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Anlegerverlag Daimler: Vorsicht Falle?

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
05.07.2018, 11:21  |  1169   |   |   

Gestern Abend tauchte eine Meldung des Handelsblatts über ein Geheimtreffen des deutschen US-Botschafters mit den Lenkern der deutschen Autokonzerne auf. Angeblich, so hieß es, würden die USA vorschlagen, das Zoll-Problem zu lösen, indem man gegenseitig einfach überhaupt keine Zölle mehr erhebt. Daraufhin explodieren die Kurse der Auto-Aktien wie Daimler (ISIN: DE000710000) heute Vormittag. Verständlich? Nein, denn:

Wenn das wahr wäre – noch wurde das von keinem Autokonzern kommentiert – stellen sich folgende Fragen: Warum wenden sich die USA nicht offen an die EU? Die Autokonzerne können so etwas schließlich nicht entscheiden. Warum versucht man, die Autobauer mit solchen Angeboten durch die Hintertür gegen die Regierungen aufzuhetzen? Welchen Nutzen hätte es für die USA, die Zölle auf null zu setzen? Dort sollte man ja wissen, dass deswegen auch nicht viel mehr US-Autos verkauft werden, weil die einfach nicht allzu beliebt und großenteils Spritschleudern sind. Und die europäischen Fahrzeuge würden nach wie vor die „US-Straßen überschwemmen“, wie Trump sich ausdrückte. Denn auch, wenn der Zoll für EU-Fahrzeuge in den USA relativ niedrig ist, es wäre dennoch eine Basis, um noch günstiger anzubieten, den Marktanteil erst recht zu erhöhen.

 

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Irgendwie will das alles nicht besonders zusammenpassen. Immer vorausgesetzt, es wäre so gelaufen, die Politik gezielt übergangen worden sein, würde das bedeuten, dass die USA darauf setzen, dass die EU-Politik sich ein solches Verhalten gefallen ließe. Das erscheint kurzsichtig. Denn wer so vorgeht ist ein „Partner“, dem man nicht über den Weg trauen kann. Aber die Aktien wie Daimler reagieren, als wäre das alles bereits beschlossen. Das ist in keiner Weise tragfähig und diese Rallye damit definitiv eine „auf Abruf“. Sehen wir uns den Chart an:

Daimler machte einen Kurssprung, der zwar beeindruckend wirkt, der den Kurs aber nur an, nicht über die kurzfristig entscheidenden Charthürden getragen hat. Das Juli-Tief 2017 bei 59 Euro und die 20-Tage-Linie bei 58,78 Euro bilden einen wichtigen Kreuzwiderstand, an dem Daimler erst einmal vorbeikommen müsste. Hinzu kommt, dass der Bruch dieser Marke von 59 Euro durch eine Kurslücke entstand, die bis 60,37 Euro hinaus reicht. Auch dieses Gap müsste zuerst geschlossen werden, um Daimler zumindest auf kurzfristiger Ebene wieder in eine bullishe Konstellation zu tragen. Daher: Dieser Kurssprung kann leicht eine Falle werden.

 

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