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Wirtschaft / Finanzen JSR-Wochenrückblick KW 27-2018

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Gastautor: Jörg Schulte
09.07.2018, 04:13  |  1605   |   

Sollte es aufgrund immer neuer Streitereien zu politischem Ungemach kommen und die ausländischen Investoren ihr Geld abziehen, könnte sich eine Kettenreaktion unschönen Ausmaßes in Gang setzen.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

nach den Strafzöllen ist vor den Strafzöllen. So scheint derzeit das Motto des US-Präsidenten Donald Trump zu lauten, wodurch sich gewissermaßen eine Spirale in Gang gesetzt hat. ‚Wie du mir, so ich dir‘ war nach der Reaktion der Deutschen nun auch die der Chinesen: Alle Strafzölle, die seitens der USA verhängt werden, erwidert China mit Gegenmaßnahmen in gleicher Höhe.

Ebenfalls nicht so gelungen ist der vermeintlich heftige Streit zwischen den deutschen Schwesterparteien CDU und CSU. Weder Fisch noch Fleisch, so könnte man das Ergebnis bezeichnen, und wir können uns nicht vorstellen, dass die Parteien mit dem Ausgang wirklich zufrieden sind. Politikkenner berichteten bereits, dass Seehofer angezählt sein könnte. Auch der Rückhalt in seiner Partei schwinde langsam. Daher sei man auch nur wenig verwundert, wenn in Kürze wieder ein neuer Streit vom Zaun gebrochen würde.

Wir erinnern uns: Während der Eurokrise und auch darüber hinaus wurde Deutschland als Hort der Stabilität gefeiert. Diese Zeiten neigen sich leider dem Ende zu. Erste starke Risse werden in der Fassade sichtbar. So zitierte die Wiener Presse kürzlich: „Deutschland ist unberechenbarer geworden.“ Da Kapital ein scheues Reh ist, werden Investoren mit Argusaugen die weitere Entwicklung genauestens beobachten. Seitens der deutschen Regierung wird einiges an Aufbauarbeit zu leisten sein, um die Regierungsfähigkeit zwischen Merkel und Seehofer zu beweisen.

Sollte es aufgrund immer neuer Streitereien zu politischem Ungemach kommen und die ausländischen Investoren ihr Geld abziehen, könnte sich eine Kettenreaktion unschönen Ausmaßes in Gang setzen. Dann könnten aber die Edelmetallinvestoren auf ihre Kosten kommen, da dann Gold als sicherer Hafen wiederentdeckt werden könnte.

Entspannung liefern derzeit auch die Konjunkturaussichten nicht. In der jüngsten Vergangenheit haben wir an dieser Stelle schon mehrfach auf den fallenden ifo-Geschäftsklimaindex hingewiesen. Experten schließen nicht aus, dass sich das langsam auch in den Ausgaben für Maschinen und Ausrüstung niederschlagen könnte. Diese Komponente gilt es besonders zu beobachten und sollte nicht unterschätzt werden.

Aber dennoch konnte der DAX nach den heftigeren Verlusten der Vorwochen eine technische Gegenreaktion einleiten und auf Wochenbasis um rund 1,5 % auf 12.496 Punkte klettern. Auf Vorwochenniveau, also bei 24.456 Punkten, notiert der Dow Jones-Index nach einer durch einen Feiertag verkürzten Handelswoche.

Gleiches gilt für die Edelmetalle. Denn auch Gold notiert mit 1.255,- USD pro Unze mit nur 2,- USD je Unze Unterschied auf Vorwochenschluss. Silber konnte sich nach einem zu Wochenbeginn kräftigeren Rutsch auf 15,80 USD je Unze zum Ende der Woche wieder auf 16,04 USD je Unze verteuern und notiert damit nur noch 7 US-Cents pro Unze unter dem Vorwochenschlusskurs. Heftiger ging es da schon beim Industriemetall Kupfer zu, welches annähernd 5 % an Wert einbüßte und somit bei 6.319,- USD pro Tonne schloss. Dagegen fiel der Kursverlust beim Platin mit rund 1,1 % auf 843,- USD je Unze moderat aus.

Die Halbjahresbilanz von Gold und Silber fällt bescheiden aus. Maßgeblich dazu beigetragen hat der Juni, in dem Gold allein mehr als 3,5 % an Wert einbüßte, was allerdings den Relative-Stärke-Index (RSI) weit in die überverkaufte Zone gedrückt hat und somit eine erste Hoffnung auf Erholung aufkommen lässt. Auch die Charttechnik hat eine interessante Konstellation ausgebildet.

Quelle: Wallstreet Online.de

Der Goldpreis notiert derzeit im Bereich des Dezember 2017-Tiefs, wo er dann zu drehen begann und innerhalb kurzer Zeit um 10 % anstieg. Auch wenn die Zeichen für einen ähnlichen Verlauf durchaus gut stehen, bleiben wir gespannt, ob es auch dieses Mal wieder so kommen wird.

Wie an den Märkten war ebenfalls Bewegung in den Unternehmen über die wir berichten. Deshalb hier der Rückblick auf die interessantesten Berichte der Redaktion aus der vergangenen Woche.

Panoro Minerals reicht technischen Bericht für Haufenlaugungs- und Extraktions-Betrieb ein

Dazu sollen die Erdarbeiten von einem Subunternehmer durchgeführt werden und das Kupferkonzentrat mittels Haufenlaugung- und Lösungsmittelextraktion mit Elektrogewinnung ausgelaugt werden.

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Sibanye-Stillwater: strategische Partnerschaft für maximalen Shareholder Value durch das Altar-Projekt

Sibanye-Stillwater erhält für die Gewährung der Option einer 80 %igen Beteiligung eine Vorauszahlung in Höhe von rund 15 Mio. USD.

 

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Osisko Gold Royalties schließt Falco-Finanzierung ab

Voraussetzung für die geplante Umwandlung ist zudem, dass die Aktionäre der ebenfalls vor 2 Wochen getroffenen Vorkaufsrechte-Vereinbarung für die künftige Silberproduktion (‚Silber-Stream‘) von Falcos ‚Horne 5‘-Projekt in der kanadischen Provinz Québec zustimmen.

 

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GoverMedia Plus wächst rasant! Zacks sieht 400 % Kurspotenzial!

Bis zum Stichtag 26. Juni 2018 nutzten bereits 180.000 aktive User das einzigartige Ökosystem von GoverMedia.

 

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Steppe Gold kurz vor Produktionsbeginn

Außerdem hat Steppe Gold als erstes Unternehmen zusammen mit der mongolischen Regierung das ‚Gold-2-Programm‘ eingeführt.

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Wirecard integriert Payment Services bei Telenor

Telenor Bulgaria ist Teil der internationalen Telenor Group. Diese ist in ganz Europa sowie Asien tätig und kann über 170 Millionen Abonnenten in Mobilbereich vorweisen.

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Sibanye-Stillwater erwartet leicht rückläufige Goldproduktion

Die PGM-Betriebsstätten in Südafrika hingegen konnten im 1. Quartal 2018 ihre hervorragende Leistung fortsetzen.

 

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Firesteel Resources begeistert den Gold-Newsletter

Derzeit sei Firesteel Resources noch nicht auf dem Kurszettel der Anleger, was sich aber mit dem ersten Barrenguss schlagartig ändern sollte.

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Viele Grüße

Ihr

Jörg Schulte



 

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