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Öl – treibt Trump den Preis nach unten?

Gastautor: Daniel Saurenz
09.07.2018, 07:00  |  569   |   |   

Symbol_BörseTrump setzt alle Hebel in Kraft, die ihm dabei helfen die amerikanische Wirtschaft zu stärken. Neben den Zöllen gegen China, setzt er nun auch den Rohstoffmarkt unter Druck und forderte Saudi-Arabien auf die Produktionsmenge zu erhöhen. Entgegen der Vereinbarung einer Erhöhung von 1 Millionen Barrel pro Tag aus der OPEC+-Konferenz, fordert der US-Präsident 2 Millionen und Saudi Arabien ist schon dabei die Produktion anzukurbeln. Mit einem moderaten Hebel von 5 ist bei dem Handwerkszeug auf die US-Sorte WTI – Turbo-Bull VL8M9Z und Turbo-Bear PP7MYL noch ordentlich Luft zur Knock-Out-Schwelle.

Wir blicken auf die Einschätzung der Ophirum-Experten:

Nun hat auch der Höhenflug des Ölpreises US-Präsident Donald Trump auf den Plan gerufen, weil er den Aufschwung in den USA gefährdet. Mehr Förderung soll den Ölpreis wieder sinken lassen. Der Kupferpreis ist bereits negativ von seiner Politik betroffen, gleichzeitig belastet die Konjunkturabkühlung in China das rote Metall.

Öl_Rohstoffe_FotoliaDonald Trump hat gut lachen. Vor den Halbzeitwahlen am 6. November sind seine Zustimmungswerte in Umfragen besser als selten zuvor. Unzufrieden ist er allerdings damit, dass die Benzinpreise auf das höchste Niveau seit November 2014 gestiegen sind. Damit zehren sie einen Teil von Trumps Steuersenkung auf und belasten den Konsum der Amerikaner. Daher hat Trump zuletzt Saudi-Arabien aufgefordert, die Ölförderung um zwei Millionen Barrel pro Tag zu erhöhen. Die Nachricht hat kurzfristig für Druck auf den Ölpreis gesorgt, hatte doch die OPEC gemeinsam mit anderen Ländern auf dem sogenannten „OPEC+“-Treffen Ende Juni in Wien eine Erhöhung um insgesamt lediglich eine Millionen Barrel pro Tag beschlossen.

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Mit der zusätzlichen Produktion will Trump neben den Ausfällen aus Venezuela, die wegen der Wirtschaftskrise immer größer werden, vor allem die drohenden aus dem Iran kompensieren, nachdem Trump das Atomabkommen aufgekündigt hat. Experten gehen davon aus, dass innerhalb weniger Monate bis zu eine Million Barrel Öl pro Tag weniger aus dem Land auf den Weltmarkt fließen könnte. Trump hat seine Verbündeten aufgefordert, ihre Ölimporte aus dem Iran bis zum 4. November auf null herunterzufahren. Die großen Öl-Unternehmen aus Europa wie Total und Royal Dutch Shell haben ihre Käufe bereits eingestellt.

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Saudi-Arabien prescht vor

Öl_rohstoffeSaudi-Arabien hat zur Überraschung vieler Experten bereits mit der Erhöhung der Produktion begonnen, im Juni ist sie auf den Rekord von 10,7 Millionen Barrel pro Tag gestiegen, im Mai waren es noch 10 Millionen Barrel. Experten gehen davon aus, dass das Land Kapazitäten von bis zu 12 Mio. Barrel hat. Hingegen hat der Iran betont, dass Saudi-Arabien nicht ohne Zustimmung der OPEC Trumps Forderung nachkommen dürfe, sonst drohe ein Zusammenbruch der Organisation. Sollte Saudi-Arabien dennoch in den nächsten Monaten die Produktion weiter kräftig steigern, womit mehr Öl auf den Markt fließen würde, als jene eine Million Barrel, auf die sich die OPEC+ geeinigt hatte, dürfte das für Druck auf den Ölpreis sorgen.

Belastet wird die Notierung des Energieträgers zudem vom Handelsstreit zwischen den USA und vielen anderen Ländern, vor allem China, wodurch sich die Perspektiven für die Weltwirtschaft deutlich eintrüben. Eine Abkühlung des Wirtschaftswachstums dämpft die Ölnachfrage.

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