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Anlegerverlag Tesla: Das war zu befürchten – und jetzt?

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
03.07.2018, 13:13  |  1112   |   |   

Zwischen Ende Mai und Mitte Juni war Tesla (ISIN: US88160R1014) von 276 auf 373 US-Dollar geschossen. Warum? Weil immens viele Anleger darauf setzten, dass Tesla-CEO Elon Musk seine Ankündigung wahrmacht, bis Ende Juni 5.000 Stück des aktuellen Modells „Model 3“ pro Woche zu fertigen und damit den Beweis anzutreten, dass Tesla imstande sein wird, bald den Break Even zu erreichen und nicht, wie mehrere Analysten von US-Großbanken befürchten, weitere Kredite benötigt oder eine Kapitalerhöhung durchführen muss. Musk verkündete zum Stichtag am Wochenende: Ziel erreicht! Was er ein paar Tage davon aber schon hatte durchblicken lassen. Was folgte, war zu befürchten … wir hatten dieses Szenario bereits am in der vorherigen Analyse vergangenen Donnerstag als das wahrscheinlichere avisiert:

Die Aktie startete gestern, als man erstmals auf die „gewonnene Wette“ reagieren konnte, zwar mit fünf Prozent im Plus, schloss aber 2,3 Prozent im Minus. Weil? Weil zu viele im Vorfeld auf genau dieses Ereignis gesetzt hatten. Was dazu führte, dass die wenigen, die erst einmal abwarten wollten, ob Elon Musk Wort hält und dann in einer sichereren Umgebung zugreifen wollten, gering an Zahl waren … diejenigen jedoch, die jetzt den Gewinn ihrer Wette kassieren und aussteigen wollten, weitaus zahlreicher. Und die Abgaben sind auch insofern nachvollziehbar, weil die Frage ist, was jetzt nachkommt. Nicht wenige argwöhnen nämlich, dass Tesla diesen Kraftakt, der allen Ernstes mit einer zusätzlichen Produktionsstraße in einer Zeltstadt erzwungen wurde, wiederholen kann. Und da wären ja auch noch die Quartalszahlen. Denn die Zahl der produzierten Model 3 alleine sagt nichts darüber aus, wie weit Tesla noch vom Break Even entfernt ist. Also ging es wie oft in solchen Fällen, wenn zu viele vorher auf ein Ereignis setzen, nicht auf- sondern abwärts. Was zudem charttechnisch ein äußerst markantes Signal generiert hat:

 

 

Ein doppeltes „bearish engulfing pattern“. Bereits am Freitag, bevor die Wette ablief, hatten einige schon einmal sicherheitshalber den Gewinn der Rallye mitgenommen, wohl, weil sie ahnten, dass passieren würde, was dann auch tatsächlich passierte. Dadurch entstand am Freitag ein „bearish engulfing pattern“, d.h. eine rote Kerze hüllte den vorangegangenen weißen Kerzenkörper komplett ein. Ein Warnsignal, noch kein Verkaufssignal. Dazu bedürfte es einer Bestätigung in Form einer direkt folgenden, weiteren rotzen Kerze. Aber die kam eben am Montag. Und sie wiederum wurde zu einem „bearish engulfing pattern“, das das vorangegangene pattern komplett einhüllte. Das ist ein mächtiges Alarmsignal.

Möglich ist zwar, dass die Trader heute auf diesem niedrigeren Niveau zugreifen, weil die US-Börsen tendenziell vor dem Unabhängigkeitstag, der morgen ansteht, anziehen. Aber ob daraus mehr würde als ein kurzer Aufschub einer größeren Korrektur ist fraglich. Sollte die Aktie unter der markanten Auffangzone 309/313 US-Dollar schließen, wäre der Ausflug in Richtung des bisherigen Rekordhochs von 389 US-Dollar aus charttechnischer Sicht vorbei und die Bären wären, wie zuletzt immer im steten Wechsel, am Zug.

 

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