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Anlegerverlag Nordex: Was ist denn hier heute los?!

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
29.06.2018, 14:57  |  533   |   |   

Dass die EU in der Nacht in der Flüchtlingsfrage zu einem Kompromiss gekommen ist, mag den europäischen Aktienmarkt insgesamt heute ziehen, sicher. Aber was hat denn die Aktie des Windkraftanlagenbauers Nordex (ISIN: DE000A0D6554) damit zu tun? Natürlich nichts. Und trotzdem schoss der Kurs heute am Vormittag in der Spitze um gut zehn Prozent nach oben. Wo er gleich wieder abdrehte, am Nachmittag stehen allerdings immer noch knapp fünf Prozent Plus zu Buche. Neue Nachrichten vom und/oder zum Unternehmen gab es auch nicht … also?

 

 

 

Also dürfte dieser Sprung mit dem heutigen Quartalsultimo zusammenhängen. Es war ja kaum zu übersehen, dass Nordex wie üblich, wenn eine Aktie unter der Kontrolle der Leerverkäufer steht, weil deren massive Attacken potenzielle Käufer nach und nach so zermürben, dass die gar nicht erst versuchen, bei fallenden Kursen dagegen zu halten, gezielt und ohne „bad news“ durch eine Unterstützung nach der anderen gedrückt worden war. Diejenigen unter den größeren Adressen, die sich hier als Leerverkäufer betätigen und wie z.B. Hedgefonds ihre Performance zu einem Quartalsultimo offenlegen, könnten wegen des Ultimos „Kasse“ gemacht haben. Das Realisieren von Gewinnen auf der Short-Seite bedeutet, die leer verkauften Aktien neutral zu stellen, indem man entsprechend Aktien kauft (eindecken). Kurz: Wenn die Bären Kasse machen, zieht das den Kurs nach oben.

Dass hier eine oder mehrere größere Adressen genau das getan haben, ist deswegen denkbar, weil die Aktie so heftig anzog. Nordex ist zwar nicht gerade ein Blue Chip, aber doch nicht so extrem markteng, dass bei normalen Eindeckungen ein Sprung um zehn Prozent herauskommen müsste – es sei denn, jemand „Größeres“ geht da zu Werke. Aber dass einige hier zum Quartals- und Halbjahresende ihre Short-Positionen schließen heißt nicht, dass Nordex damit aus den Fängen der Bären entlassen wäre. Dass dieser Sprung gleich genutzt wurde, um seitens anderer Akteure erneut Short zu gehen, zeigt der umgehende Abverkauf dieses Anstiegs. In der aktuellen Konstellation müsste Nordex schon über zehn Euro schließen um hoffen zu dürfen, dass die Leerverkäufer hier erst einmal Ruhe geben.

 

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