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Europa EU-Kommissar warnt vor Scheitern der Euro-Reform

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
13.06.2018, 20:05  |  1138   |   |   
Brüssel (dts Nachrichtenagentur) - EU-Kommissar Pierre Moscovici warnt vor einem Scheitern der Euro-Reform. Man brauche endlich einen Durchbruch, der zeige, dass Europa die Lösung sei und nicht das Problem, sagte Moscovici der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagsausgabe). Es sei "höchste Zeit, in dieser unsicheren Welt, in die Offensive zu kommen."

Europa könne nur vereint den Großmächten USA, Russland und China gegenübertreten, so der Wirtschafts- und Währungskommissar. "Gelingt das nicht, dann scheitert Europa", sagte Moscovici. Er verstehe, dass es in Deutschland Widerstand gegen eine Reform des Euros gebe. Der kommende EU-Gipfel solle "aber klar machen, dass die Tür zu einer gemeinsamen Einlagensicherung offen ist." Die Staats- und Regierungschefs der EU wollen am 28./29. Juni eine Einigung über die nächsten Schritte zur Reform der Währungsunion erzielen. Moscovici mahnte daher die Regierungen in Berlin und Paris zur Einigkeit: "Die Kommission hat ihre Vorschläge präsentiert, Frankreichs Präsident Macron seine Ideen vorgestellt - und die Antwort von Bundeskanzlerin Merkel zeigt, dass sich ein Konsens abzeichnet, um die Eurozone zu stärken." Der EU-Kommissar drängte darauf, die gesamte Wirtschaftskraft in der Eurozone zu stärken: "Wir brauchen eine Stabilisierungsfunktion oder einen Investivhaushalt, wie Madame Merkel sagt." Die Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte bislang von einem unteren zweistelligen Milliardenbereich gesprochen. Moscovici zufolge liegt der Vorschlag der CDU-Politikerin damit in der Nähe des Vorschlags der Kommission von 30 Milliarden Euro. "Das Geld soll vor allem über Kredite kommen", so Moscovici. Ansonsten gebe es dem französischen EU-Kommissar zufolge mit einer Digitalsteuer und einer Steuer auf Finanzgeschäfte zwei Wege, um neue Ressourcen zu schaffen.

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Kommentare

Die lieben Staatenlenker sollten sich in Brussels mal ne ganze Woche Zeit lassen und alle Probleme bis zum Schluss ausdiskutieren. Ein bischen Gruppendynamik schadet denen nichts und man kommt entweder mit blutigen Köpfen heraus oder aber mit einem strahlenden Lächeln. Das erstere ist natürlich für ein Abschlussgruppenfoto nicht so positiv aber ehrlich.
Es gibt noch andere Themen, die dringend geklärt werden müssen wie z.B. europäischer Grenzschutz, Migration oder auch Erweiterung auf dem Balkan??
Also kämpft es endlich aus in eurem Prachtring dort in Brussels!
Ahahaha,..wie innovativ,wir erfinden gleich mal zwei neue Steuern,um dann "Kredite" zu finanzieren,um etwas zu erreichen,was ein wenig nach Deutschland duftet,jahrzehntelang hatte man es als Teufelszeug verschriehen,weil es eben daher kommt,offenbar hatte man noch nicht genug "Pleitegewirtschaftet",da hätte es deutsche Rentner und Witwen nicht genug getroffen,aber jetzt,da Madamme Merkel das Wort Kredite in den Mund nimmt,da stinkt eine Sicherung plötzlich nur noch halb so stark!
Als Deutscher,soll ich also nun froh sein,dass ich zwei neue Steuern zahlen darf,um in den Genuss zu kommen,endlich Bürge zu werden,um weiterhin krampfhaft eine ernstzunehmende Währung zu vereiteln,damit sich ein paar faule Schuldner endlich fallen lassen können,wie ein fauler Sack,stinkender,nasser Kartoffeln,und was kommt dann,so,wie es stinkt,wird es Zeit,für eine Frischluft-Steuer!

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