DAX-0,11 % EUR/USD-0,15 % Gold0,00 % Öl (Brent)0,00 %

Streiks Ryanair: Platzt der Traum vom Sommerurlaub?

05.07.2018, 11:14  |  2710   |   |   

Die Ryanair-Crew warnt, dass sie sich den Piloten in diesem Sommer anschließen könnte. Am Dienstag hatten circa 100 irische Piloten angekündigt, dass sie die Arbeit am 12. Juli 2018 für 24 Stunden niederlegen werden. Hintergrund sind die Forderungen zur Verbesserungen der Arbeitsbedingungen. 

"Wenn Ryanair nicht schnell und angemessen reagiert, dann riskiert sie Streiks im Sommer", sagte die International Transport Workers' Federation (ITF). Die ITF ist ein Gewerkschaftsdachverband, der die Besatzung an den meisten Ryanair-Stützpunkten vertritt. Sie fordert u. a. Lohnsteigerungen und eine attraktivere Vergütung aber auch Verbesserungen bei der Sicherheit, den Dienstplänen und der Arbeitsplatzkultur.

Sie fordert Ryanair außerdem auf, Maßnahmen zu ergreifen, um prekärere Arbeitsverhältnisse zu beseitigen, den Mitarbeitern das Recht auf Krankengeld einzuräumen und strikt durchgesetzte Verkaufsziele für Produkte wie Rubbellose zu beenden.

"Aufgrund der seit vielen, vielen Jahren bestehenden Bedingungen sind die Mitarbeiter frustriert, dass es keine nennenswerten Fortschritte gibt. Wir erwarten keinen Wandel über Nacht, aber angesichts der Versprechungen, die im Dezember öffentlich gemacht wurden, hätten wir inzwischen eine Veränderung erwartet", so Liz Blackshaw von ITF.

Ryanair vertritt die Meinung, das die Forderungen "sinnlos" seien: "Ryanair führt bereits umfangreiche Verhandlungen mit den nationalen Kabinenpersonalverbänden in ganz Europa, in denen all diese und andere Fragen verhandelt werden, und wir haben bereits Vereinbarungen in Großbritannien und Italien getroffen", sagte ein Sprecher.

"Spiegel Online" schreibt: "Auch die an zehn deutschen Basen stationierten Ryanair-Piloten sollen darüber abstimmen, ob sie für ihre Forderungen nach höherer Bezahlung und besseren Arbeitsbedingungen notfalls in einen unbefristeten Ausstand treten würden". Mit einem Ergebnis wird erst Ende Juli 2018 gerechnet. Die Airline ist durchaus krisenerprobt, denn im letzten Jahr strich sie 20.000 Verbindungen aufgrund von Pilotenmangel. 

Quellen:

The Guardian

Spiegel Online

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel