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Kunst & Börse! Entsteht ein großer Player im Online-Kunstmarkt?

Gastautor: Volker Glaser
22.06.2018, 00:09  |  2007   |   |   

Die in Monheim ansässige Weng Fine Art AG (WFA) unterteilt das Geschäft in 2 Bereiche. Im bisherigen Stammgeschäft agiert das Unternehmen als B2B-Kunsthändler. Beliefert werden die großen internationalen Auktionshäuser, namhafte Händler und Galerien. Firmenchef Rüdiger K. Weng ist seit über 20 Jahren im Kunsthandelsgeschäft erfolgreich tätig. Das ursprüngliche Geschäft ist für sich allein genommen kein großes Highlight, da es nur schwer skalierbar ist und zudem noch sehr von der Entwicklung des Kunstmarktes abhängig ist. „Wir haben in diesem Geschäft wenige Möglichkeiten, uns gegen die Trends zu entwickeln. Unser Umsatz war im Jahr 2017 in einem ambitionierten Umfeld deutlich rückläufig. Derzeit sehen wir allerdings ein deutlich verbessertes Umfeld für den Kunsthandel und rechnen daher mit einem wieder guten Ergebnis im laufenden Jahr“, sagt Weng im Gespräch mit der Vorstandswoche. Im Einzelabschluss der WFA AG für das Jahr 2017 erzielte das Unternehmen im Kunsthandel einen Umsatz von über 4 Mio. Euro und einen Gewinn von mehr als 0.6 Mio. Euro. Im Gewinn sind sowohl positive als auch negative Einmaleffekte enthalten, erklärt Weng. Bereinigt um diese Sonderfaktoren hätte sich der Gewinn des Jahres 2017 auf ca. 0.4 Mio. Euro belaufen. Das Bilanzbild ist im Wesentlichen durch den Warenbestand geprägt, der mit mehr als 18 Mio. Euro bilanziert ist und fast die komplette Aktivseite umfasst. Auf der Passivseite prägen Bankverbindlichkeiten von über 14 Mio. Euro das Bilanzbild. Weng finanziert das Geschäft zinsgünstig über Banken.

Die Musik für die Aktie spielt aber woanders. Nämlich in der Schweiz. Genauer gesagt in der in 2014 gegründeten Tochter WFA Online AG. In diesem Geschäft will Weng den Online-Kunsthandel profitabel betreiben. Das E-Commerce Geschäft läuft unter der Marke „Weng Contemporary“ und bietet in erster Linie graphische und skulpturale Editionen der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler an. Die Firma wächst rasant und schreibt knackige Gewinne. 2017 kletterte der Umsatz um 30 % auf 3.8 Mio. Euro. Der Gewinn erreichte ein Niveau von 0.8 Mio. Euro. Die Nettorendite von mehr als 20 % kann sich sehen lassen. Einmaleffekte gab es keine. Weng will den Erfolgskurs der Schweizer Tochter in 2018 fortschreiben. „Wir wollen weiterwachsen, die Kosten nochmals senken und die Marge weiter steigern.“ In 2018 dürfte WFA Online die Gewinnmarke von 1 Mio. Euro bereits überschreiten. An der Gesellschaft hält WFA einen Anteil von 90 %. Weng selbst hat 2015 über zwei Kapitalerhöhungen 10 % der Anteile erworben.

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