DAX+1,89 % EUR/USD-0,04 % Gold+0,84 % Öl (Brent)0,00 %

Da stimmt was nicht: Verdächtig hohe Aktienrückkäufe am US-Aktienmarkt

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
07.07.2018, 08:42  |  2758   |   |   

Aktienrückkäufe sind aktuell der größte positive Treiber der Börsen, insbesondere in den USA. Normalerweise ist das eine gute Sache, aber mich macht das misstrauisch.

Die Zahlen sind überwältigend

„Das Einzige, was die Aktienmärkte jetzt noch über Wasser hält, sind Aktienrückkaufprogramme.“ (CNBC, 2. Juli)

Allianz mit festem Hebel folgen [Anzeige]
Ich erwarte, dass der Allianz steigt...
Ich erwarte, dass der Allianz fällt...

Verantwortlich für diese Anzeige ist die Deutsche Bank AG. Die Wertpapierprospekte und Basisinformationsblätter zu diesen Produkten erhalten Sie über www.xmarkets.db.com.

Über diese These wird in diesen Tagen diskutiert. Im gerade beendeten zweiten Quartal haben US-Unternehmen schier unglaubliche 434 Mrd. US-Dollar an Rückkäufen angekündigt. Das ist nochmal fast doppelt so viel als im Vorquartal.

Während sich bei uns gerade die Allianz (WKN:840400) und Novartis (WKN:904278) hervortun, gehören in den USA Nike (WKN:866993) und Apple (WKN:865985) zu den großen Akteuren bei diesem Spiel. Sie allein geben jeweils Milliarden heraus. Schon im März hat die Bank J.P. Morgan prognostiziert, dass 2018 mindestens 800 Mrd. US-Dollar an Rückkäufen genehmigt werden, ein Anstieg von stolzen 51 % gegenüber 2017.

Die Gründe

Ein guter Teil davon ist auf die Unternehmenssteuerreform zurückzuführen, die seit Anfang des Jahres in Kraft ist. Die geringere Belastung reduziert die Geldabflüsse, welche folglich bevorzugt von der Staatskasse in Aktionärshände umgeleitet werden. Zudem transferieren nun viele Konzerne ihre im Ausland gehorteten Vermögen zurück in die USA, was zuvor mit hohen Kosten verbunden gewesen wäre.

Grundsätzlich könnten die Unternehmen auch etwas anderes mit diesen Geldmitteln anstellen. Zu den Alternativen gehören Übernahmen, Schuldentilgung, Investitionen oder Sonderdividenden. Einiges davon wird auch gemacht, aber nichts ist beliebter als eigene Aktien zurückzukaufen.

Wo ich ein Problem sehe

Nun muss man sich allerdings fragen, wie sinnvoll das ist. Schließlich befinden sich gerade die US-Börsen weiterhin nahe ihrer Allzeithochs. Dass unter diesen Bedingungen ein wertschöpfender Schnäppchenpreis erzielbar ist, wirkt unwahrscheinlich. Der Verringerung der Aktienanzahl steht somit eine erhebliche Reduktion der Substanz gegenüber. Nur wenn die erhoffte Steigerung der Eigenkapitalrendite durch den Kredithebeleffekt tatsächlich eintritt, lohnt sich die Maßnahme langfristig für die treuen Aktionäre.

Zwei andere Gruppen profitieren hingegen direkt von der Kursstützung. Zum einen das Top-Management, insofern dessen variables Gehalt von der Aktienkursentwicklung abhängt. Zum anderen die verkaufswilligen Aktionäre. Es sind diese, über denen das Füllhorn ausgeschüttet wird. Darunter sind auch institutionelle Anleger wie Fonds.

Wenn man sich jetzt noch überlegt, dass Fondsmanager und Unternehmenslenker regelmäßig ihre Köpfe zusammenstecken, dann drängt sich bei mir ein Gedanke auf: Dienen die aufgeblasenen Rückkaufprogramme auch dazu, dass Fonds zu guten Preisen ihre Portfolios bereinigen können? Klar ist jedenfalls, dass bei jedem Aktienrückkauf eines Konzerns auf der anderen Seite ein Verkäufer steht. „Investoren sagen Verkaufen. Unternehmen sagen Kaufen.“ titelte kürzlich der Institutional Investor dazu.

Wird der nächste Crash also nur noch am seidenen Faden zurückgehalten? Nicht unbedingt, aber wenn eines deiner Portfoliounternehmen kürzlich eine Verdoppelung der Rückkäufe angekündigt hat, dann solltest du dies vielleicht etwas genauer hinterfragen.

Performance machen auch in stressigen Börsen-Zeiten -- so geht's!

