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DAX und Nasdaq Dax und Nasdaq belagern wichtige Widerstände

Gastautor: Klaus Buhl
14.06.2018, 11:56  |  669   |   |   

Liebe Anlegerinnen und Anleger,

seit Wochen tendieren die globalen Indizes überraschend fest und viele Investoren reiben sich überrascht die Augen. Die verschiedenen geopolitischen Risiken, die straffere Geldpolitik der Notenbanken, die mögliche Ausweitung im Handelsstreit und der etwaige Scheitelpunkt der Konjunktur - alles prallt von den Aktienmärkten ab.
In Anbetracht dieser Tatsachen ist es erstaunlich, wie stark der von der brutalen Machtpolitik von Präsident Trump angeheizte Aufwärtstrend der US- Börse ist, dem die anderen Märkte fast bedingungslos folgen.
Da es aber auch in der gegenwärtigen Situation nicht weiterhilft zu diskutieren, warum die Kurse steigen, sollten wir die Stärke der globalen Börsen dankend hinnehmen und uns einen möglichst guten Eindruck von dem verschaffen, was sich unterhalb der Oberfläche der Indizes abspielt.
US-Aktien bleiben die relativ stärkste Anlageklasse, gefolgt von den internationalen Aktien, Rohstoffen und Anleihen. Insofern gilt es für uns das Geschehen gut zu beobachten, sich aber umgekehrt auch nicht zu früh von der Party zu verabschieden. Der wichtigste gegenwärtige Börsenplatz ist die Nasdaq, wo jetzt die Entscheidung fällt, ob wir ein negatives Doppel-Top oder einen positiven Durchbruch nach oben erleben.

Doppeltop an der Nasdaq?

Die großen bzw. hochkapitalisierten Technologietitel an der US- Wachstumsbörse Nasdaq gelten als einer der wichtigsten globalen Leitindizes. Dies hängt damit zusammen, dass sich in den sehr zyklischen Technologieaktien das Risikoempfinden der Anleger spiegelt. Je besser die Stimmung an der Nasdaq, desto eher gehen die Investoren Risiken ein und erhöhen ihre Aktienquoten.
Insofern ist es kein Wunder, dass der aktuelle und noch nicht entschiedene Versuch der Investoren, ein neues Allzeithoch an der Nasdaq 100 zu generieren, weltweit kritisch beobachtet wird.
Wie gesagt bisher ist der Versuch noch nicht endgültig beendet, der Index notiert seit Tagen in unmittelbarer Umgebung des neuen Hochs, kann sich von dort aber nicht deutlich genug absetzen.
Da die äußeren Indizes in der Regel den inneren folgen, zeige ich Ihnen heute, wie es unterhalb der Oberfläche an der Nasdaq aussieht.
Die folgende Grafik zeigt Ihnen die Relation derjenigen Aktien an der Nasdaq, die auf einem definierten Kaufsignal der P & F Technik notieren.
Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um einen Risiko- und keinen Timing-Indikator handelt. Oberhalb von 70 % ist die Technologiebörse tendenziell überhitzt, unterhalb von 30 % überverkauft.

Wie Sie sehen, notieren heute 66 % der Titel auf einem definierten Kaufsignal und werden mithin eindeutig von der Nachfrage gelenkt.
Dies ist eine sehr zufriedenstellende Marktbeteiligung und positiv ist außerdem, dass wir noch nicht die obere bei 70 % beginnende extreme Zone erreicht haben.
Sehr vielversprechend ist ebenfalls, dass sich der Indikator seit April in einem Aufwärtstrend befindet. Noch interessanter ist aber die Tatsache, dass wir aktuell in einer sehr dynamischen und positiven X-Achse handeln (ganz rechts) und jüngst die fallende Widerstandsgerade durchbrochen wurde.
Dies signalisiert uns, dass nach wie vor Kapital in die Technologieaktien fließt und die Anzahl derjenigen Aktien ansteigt, die von der Nachfrage gelenkt wird.
Im Sektor der Wachstumsaktien führen also die Bullen ganz eindeutig den Ball - aus welchen Gründen auch immer. Dies sollten wir honorieren und uns nicht frühzeitig gegen den Trend stemmen.

Konsumaktien vor einem Comeback?

Die folgende Grafik zeigt ihnen den seit Ende Januar sehr schwachen Konsumsektor für Güter des alltäglichen Gebrauchs. 

Nach einer relativ schwachen Vorstellung im Sommer und Herbst des vergangenen Jahres zog der Sektor plötzlich Mitte November wieder deutlich an - nur um dann seit Februar des Jahres regelrecht abzustürzen.
Schwer zu sagen, was hinter dem Kursverfall steckt. Möglicherweise war der Sektor in Anbetracht der exzellenten konjunkturellen Situation viel zu langweilig für das spekulative „heiße“ Kapital, welches sich um den Jahreswechsel herum vor allem auf die berüchtigten FAANG -Aktien und den Technologiesektor konzentrierte.

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