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Euro - Belastung durch politische Unsicherheit

Gastautor: Dr. Ulrich Kater
14.06.2018, 15:53  |  523   |   |   

Der Euro zeigte in den vergangenen Wochen klare Anzeichen von Schwäche.

Der handelsgewichtete Euro-Wechselkurs hat im Mai 2% an Wert verloren und liegt nun auf dem Stand von Juli 2017. Insbesondere die Turbulenzen in der zweiten Maihälfte um die italienische Regierungsbildung haben Spuren in der Wertentwicklung der europäischen Gemeinschaftswährung hinterlassen. Der Euro war allerdings schon vor den politischen Problemen in Italien unter Druck geraten. Denn die EZB hatte sich bei ihrem Zinsentscheid Ende April über den Ausstieg aus der ultra-lockeren Geldpolitik unerwartet bedeckt gehalten. Die Euro-Abwertung war in der Folge stärker ausgeprägt gegenüber Währungen deren Zentralbank einen von der EZB abweichenden gelpolitischen Kurs verfolgen.

 

Dazu gehört an erster Stelle die US-Notenbank. Die US-Wirtschaftsdaten in den vergangenen Wochen haben den Weg für eine weitere US-Leitzinsanhebung im Juni freigemacht. So ist die Arbeitslosenquote in den USA auf den niedrigsten Stand seit den Sechzigern gefallen. Die erwartete US-Leitzinserhöhung im Juni dürfte nicht die letzte in diesem Jahr gewesen sein. Der EUR-USD Wechselkurs hat in den vergangenen Wochen von 1,24 bis auf 1,15 abgewertet.

Hingegen nur leicht abgewertet im Mai hat der Euro gegenüber dem japanischen Yen. Denn die japanische Zentralbank lässt keinen Zweifel daran, nur sehr langsam aus der ultra-lockeren Geldpolitik auszusteigen.

 

Die Unsicherheit um den geldpolitischen Kurs in den USA und im Euroraum, die politische Instabilität in Italien, sowie neue und alte geopolitische Risiken wie die anhaltende Diskussion um protektionistische Maßnahmen dürften zu den Einflussfaktoren gehören, die die Wechselkursvolatilität in diesem Jahr weiter hochhalten.

 

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Dr. Ulrich Kater
Chefvolkswirt, DekaBank

Der promovierte Volkswirt war von 1995 bis 1999 im Stab der „fünf Wirtschaftsweisen“ für die Themen Geldpolitik und Kapitalmarkt verantwortlich. Seit 1999 hat er maßgeblich zum Aufbau der Volkswirtschaftlichen Abteilung der DekaBank beigetragen, ist seit 2004 Chefvolkswirt der DekaBank und übernahm 2006 den Vorsitz der Kommission Wirtschaft und Finanzen im Verband Öffentlicher Banken, den er bis heute innehat.

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