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Site Visit Report Lupaka Gold: Das Glück liegt in den Händen Dritter

Gastautor: Kai Hoffmann
27.06.2018, 07:17  |  610   |   |   

Ende April machten wir uns abermals auf die Reise nach Peru. Diesmal sollten wir für 36 Stunden in dem südamerikanischen Land an der Pazifikküste verweilen. Statt zuvor Richtung Süden (siehe Site Visit Report zu Camino Minerals in Ausgabe 244) brachen wir diesmal frühmorgens von Lima in Richtung Norden auf. Das Ziel der Reise war das Invicta-Goldprojekt von Lupaka Gold (TSX-V: LPK;  CA5504351019). Dieses liegt 120 Kilometer nördlich der Hauptstadt. Für die Hinfahrt brauchten wir rund 2,5 Stunden, die Rückfahrt am Nachmittag ist eine gänzlich andere Geschichte. Der Verkehr in Lima ist grausam.

Nach rund 97 Kilometern auf dem panamerikanischen Highway und weiteren 52 Kilometern auf einer Landstraße, kamen wir begleitet von Lupakas Vorstandschef Will Ansley am Fuße des Projektes an. Von hier aus mussten wir zwar nur noch 25 Kilometer weiter, doch es galt, dabei 2.300 Höhenmeter auf Schotterpisten zu erklimmen. Lupaka hat einiges an Mitteln in den Ausbau der „Straße“ gesteckt – der Private Equity Investor Pandion aus New York hatte dies zu einer Bedingung gemacht. Die Sicherhe

it der Fahrer steht hier im Mittelpunkt. Der Ausbau der Straße und der Neubau von Umgehungsstraßen war bei unserem Besuch größtenteils abgeschlossen. Uns wurde gesagt, dass Ende Mai das Straßenprojekt zu 100% fertiggestellt sei.

CSR wird groß geschrieben

Den Umgehungsstraßen kommt auch in Sachen „Social Responsibility“ einiges an Bedeutung zu. Denn so müssen die rund 30 Tonnen schweren, mit Konzentrat beladenen Trucks künftig nicht mehr durch die kleinen Bergdörfer fahren. Vibrationen und Schäden an Gebäuden werden so vermieden.

Kommerzielle Produktion ab Q3

Doch zurück zu Invicta selbst. Lupaka plant das auf 3.600 Metern Höhe gelegene Goldprojekt auf Basis einer PEA, also einer Pre-Economic-Assesment-Studie, in Produktion zu bringen. Bereits im dritten Quartal 2018 soll die kommerzielle Förderung anlaufen. Die Arbeiten waren bei unserem Besuch schon weit fortgeschritten und das entsprechende Team an Ort und Stelle, um dieses Unterfangen zu realisieren.

Bulk Sample Ergebnisse in Kürze

Täglich rechnen wir nun mit Ergebnissen aus einem 8.000 Tonnen Bulk Sample, dass man an einen Toll Miner geliefert hatte. Hierbei handelt es sich um ein externes Unternehmen, dass Gestein gegen Gebühr verarbeitet. Das Ziel der Verarbeitung dieser „großen Probe“ ist es, Informationen über Gewinnungsraten und Verarbeitungsmethoden zu erhalten. Die Frage, die Sie sich jetzt sicherstellen: Warum nutzt man nicht seine eigene Mühle? Genau hier sehen wir das größte Problem an der Lupaka Equity Story. Das Unternehmen besitzt keine eigene Mühle. Auch wird man so schnell keine eigene Mühle bauen. Die Kosten- und Finanzlage sowie die Topographie des Projektes lassen dies aktuell nicht zu. Der Genehmigungsprozess würde zusätzlich für Verzögerungen sorgen. So hat man sich entschieden, mit Toll Millern zusammenzuarbeiten und die Vor- und Nachteile entsprechend in Kauf zu nehmen.

Zuverlässige Partner nötig

Basierend auf der PEA plant man mindestens 355 Tonnen am Tag aus der Mine zu holen und an die Toll Miller zu senden. Wir gehen jedoch davon aus, dass die Tagesproduktion eher Richtung 500 Tonnen und sogar bis auf 1.000 Tonnen am Tag steigen könnte. Doch hierfür benötigt man zuverlässige Partner. Bisher hat man einen Toll Miller mit einer Kapazität von rund 500 Tonnen unter Vertrag genommen. Dieser ist allerdings 413 Kilometer entfernt. Die Truckingkosten lägen in diesem Fall bei 50,20 US-Dollar je Tonne. Man stehe laut Unternehmensaussagen auf unserem Site Visit mit zwei weiteren Toll Millern in Kontakt, doch könnten diese jeweils maximal 250 Tonnen pro Tag verarbeiten. Diese wären allerdings deutlich näher und der Transport entsprechend günstiger.

Die PEA hat aus unserer Sicht einige Macken. So kalkuliert man unter anderem mit einem Discount von 5%. Für Peru hätten wir hier lieber einen Discount von mindestens 8% gesehen. Auch kalkuliert man mit einem Minenbetrieb von 365 Tagen – dies ist schlichtweg unrealistisch. Dennoch: die PEA untermauert die Strategie von Lupaka. Der prognostizierte Cashflow von 8,2 Mio. US-Dollar nach Steuern soll dazu genutzt werden, die Exploration auf dem Projekt voranzutreiben oder sogar eine eigene Mühle zu kaufen. Ein Mühlenkauf ist nur ein möglicher Katalysator für das Unternehmen.

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