Wird der Dax nach 9 Jahren Hausse weiter steigen, oder kommt jetzt die Korrektur? Egal was passiert, mit der Strategie der Fools hast du die Chance ein Vermögen an der Börse zu machen, egal wohin der Markt sich entwickelt. Sicher durch die Krise -- wie genau das funktioniert, erfährst du in unserem brandneuen Spezial-Bericht Bereit für den nächsten Bärenmarkt? Für ein Gratis Exemplar dieses neuen Berichts klicke einfach hier.

Mehr Lesen

Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple und Nike. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

Seite 1 von 2

The Motley Fool GmbH – Disclaimer für Anlageempfehlungen

Disclaimer für The Motley Fool GmbH Research Publikationen Hinweis: Auf diesen Seiten findest du Rechtshinweise und die Veröffentlichungen gemäß § 34b Abs. 1 WpHG und MAR (Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014) für alle Wertpapieranalysen und Empfehlungen von The Motley Fool GmbH („The Fool“ nachher) bezüglich aller Unternehmen, die gegenwärtig von dieser beobachtet wird.

Diese Seiten wurden zuletzt am 18. Apr 2017 aktualisiert.

Rechtshinweis / Disclaimer Die Anlageempfehlungen von The Fool enthalten ausgewählte Informationen und erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Die Analysen stützen sich auf allgemein zugängliche Informationen und Daten („die Information“), die als zuverlässig gelten. The Fool hat die Information jedoch nicht auf ihre Richtigkeit oder Vollständigkeit geprüft und übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Information keine Haftung. Etwaige unvollständige oder unrichtige Informationen begründen keine Haftung von The Fool für Schäden gleich welcher Art, und The Fool haftet nicht für indirekte und/oder direkte Schäden und/oder Folgeschäden. Insbesondere übernimmt The Fool keine Haftung für in diesen Analysen enthaltene Aussagen, Planungen oder sonstige Einzelheiten bezüglich der untersuchten Unternehmen, deren verbundener Unternehmen, Strategien, konjunkturelle, Marktund/oder Wettbewerbslage, gesetzlicher Rahmenbedingungen usw. Obwohl die Analysen mit aller Sorgfalt zusammengestellt werden, können Fehler oder Unvollständigkeiten nicht ausgeschlossen werden. The Fool, deren Anteilseigner und Angestellte übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Aussagen, Einschätzungen, Empfehlungen oder Schlüsse, die aus in den Analysen enthaltenen Informationen abgeleitet werden. Sollten wesentliche Angaben unterlassen worden sein, haften The Fool für einfache Fahrlässigkeit. Der Höhe nach ist die Haftung von The Fool auf Ersatz von typischen und vorhersehbaren Schäden begrenzt. Die Anlageempfehlungen stellen weder ein Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers dar. Es ist möglich, dass Gesellschafter, Geschäftsleitung oder Angestellte von The Fool in verantwortlicher Stellung, z.B. als Mitglied des Aufsichtsrats, in den in Analysen genannten Gesellschaften tätig sind, oder eine Investitionsposition darin haben. Die in Anlageempfehlungen enthaltenen Meinungen können ohne Ankündigung geändert werden. Alle Rechte vorbehalten.

Zusätzliche Informationen für Kunden in den USA Die Anlageempfehlungen sind ein Produkt von The Fool. The Fool ist der Arbeitgeber oder Auftraggeber des jeweiligen Research Analysten, der den Report erstellt hat. Der Research Analyst ist keine mit einem US regulierten Broker-Dealer verbundene Person und unterliegt damit auch nicht der Aufsicht eines US regulierten Broker-Dealer.

Erklärung gemäß § 34b Abs. 1 WpHG und MAR sowie Delegierter Verordnung (EU) Nr. 2016/958 („DelVO“) Bewertung Die Bewertung, die der Anlageempfehlung für das hier analysierte Unternehmen zugrunde liegt, stützt sich auf allgemein anerkannte und weit verbreitete Methoden der fundamentalen Analyse, wie z.B. Discounted Cash Flow (DCF)-Modell, Terminal Multiple Bewertung, Peer-Gruppen-Vergleich, „Sum of the parts“ Modell oder ein ähnliche, häufige und weit verbreitete fundementale Bewertungsmethode.

Das Ergebnis dieser fundamentalen Bewertung wird als Basis der Empfehlung benutzt, obwohl es auch von der Einschätzung des Analysten bezüglich möglichen Industrieveränderungen, alternativen möglichen Zukünfte, Unternehmensstrategienergebnisse, Wettbewerbsdruck, usw. angepasst. Die letztendliche Meinung des Analysten sollte nicht als einzigen Punkt von Modell betrachtet, sondern eher die überlegt am wahrscheinlichsten Ergebniss der vielen möglichen zukünftigen Auswirkungen.

