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Devisen: Eurokurs wenig verändert - Schwellenländer unter Druck
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Devisen Eurokurs wenig verändert - Schwellenländer unter Druck

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
28.06.2018, 11:43  |  446   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Eurokurs hat am Donnerstag im frühen Handel weiter unter der Marke von 1,16 US-Dollar notiert. Am Vormittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1555 Dollar und damit in etwa so viel wie am frühen Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Euro-Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,1616 Dollar festgesetzt.

Die Kursausschläge hielten sich beim Euro in Grenzen. Der Dollar legte vor allem gegenüber einigen Schwellenländerwährungen deutlich zu. So fiel am Donnerstagmorgen die indische Rupie auf ein Rekordtief zur US-Währung. Stark gefallen ist auch die indonesische Rupiah. Der amerikanische Dollar profitiert derzeit von der Aussicht auf höhere US-Zinsen. Dies setzt vor allem solche Währungen unter Druck, die den Anlegern offene Flanken bieten. Dazu gehört die Rupie, weil Indien aufgrund seines hohen Leistungsbilanzdefizits auf einen steten Zustrom ausländischen Kapitals angewiesen ist.

An Konjunkturdaten dürften Anleger am Donnerstag zum einen Verbraucherpreisdaten aus Deutschland in den Blick nehmen. In Italien ist die Inflationsrate im Juni mit 1,5 Prozent auf den höchsten Stand seit Mai 2017 gestiegen. Auch in Deutschland wird eine Rat von über zwei Prozent erwartet. Die Daten für den gesamten Euroraum werden am Freitag veröffentlicht. Die EZB strebt eine Rate für den gesamten Währungsraum von knapp zwei Prozent an.

Im weiteren Handelsverlauf könnte auch der zweitägige EU-Gipfel in Brüssel beachtet werden. Schließlich geht es beim Thema Asyl auch um die Zukunft der deutschen Bundesregierung. Allerdings hat das Thema den Euro bisher kaum bewegt. "Das liegt in erster Linie daran, dass der Markt die innenpolitischen Streitereien in Deutschland nicht als systemisches Risiko für den Euroraum ansieht", schreibt Commerzbank-Devisenexpertin Thu Lan Nguyen. Solange die Wahrscheinlichkeit gering bleibe, dass die aktuelle Krise zu einem Auseinanderbrechen des Euroraums führen könnte, sollte auch der Euro unberührt bleiben.

In den USA werden Wachstumszahlen zum ersten Quartal erwartet. Obwohl es sich nur um eine dritte Schätzung handelt, sind die Zahlen aufgrund der Relevanz der amerikanischen Volkswirtschaft für die Weltwirtschaft von Interesse./jsl/bgf/tav

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