Energien und
Öl.

- Der Energieverbrauch in China stieg um 3,1 Prozent. China war
damit im 17. Jahr in Folge das Land mit dem weltweit größten
Energiewachstum.

- Die durch Energienutzung verursachten C02-Emissionen stiegen um
1,6 Prozent, nachdem sie in den drei Jahren von 2014 bis 2016 kaum
oder gar nicht gestiegen waren.

Öl

- Der Ölpreis (Dated Brent) lag bei durchschnittlich 54,19
US-Dollar/Barrel nach 43,73 US-Dollar/Barrel im Jahr 2016. Das war
die erste Jahressteigerung seit 2012.

- Der weltweite Ölverbrauch stieg im Durchschnitt um 1,8 Prozent
beziehungsweise 1,7 Millionen Barrel pro Tag (b/d) und lag damit im
dritten Jahr hintereinander über dem Zehnjahresmittelwert von 1,2
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