Unabhängig von der verwendeten Bewertungsmethode besteht das Risiko, dass das Investitionsergebnis nicht erreicht wird, z.B. aufgrund unvorhergesehener Veränderungen der Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens, Änderungen des Managements, der Technologie, der konjunkturellen Entwicklung, der Zinsentwicklung, der operativen und/oder Materialkosten, des Wettbewerbsdrucks, des Aufsichtsrechts, des Wechselkurses, der Besteuerung, usw. Bei Anlagen in ausländischen Märkten und Instrumenten gibt es weitere Risiken, etwa aufgrund von Wechselkursänderungen oder Änderungen der politischen und sozialen Bedingungen.

Diese Analyse reflektiert die Meinung des jeweiligen Verfassers zum Zeitpunkt ihrer Erstellung. Eine Änderung der der Bewertung zugrundeliegenden fundamentalen Faktoren kann nachträglich dazu führen, dass die Bewertung nicht mehr zutreffend ist. Ob und in welchem zeitlichen Abstand eine Aktualisierung dieser Ausarbeitung erfolgt, ist vorab nicht festgelegt worden.

Es wurden zusätzliche interne und organisatorische Vorkehrungen zur Prävention oder Behandlung von Interessenkonflikten getroffen.

Die Ergebnisse der Analysen, sowie die Meinungen der Analysten, sind nicht vor der Veröffentlichung zu den analysierten Unternehmen offengelegt.

Alle Preise von Finanzinstrumenten, die in dieser Finanzanalyse angegeben werden, sind Schlusskurse des dem jeweiligen ausgewiesenen Veröffentlichungsdatums vorangegangen Börsenhandelstages, soweit nicht ausdrücklich ein anderer Zeitpunkt genannt wird.

Bedeutung der präsentierten Anlageempfehlungen Anlageempfehlung: Erwartete Entwicklung des Preises des Finanzinstruments bis zum angegebenen Kursziel, nach Meinung des dieses Finanzinstrument betreuenden Analysten.

Kauf: Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren mehr als den passenden Index steigen wird. Halten: Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren entweder weniger als den passenden Index steigen wird, oder stabil bleiben wird. Verkaufen:Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren fallen wird.

Handelsregeln und Offenlegungen von Analysten und Dritten in Verbindung mit der Motley Fool GmbH Wenn ein Analyst von Motley Fool über eine Aktie schreibt, von der er oder sie selbst eine Position besitzt oder davon anderweitig profitiert, dann wird dieser Umstand am Ende eines Artikels oder Berichts erwähnt.

Wir haben Aktienempfehlung in unseren kostenpflichtigen Newslettern und wir legen auch diese Empfehlungen offen, wenn wir darüber auf unserer kostenlos zugänglichen Website schreiben (Fool.de). Um unseren zahlenden Mitgliedern gegenüber fair zu bleiben, legen wir diese Empfehlungen mindestens 30 Tage ab der ersten Veröffentlichung der Empfehlung nicht in unserem kostenlosen Content offen. Nach dieser Frist von 30 Tagen werden wir auch diese Empfehlungen offen legen.

Das amerikanische Mutterunternehmen, The Motley Fool, LLC (kurz als „Fool US“ bezeichnet) kann auch Positionen von den Wertpapieren haben, die in unseren Artikeln erwähnt werden. Da wir kein nicht-öffentliches Wissen bezüglich der Positionen unseres Mutterunternehmens haben, werden die Positionen von Fool US auch nicht in unserem kostenlosen oder Premium-Content veröffentlicht. Fool US hat seine eigene Offenlegungsrichtlinien.

Zusätzlich zu den oben erwähnten Anforderungen unterliegen wir unter zusätzlichen Handelsbeschränkungen und Richtlinien. Diese Beschränkungen verlangen, dass die Angestellten von Motley Fool:

- jede Aktie, die sie besitzen mindestens 10 volle Handelstage besitzen müssen. (Daytrading ist nicht zugelassen – als ob wir das überhaupt wollten!) - nicht im Zeitraum von 2 vollen Handelstagen vor und nachdem sie eine Aktie gekauft oder verkauft haben, über diese Aktie schreiben dürfen. - unsere Compliance-Abteilung informieren müssen, wenn sie eine Aktie kaufen oder verkaufen, egal ob sie darüber geschrieben haben oder nicht.

Wir arbeiten auch mit freiberuflichen Autoren, die:

- jede Aktie, die sie besitzen und über die sie bei Motley Fool schreiben, mindestens 10 volle Handelstage halten müssen. - nicht im Zeitraum von 2 vollen Handelstagen vor und nachdem sie eine Aktie gekauft oder verkauft haben, über diese Aktie schreiben dürfen.


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel