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Türkei-Wahl Claudia Roth kann es nicht lassen: "...und also schließt sie messerscharf, dass nicht sein kann, was nicht sein darf."

Gastautor: Rainer Zitelmann
26.06.2018, 09:15  |  4067   |   |   

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat bei der Präsidentschaftswahl in der Türkei laut vorläufigem offiziellem Ergebnis 52,6 Prozent der Stimmen erhalten. Seine Partei AKP kam bei der gleichzeitig stattfindenden Parlamentswahl auf 42,5 Prozent. Das Wahlergebnis unterscheidet sich klar vom Abstimmungsverhalten der Türken in Deutschland. Hierzulande votierten 64,8 Prozent der Wahlberechtigten für Erdogan. In allen 13 Wahllokalen in Deutschland erhielt Erdogan laut der Zeitung "Sabah" die absolute Mehrheit. Erdogans AKP erzielte in Deutschland 55,7 Prozent der Stimmen.

Claudia Roth versucht im Interview mit der WELT, das zu verharmlosen. Hier der Auszug aus dem Interview:

WELT: Offenbar signalisieren die hiesigen Türken in ihrer Mehrheit, dass sie eine Parallelgesellschaft bilden.

Roth: Pauschal von einer "Mehrheit der hiesigen Türken" zu sprechen, wäre falsch. Von den genannten 2,8 Millionen war nur die Hälfte wahlberechtigt. Die Wahlbeteiligung wiederum lag bei unter 50 Prozent, was mit Blick auf das Ergebnis bedauerlich sein mag, vielleicht aber ja auch Hinweis darauf ist, dass viele keinen allzu großen Bezug mehr zum Land ihrer Großeltern und Eltern haben - und lieber an den Bundestagswahlen teilnehmen, wenn sie die doppelte Staatsbürgerschaft besitzen. Und natürlich haben auch Türken in Deutschland CHP oder HDP gewählt. Das Wahlergebnis aber macht all das natürlich nicht weniger bedenklich.

Was soll man dazu sagen? Roth hatte schon vor einem Jahr beim Verfassungsreferendum in der Türkei versucht, mit lächerlichen Rechentricks die Wirklichkeit umzudeuten. Was ich damals geschrieben hatte, gilt auch heute:

https://www.theeuropean.de/rainer-zitelmann/12109-claudia-roth-zur-tue ...

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Kommentare

Die Wahlbeteiligungsdifferenz im Vergleich Türkei - Deutschland beträgt knapp 40%.
Nicht mal jeder zweite Wahlberechtigte in Deutschland hat seine Stimme abgegeben.

Sprich: die Mehrheit der hier lebenden Türken hat keinen Bock auf Politik.
Wenn das mal kein eindeutiger Hinweis auf gelunge Integration ist ;)


Im übrigen ist der Artikel schlecht ausgearbeitet. Man erkennt ganz schlecht, wen man bitteschön zu hassen hat. Die Grünen, die Türken, grüne Türken, Erdogan-Türken? Wenn ja, dann die von hier oder von dort? Vielleicht aber auch die Nichtwähler, weil sie so schlecht ins Schema passen? Oder möglicherweise einfach alle, damit man nicht ständig rumdifferenzieren muss...?

Das geht so nicht, Herr Zitelmann! Der Mob braucht klare Angaben.

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