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Aktien Frankfurt Ausblick: Nach US-Zinsentscheid verunsichert unklarer EZB-Kurs
Foto: Frank Rumpenhorst - dpa

Aktien Frankfurt Ausblick Nach US-Zinsentscheid verunsichert unklarer EZB-Kurs

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
14.06.2018, 08:19  |  783   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein etwas schneller als erwartetes Ende der Niedrigzinspolitik in den USA sowie schwache Wirtschaftsdaten aus China dürften den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag belasten. Darüber hinaus herrscht Unsicherheit, was genau die Europäische Zentralbank (EZB) im Zuge ihrer Zinsentscheidung für den Euroraum an diesem Tag noch mitteilen könnte. Dabei dreht sich das Interesse vor allem darum, wie es mit den Anleihekäufen ab Herbst weitergeht. Nach aktueller Planung läuft das Programm bis mindestens Ende September.

Der X-Dax signalisiert rund eine Dreiviertelstunde vor dem Handelsstart als vorbörslicher Indikator für den Dax ein Minus von 0,49 Prozent auf 12 827 Punkte. Beim Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 deuten sich ähnliche Verluste an.

Die US-Notenbank Federal Reserve hatte den Leitzins am Mittwoch erwartungsgemäß angehoben. Für den weiteren Jahresverlauf stellt sie nun aber zwei statt nur noch einen Zinsschritt in Aussicht. In China enttäuschten vor allem die Daten zum Einzelhandel und zur Industrieproduktion. Die Zuwächse fielen im Mai geringer aus als zuvor und blieben auch hinter den Erwartungen von Experten zurück.

Im Auge behalten werden sollte außerdem der Euro-Kurs, der trotz der Signale der Fed im Vergleich zum US-Dollar aktuell leicht zulegt. Ein stärkerer Euro könnte tendenziell den Dax belasten, der zur Wochenmitte ohnehin abermals am Widerstand über 12 900 Punkten abgeprallt war.

Unter den Einzelwerten könnten die VW-Vorzugsaktien in den Blick rücken, denn die Staatsanwaltschaft Braunschweig brummte dem Autobauer in der Dieselaffäre ein Bußgeld über insgesamt eine Milliarde Euro auf. In den USA hatte VW wegen der Dieselaffäre schon bereits Milliardensummen an Strafen zahlen müssen.

In der zweiten Reihe dürfte der IT-Vermieter Grenke nach dem Beschluss über eine Kapitalerhöhung im Volumen von bis zu 200 Millionen Euro oder 4,3 Prozent des Grundkapitals die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Der Nettoerlös solle für das weitere Wachstum in den Kernmärkten und für die Internationalisierungsstrategie genutzt werden.

Der Entwicklungsdienstleister für die Autoindustrie Bertrandt legt im Tagesverlauf zudem noch seine Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal vor, während Gerry Weber dies bereits am Vorabend hinter sich gebracht hat. Wegen eines herben Umsatz- und Gewinnrückgangs im abgelaufenen Quartal hatte der einst im SDax notierte Modekonzern nach Börsenschluss seine Jahresziele gekappt. Die Papiere, die bereits am Vortag bei zeitweise 6,94 Euro auf den tiefsten Stand seit März 2009 gesunken waren, dürften daher zum Handelsstart ihre Talfahrt fortsetzen./ck/fba

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