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WhoppHer Burger King: Ruft deutsche Werbeagentur zur Gewalt gegen Frauen auf?

09.07.2018, 14:59  |  2380   |   |   

In Saudi Arabien fiel am 24. Juni 2018 das Fahrverbot für Frauen. Zuvor saßen Frauen schon am Steuer, aber stets hinter getönten Scheiben und mit einem gewissen Risiko erwischt zu werden. Die historische Gesetzesänderung wollte das Fastfood-Riese Burger King PR-technisch ausschlachten, was jedoch nach hinten los ging.

Die Fastfood-Kette Burger King brachte mit der Aufhebung des Fahrverbotes einen "WhoppHer" raus, der für Autofahrerinnen einen Monat lang kostenlos sein sollte. Alle Autofahrerinnen sollten den "WhoppHer" am Drive-Through erhalten. Noch immer ist der Clip verfügbar:

Daneben gab es eine Foto-Kampagne, die eine Frau im Auto mit Kopftuch zeigt und charmant lächelnd einen "WhoppHer" in die Kamera hält. So sympathisch die Frau aussieht, so irreführend ist das Wortspiel, denn wie Burger King von mehreren Social Media-Nutzern hingewiesen wurde, bedeutet "whop" "hart schlagen" oder "verdreschen". Somit lässt sich "WhoppHer" durchaus auch als Aufforderung "Schlag sie!" übersetzen.

Die Idee und das Video dahinter stammen laut Medienberichten von der in Hamburg ansässigen Medienagentur Grabarz und Partner. Sie verantwortet weltweit die Werbung für Burger King - auf der Internetseite findet man mehrere Kampagnen für Burger King. Laut dem "Handelsblatt" wollten weder Burger King noch die Agentur bislang ein Statement abgeben. Gegenüber dem Spiegel sagte ein Sprecher von Burger King: "Es war in keiner Weise unsere Absicht, zu Gewalt aufzurufen oder eine Personengruppe zu diskriminieren". 

Wenige Woche zuvor hatte Burger King zur Fußball-WM eine ähnliche zweifelhafte Werbebotschaft lanciert: Frauen wurden 41.000 Euro und eine lebenslange Versorgung mit Burgern angeboten, wenn sie sich von einem russischen Fußballstar schwängern lassen. Der "Wettbewerb" wurde auf der Facebook-Seite von Burger King Russia gestartet. Burger King zog diesen Kampagne mit dem Statement zurück: "Wir entschuldigen uns für unsere Aussage. Es hat sich als zu anstößig herausgestellt".

 

Quelle:

Handelsblatt 

Spiegel Online

 

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Hamburg


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