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Verpackungstechnik Bosch plant die perfekte Trennung

29.06.2018, 14:59  |  2622   |   |   

Der deutsche Maschinenbaukonzern Robert Bosch plant den Verkauf seines Geschäftsbereichs Verpackungstechnik, so berichtet es Bloomberg. Der Zeitpunkt könnte günstig sein, denn im vergangenen Jahr erzielte dieser Bereich ein Umsatz von 1,3 Milliarden Euro. Bosch möchte sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren.

Das Segment der Pharma- und Lebensmittelverpackung habe keine ausreichenden Synergien mit den anderen Bereichen des Herstellers und könne außerhalb des Konzerns besser konkurrieren, schrieb Bosch am Freitag in einer E-Mail. "Die Entscheidung ermöglicht es Bosch, sich stärker auf Zukunftsthemen wie die Transformation des Konzerns und die Ausrichtung auf die zukünftige Digitalisierung, wie das Internet der Dinge, zu konzentrieren", sagte Bosch-Vorstandsmitglied Stefan Hartung in der Stellungnahme. Sowohl die Verpackungstechnik als auch Bosch "werden von dieser Entscheidung profitieren", so Hartung.

Die Bosch-Verpackungstechnik hat ihren Sitz in Waiblingen - in der Nähe der Konzernzentrale außerhalb Stuttgarts. Sie beschäftigt 6.100 Mitarbeiter in 15 Ländern. Das Unternehmen entwickelt und produziert Maschinen für die Pharma-, Lebensmittel- und Süßwarenindustrie. 

Hartung sagte in einer Telefonkonferenz mit Reportern, Bosch wolle das gesamte Verpackungstechnik-Geschäft an einen einzigen Käufer verkaufen und rechnet damit, dass der Verkaufsprozess etwas mehr als ein Jahr dauern werde. Das Unternehmen hat bisher keine Sondierungsgespräche mit potenziellen Käufern geführt und es wird erwartet, dass der zukünftige Eigentümer seine 6.100 Mitarbeiter behalten wird, sagte er.

Bosch, auch der größte Automobilzulieferer der Welt, hat unter dem Vorstandsvorsitzenden Volkmar Denner eine umfassende Überarbeitung seiner ausgedehnten Aktivitäten eingeleitet, um das Wachstum in Bereichen wie Elektro- und Selbstfahrerfahrzeuge sowie das so genannte Internet der Dinge zu erschließen. Der Umbau führte im vergangenen Jahr zum Verkauf eines Joint-Ventures mit der Mahle GmbH und einer komplexen Ausgliederung des Geschäftsbereichs Starter- und Generatoren, der vor sechs Monaten abgeschlossen wurde.

 

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