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Aktien Frankfurt: Erholung des Dax fällt mager aus
Foto: Boris Roessler - dpa

Aktien Frankfurt Erholung des Dax fällt mager aus

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
26.06.2018, 14:49  |  783   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Zu mehr als einer Mini-Erholung hat es am Dienstagnachmittag am deutschen Aktienmarkt nicht gereicht. Der Dax , der im Tageshoch noch um 0,7 Prozent gestiegen war, gab die Gewinne großteils wieder ab und lag zuletzt noch mit 0,21 Prozent auf 12 296,35 Punkte im Plus. Zu sehr dürfte der globale Handelskonflikt die Nerven der Investoren nach wie vor strapazieren. In den vergangenen sieben Handelstagen war der Dax um mehr als 6 Prozent abgesackt.

Die US-Regierung erwägt, chinesische Investitionen in den USA einzuschränken. Chinas Präsident Xi Jinping verschärfte daraufhin einem Bericht zufolge erneut den Ton im Handelszwist. Damit scheint die Zeit vorbei zu sein, in der China versucht, gemäßigt und mit diplomatischen Maßnahmen auf immer wieder neue Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump einzugehen.

Beobachter blieben skeptisch. Der globale Handelskonflikt belaste zunehmend auch die Konjunktur in Deutschland, schrieb Experte Ulrich Wortberg von der Helaba. Die Kursverluste an der Wall Street zeigten zudem, dass auch dort die Erwartungen an die Konjunktur nicht zu hoch gesteckt werden sollten, warnte er.

Ähnlich sah es Experte Sascha Sadowski vom Online-Broker Lynx: Die internationalen Lieferketten seien mittlerweile so eng verzahnt, dass Strafzölle auf chinesische Importe und fehlende Investitionen aus China auch Auswirkungen auf die US-Wirtschaft haben könnten.

Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 0,41 Prozent auf 3383,18 Zähler. Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es um 0,16 Prozent nach oben auf 25 889,77 Punkte. Der TecDax erholte sich mit 0,67 Prozent auf 2751,94 Punkte etwas stärker.

Investoren setzten teils auf defensive Aktien. So lagen die Papiere von Beiersdorf , RWE und Eon im Dax auf den vorderen Plätzen mit Kursgewinnen von 1,2 bis 2,6 Prozent. Versorger und Konsumgüterhersteller gelten als Unternehmen mit auch in Krisenzeiten recht stabilen Erträgen.

Risikoreichere konjunkturabhängige Titel wie Lufthansa und Thyssenkrupp rutschten dagegen mit Abgaben von jeweils rund 2 Prozent an das Ende des Dax.

Daneben bewegten Analystenkommentare die Kurse: Aktien von ProSiebenSat.1 profitierten von einer Hochstufung durch die Bank UBS und rückten um 2,9 Prozent vor. Eine Verkaufsempfehlung der Citigroup drückte den Kurs des Windturbinenherstellers Nordex hingegen um 7,3 Prozent nach unten.

Das Bankhaus Lampe riet bei Aktien von Sixt zum Kauf, was den Kurs um knapp 2 Prozent nach oben trieb. Ein höheres Kursziel von UBS für Wirecard ließ den Kurs des Zahlungsdienstleisters um 4,5 Prozent steigen. Die DZ Bank senkt Anteile des Stahlhändlers Klöckner & Co auf "Verkaufen", woraufhin der Kurs um 7 Prozent fiel.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,17 Prozent am Vortag auf 0,18 Prozent. Der Rentenindex Rex gab um 0,07 Prozent auf 141,38 Punkte nach. Der Bund-Future legte um 0,11 Prozent auf 162,31 Punkte zu. Der Eurokurs verlor, zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1676 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,1700 Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8667 Euro gekostet./bek/jha/

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

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