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Wie lange dauert es, die ersten 100.000 Euro anzusparen?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
12.07.2018, 10:00  |  392   |   |   

Wenn man anfängt zu berechnen, wie viel Geld man für große Meilensteine wie den Ruhestand oder die Ausbildung der Kinder sparen muss, können einem die Zahlen durchaus erschreckend vorkommen. Es ist oft einfacher, die Ziele in einzelne Unterziele zu zerlegen, damit man unterwegs kleine Siege davontragen kann.

Ein solcher großer Meilenstein ist das Ansparen der ersten 100.000 Euro. Wenn der Kontostand zum ersten Mal sechsstellig wird, ist das ein berauschendes Gefühl. Es bedeutet auch, dass man einen Betrag angespart hat, wo einen Zins und Zinseszins schnell gleich in andere Gefilde beflügeln können. Darum sagen viele erfahrene Investoren, dass die ersten 100.000 Euro eine wichtige Barriere sind.

Wenn man bei 0 Euro anfängt, mag der Weg zu 100.000 Euro lang sein. Aber wie lange braucht man wirklich, um die ersten 100.000 Euro zusammenzusparen?

Wann schafft man die ersten 100.000 Euro?

Nun das hängt davon ab, wie viel man beiseite legen kann und wie groß die Einnahmen sind. Davon abhängig zeigt die folgende Tabelle die Anzahl der Jahre, in denen dieser Meilenstein erreicht werden kann:

monatliche Sparsumme in Euro
Dauer in Jahren bei 5 % Rendite … … bei 6 % Rendite … bei 7 % Rendite … bei 8 % Rendite
100 32,92 29,92 27,50 25,50
200 22,58 20,92 19,50 18,33
500 12,17 11,58 11,08 10,.58
1.000 7,00 6,75 6,58 6,42
1.500 4,92 4,83 4,75 4,67
2.000 3,83 3,75 3,67 3,67

Berechnungen der Autorin.

Wenn man mehr von Ihrem Geld in den Markt investiert und eine Rendite von etwa 7 % oder 8 % erzielen kann, spart man sogar noch einmal Zeit.

Den größten Einfluss hat jedoch die Höhe der Investition. Wenn man statt monatlich 100 Euro einfach 200 Euro investiert, kann man ungefähr sieben bis zehn Jahre eher an die magische 100.000-Euro-Grenze erreichen.

Warum ist es wichtig, den 100.000-Euro-Meilenstein so schnell wie möglich zu erreichen?

Je eher man diesen Meilenstein erreicht, desto eher werden die 100.000 Euro für einen arbeiten.

Wenn man bis zum 30. Lebensjahr 100.000 Euro angespart hat und diese 100.000 Euro dann investiert ohne weiter Kapital hinzuzuschießen, hat man bis zum 65. Lebensjahr 1,07 Millionen Euro raus, angenommen die Rendite ist bei jährlich 7 %. Wenn man aber erst mit 53 Jahren die 100.000 Euro zusammen hat, würde das Geld mit dem gleichen Zinssatz auf lediglich ungefähr 225.000 Euro angewachsen sein, wenn man 65 Jahre alt ist.

Die Grafik unten zeigt, wie viel die 100.000 Euro bei einer jährlichen Rendite von 7 % mit 65 wert sein können, je nachdem, wann man die 100.000 zusammenhatte.

Wenn man die 100.000 Euro Einlage bis zu diesem Alter zusammen hat … … dann hat man im Alter von 65 folgenden Betrag raus:
30 1,070.000 Euro
35 761.319
40 542.806
45 387.009
50 275.928
55 196.728
60 120.446
64 107.001

Die Zeit arbeitet für einen, indem sie die ursprüngliche Investition von 100.000 Euro in eine sehr beträchtliche Summe verwandelt, wenn man nur lange genug investiert bleibt.

Im Idealfall kann man innerhalb weniger Jahre 100.000 Euro ansparen, indem man monatlich 1.500 oder 2.000 Euro investiert. Aber das ist für viele einfach nicht möglich. Aber: wenn man klug investiert – zum Beispiel mit einem gut durchmischten Portfolio – kann man am Ende mit einer netten Summe aus der Sache rausgehen.

Wenn man 7 % Rendite rausholen kann und es schafft, ab dem 30. Lebensjahr etwa 500 Euro monatlich beiseite zu legen, kann man schon mit 41 bei der magischen Zahl sein. Selbst wenn man dann nicht mehr investiert, wäre das dann im Alter von 65 Jahren auf 500.000 Euro angewachsen – und natürlich soll man immer weiter investieren.

Wie kann man die Ersparnisse steigern?

Es gibt zwei Möglichkeiten, die Spareinlagen zu erhöhen: die Ausgaben zu senken und seine Einnahmen zu erhöhen. An beiden Dingen lässt sich arbeiten, wenn man es mit dem Sparziel von 100.000 Euro wirklich ernst meint.

Mit einem Nebenjob lassen sich monatlich 500 Euro verdienen, um diese direkt in ein Investmentkonto zu zahlen, während man möglicherweise zusätzliches Geld spart, indem man sich von Abos trennt, zuhause anstatt in Restaurants zu essen und andere unnötige Kosten senkt.

Letzte Frage: wann anfangen?

Jetzt sollten Sie eine klare Vorstellung davon haben, wann man seine ersten 100.000 Euro erreicht. Wer sich noch heute vornimmt, ein bisschen mehr zu investierten, um den Fortschritt zu beschleunigen, der wird in der Zukunft große Vorteile daraus ziehen können.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel von Christy Bieber erschien am 9.7.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.



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