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Ölpreise uneinheitlich - Streit vor wichtigem Opec-Treffen
Foto: Christian Bruna - dpa

Ölpreise uneinheitlich - Streit vor wichtigem Opec-Treffen

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
18.06.2018, 13:11  |  950   |   |   

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Montag keine klare Richtung gefunden. Während Nordseeöl der Marke Brent teurer als am Freitag war, fiel der Preis für US-Rohöl etwas zurück. Top-Thema am Markt ist das Treffen des Ölkartells Opec an diesem Freitag. Vor dem Treffen verdichten sich die Zeichen, dass ein einhelliger Beschluss über die künftige Förderung schwierig zu erzielen sein wird.

Gegen Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August 74,08 US-Dollar. Das waren 64 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juli fiel dagegen um 31 Cent auf 64,75 Dollar.

Die Anleger blicken gespannt auf das Treffen der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) an diesem Freitag. Es droht ein konfliktreiches Treffen zu werden, an dem neben der Opec auch andere große Förderländer wie Russland teilnehmen werden. Das sogenannte "Opec+"-Bündnis hat seit Anfang 2017 eine Fördergrenze installiert, mit dem die Ölpreise deutlich angehoben wurden. Seit längerem gibt es jedoch Überlegungen, diese Grenze zu lockern. Aber nicht alle Opec-Staaten sind dafür.

Informierten Kreisen zufolge soll am Freitag über eine Förderanhebung von 300 000 bis 600 000 Barrel diskutiert werden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag mit Bezug auf Personen, die mit den Gesprächen vertraut seien. Dagegen wehren sich jedoch die drei Opec-Länder Irak, Iran und Venezuela.

Iran hatte am Wochenende den Ton verschärft und angekündigt, sich jeder Förderanhebung in den Weg zu stellen. Ein Vertreter Irans wies gegenüber Bloomberg darauf hin, dass eine Ausweitung einstimmig durch die Opec-Mitglieder beschlossen werden müsse. Alleingänge seien eine Verletzung dieser Vereinbarung.

Wie Bloomberg weiter berichtet, arbeiten Saudi-Arabien und Russland auch daran, das Bündnis Opec+ zu einem permanenten Bündnis umzuformen. Bislang war die Zusammenarbeit zwischen der Opec und den anderen Förderern als zeitlich befristete Zusammenarbeit aufgefasst worden./bgf/jsl/jha/

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