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Aktien Frankfurt Ausblick: Gewinne dank unionsinterner Einigung im Asylstreit
Foto: Frank Rumpenhorst - dpa

Aktien Frankfurt Ausblick Gewinne dank unionsinterner Einigung im Asylstreit

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
03.07.2018, 08:21  |  439   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Dank der Einigung im Asylstreit zwischen CSU und CDU steuert der Dax am Dienstag auf eine freundliche Eröffnung zu. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,60 Prozent auf 12 312 Punkte. Bereits am Vortag hatte der Dax seine anfangs deutlichen Verluste bis zum Handelsende eingedämmt. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 deuten sich am Dienstag zum Auftakt Kursgewinne in Höhe von einem halben Prozent an.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und CSU-Chef Horst Seehofer haben ihren erbitterten Asylstreit beigelegt und ein Auseinanderbrechen der Union vorerst abgewendet. Die Schwesterparteien wollen nun Transitzentren für bereits in anderen EU-Ländern registrierte Flüchtlinge an der deutsch-österreichischen Grenze einrichten. Aus diesen Zentren sollen Asylbewerber direkt in die zuständigen Länder zurückgewiesen werden.

"Das befürchtete Auseinanderbrechen der Union aus CDU und CSU wurde damit abgewendet", sagte Martin Utschneider vom Bankhaus Donner & Reuschel. Nun werde sich der Blick der Investoren wieder der Konjunktur zuwenden. Vor allem die europäischen Einzelhandelsumsätze und die Auftragseingänge in den USA im Mai stünden im Fokus.

Bei der Allianz sorgte der angekündigte Aktienrückkauf schon vorbörslich für Freude: Auf der Handelsplattform Tradegate gewannen die Titel des Versicherungskonzerns knapp 1,6 Prozent. Das Volumen des neuen Programms beträgt laut Angaben des Konzerns vom Montagabend bis zu eine Milliarde Euro. Es soll an diesem Mittwoch starten und bis zum 30. September abgeschlossen sein. Die gekauften Papiere will die Allianz einziehen. Ein Händler verwies darauf, dass die Münchener damit im laufenden Jahr bereits das zweite Aktienrückkauf-Programm auflegten.

Für Commerzbank-Papiere ging es dank Fortschritten beim Umbau des Geldhauses vorbörslich um rund 0,7 Prozent hoch. Die Sparte EMC, in dem das Geldhaus sein Geschäft mit Aktienderivaten und börsengehandelten Fonds (ETFs) bündelt, wird wie erwartet an die französische Großbank Societe Generale verkauft. Einen Preis nannten die beiden Häuser nicht. Der Markt erwarte für die Commerzbank einen Erlös im dreistelligen Millionenbereich, kommentierte ein Börsianer. Derweil äußerten sich mehrere Analysten negativ zur Commerzbank-Aktie./gl/jha/

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