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Drei Dividendenperlen, die du dir merken solltest

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
10.07.2018, 10:00  |  795   |   |   

An der Börse ist es wie im wahren Leben: Es gibt gute und schlechte Tage. Bleiben aber an schlechten Tagen die Kursgewinne aus, freut sich garantiert jeder Aktionär umso mehr, wenn die Dividendenquelle kräftigt anfängt zu sprudeln.

Dabei lohnt es sich ganz sicher, auch einmal über den Tellerrand der DAX30 hinauszublicken. Heute berichte ich dir von drei hochinteressanten Aktien, die meiner Meinung nach in keinem Dividendendepot fehlen sollten.

1.) Altria Group

Beginnen wir mit einem kurzen Blick über den Atlantik.

Von der Altria Group (WKN:200417) haben vielleicht viele Aktionäre, die sich hauptsächlich an der Xetra tummeln, noch nicht oft gehört. Dabei versteckt sich hinter dem unscheinbaren Namen ein Unternehmen mit bekannten Marken im Konsumgüterbereich. Am bekanntesten ist dabei sicherlich das Segment Tabak, bis zum Jahr 2003 trat Altria unter dem Namen Philip Morris Companies Inc. auf.

Für Dividenden-fokussierte Anleger ist die Aktie meiner Ansicht nach aus zwei Gründen interessant. Zunächst ist das die konstante Steigerung. Bereits zum 52. Mal in 49 Jahren hatten Altria-Aktionäre ein Dividendenplus in der Tasche. Derzeit liegt Altria Inc. bei 2,95 US-Dollar.

Das allein halte ich schon für bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass selbst einige bekannte deutsche Großkonzerne nicht unbedingt zu den zuverlässigsten Dividendenzahlern gehören und das Geschäft mit Tabak sich insgesamt weltweit unter starkem politischen Druck befindet.

Attraktiv ist außerdem für Aktionäre die quartalsweise Dividendenzahlung, welche gerade auch bei deutschen Aktien nicht unbedingt üblich ist. Für das Jahr 2018 liegt die erwartete Dividendenrendite bei 5,17 %, während das Papier aktuell an der Xetra für 48,55 Euro zu bekommen ist.

2.) Telefónica Deutschland Holding

In Deutschland tritt der spanische Telekommunikationskonzern vor allem unter seiner Premium-Marke o2 auf und vermarktet das komplette Spektrum in den Bereichen Mobilfunk, Festnetz und Breitbandinternet via DSL. Neben seiner Kernmarke kooperiert Telefónica (WKN:A1J5RX) in Deutschland über zahlreiche weitere Vertriebspartner und Reseller.

Besonders stark ist zum Beispiel die Kooperation mit dem Lebensmitteldiscounter ALDI. Dort vermarktet Telefónica eine Prepaid-Karte unter der Marke ALDI Talk, die in Deutschland zu den Marktführern im Prepaid-Sektor gehört. Telefónica-CEO José María Álvarez-Pallete hatte zudem angekündigt, dass sein Unternehmen in Deutschland weiter in die Netzinfrastruktur investieren will, insbesondere auch beim Aufbau des kommenden 5G-Mobilfunkstandards.

Zwar ist die Aktie wie viele Telekommunikationskonzerne nicht gerade ein Shootingstar in Sachen Kursgewinn, kann aber auf eine wirklich beeindruckende Dividendenrendite verweisen. Während das Papier aktuell bei 3,51 Euro notiert, liegt die erwartete Dividendenrendite im Jahr 2018 bei 7,35 % mit steigender Prognose in den kommenden Jahren.

Dies bedeutet konkret: Telefónica Deutschland-Aktionäre dürfen sich auf 0,27 Euro je Papier freuen. Das kann sich bei dem entsprechenden Kurs also durchaus sehen lassen.

3.) Aareal Bank AG

Die dritte Dividendenperle finden Anleger im MDAX: Es geht um die Aareal Bank. Als Spezialanbieter für  Immobilienfinanzierungen firmierte der Finanzdienstleister aus Wiesbaden bis zum Jahr 2002 unter dem Namen DePfa Deutsche Bau- und Bodenbank AG.

Trotz ihrer deutschen Wurzeln ist die Aareal Bank ein wahrer Global Player, insbesondere auch in der Finanzierung von gewerblichen Immobilien. Sie ist auf drei Kontinenten in mehr als 20 Ländern tätig. Unter den institutionellen Investoren befinden sich bekannte Namen, darunter BlackRock (WKN:928193) und Allianz Global Investors als größte Anteilseigner. Über 80 % der Aktien befinden sich im Streubesitz.

Die Aareal Bank-Aktie notiert derzeit bei 37,04 Euro. In diesem Jahr wird eine Dividende von 2,67 Euro bei einer Rendite von 6,69 % erwartet. Dies ist nicht nur eine überdurchschnittliche Dividendenzahlung, sie stieg darüber hinaus steil an. Von 0,75 Euro im Jahr 2014 hat sich die Dividendenausschüttung je Aktie bis zu diesem Jahr mehr als verdreifacht.

Überzeugt bin ich bei der Aareal Bank außerdem von ihrem Geschäftsmodell. Sie sind im Bereich Immobilienfinanzierung außerordentlich stark und spezialisiert.

Gerade dieser Sektor dürfte vor dem Hintergrund des Wirtschaftswachstums in Deutschland von großer Relevanz sein, denn in diesen Zeiten steigt auch der Bedarf an gewerblich genutzten Immobilien und damit die Notwendigkeit, diese durch Kredite zu finanzieren. Das nach wie vor bestehende EZB-Zinstief dürfte Aareals Geschäft meiner Meinung nach zusätzlich ankurbeln.

In einem besonders schwierigen und volatilen Marktumfeld konnten sie sich behaupten. Schon vergleichsweise kurz nach der Finanzkrise bestanden sie 2014 den EZB-Stresstest mit Bravur.

Das ist durchaus keine Selbstverständlichkeit, wenn wir heute sogar auf den Branchenprimus Deutsche Bank (WKN:514000) schauen, der bei einem Stresstest der US-amerikanischen Notenbank FED durchfiel. Der Vertrag von Vorstandsmitglied Christof Winkelmann wurde darüber hinaus kürzlich bis 2024 verlängert.

Fazit: Viele Möglichkeiten für Anleger

Die drei zuvor genannten Unternehmen bieten eine attraktive Dividende mit interessanter Perspektive. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass starke Dividendenaktien auf jeden Fall Teil des Depots sein sollten, auch wenn man als Anleger eher Value-orientiert ist.

Es kann sich definitiv lohnen, außerhalb des DAX oder sogar Deutschlands nach Dividendenperlen Ausschau zu halten. Besonders dann, wenn die Märkte in eine Phase von stärkerer Volatilität zurückkehren sollten.

Generell gilt trotz attraktiver Renditen bei US-Aktien aber auch immer der Grundsatz, den Währungskurs und die Transaktionskosten im Auge zu behalten. Im schlechten Falle können diese nämlich eine auf den ersten Blick attraktive Rendite wieder aufzehren.

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