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Anlegerverlag Daimler: Bullish Engulfing Pattern durch Euro-Selloff … aber die Strafzölle?

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
15.06.2018, 11:20  |  642   |   |   

Das hat richtig gut getan: Durch die Entscheidung der EZB, grundsätzlich auf die Zinswende hinzuarbeiten, diese aber noch lange nicht faktisch einzuläuten, sackte der Euro gestern zu allen wichtigen Währungen durch. Eine immens positive Entwicklung für die exportorientierten Unternehmen – und so auch für Daimler (ISIN: DE0007100000). Die Aktie legte gestern kräftig zu, nachdem sie den Tag im Minus begonnen hatte, was zugleich auch noch zu einem positiven Signal in der Candlestick-Lehre führe, nämlich zu einem „bullish engulfing pattern“:

Das ist eine weiße Kerze, die die rote Kerze des Vortags komplett einhüllt. Das ist, gerade nach einem kräftigen Abwärtsimpuls und im Zuge einer denkbaren Bodenbildung, ein sehr positives Signal. Aber Daimler wird ja nicht nur vom Euro-Kurs geleitet. Was ist mit den Rückrufen von Diesel-Fahrzeugen wegen nach Lesart der Behörden angeblich unzulässiger Abschaltvorrichtungen? Und vor allem: Was ist mit dem Thema Strafzölle? Nachdem sich Präsident Trump nach seiner Rückkehr aus Singapur offenbar umgehend mit China als nächstem „Opfer“ seiner Handelspolitik beschäftigt hat, wären Europa und da sein Intimfeind, die europäischen Autobauer, das logische nächste Ziel. Und käme es dazu, was derzeit eben wahrscheinlicher ist als die Variante, dass diese Drohungen in irgendeiner Schublade verschwinden, wäre das bereits in den Kursen der Daimler-Aktie drin?

Wohl kaum. Man hat den Eindruck, dass viele Akteure diese Gefahr momentan eher aus ihrer Wahrnehmung ausblenden. Es stimmt schon, Daimler sackte, als diese Drohungen konkreter wurden, um über zehn Prozent in kurzer Zeit durch. Aber drei der dabei in der Spitze verlorenen acht Euro im Kurs sind schon wieder aufgeholt. Und speziell zum US-Dollar hilft der Euro-Abstieg herzlich wenig, wenn Trump seine Drohungen wahrmacht. Rein charttechnisch betrachtet wäre ein Schlusskurs über 64 Euro durch den dann gelungenen Break über die 20-Tage-Linie und das April-Tief ein kurzfristig bullishes Signal. Aber das umzusetzen wäre nur opportun, wenn man sich gewärtig wäre, dass diese Aktie dank Mr. Trump auf einem extrem wackligen Podest ruht, das auch mal über Nacht verschwinden kann und die Aktie dadurch mit einer satten Kurslücke nach unten eröffnet.

 

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