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Pressemeldung: J. P. Morgan AM: Economic Update – 9. Juli 2018
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Pressemeldung J. P. Morgan AM: Economic Update – 9. Juli 2018

Nachrichtenquelle: Asset Standard
12.07.2018, 14:35  |  938   |   |   

Die zweiwöchentlich aktualisierte Übersicht "Economic Update" zeigt Veränderungen der konjunkturellen Daten und Kapitalmärkte.

Wachstum

Die internationalen Handelsstreitigkeiten hinterlassen ihre Spuren: Im Juni sank der Ifo-Geschäftsklimaindex von 102,3 auf 101,8. Die aktuelle Situation bewerteten die befragten Unternehmen schlechter, ihre Erwartungen dagegen trübten sich nicht weiter ein. In der Euro-Zone hingegen hellte sich die Stimmung im Juni auf, der Einkaufsmanagerindex (PMI) legte gegenüber Mai von 54,1 auf 54,8 Punkte zu. Gute Nachrichten lieferte auch die deutsche Industrie, deren Auftragseingänge im Mai gegenüber dem Vormonat um 2,6% deutlich zulegten. Damit wurde ein großer Teil der Rückgänge aus den Vormonaten wieder ausgeglichen.

 

Jobs

In Deutschland entwickelt sich der Arbeitsmarkt weiter günstig. Im Juni nahm die Zahl der Arbeitslosen gegenüber Mai um weitere 40.000 ab. Im Vorjahresvergleich schrumpfte sie um 197.000. Die Arbeitslosenquote nahm um weitere 0,1 Prozentpunkte auf 5,0% ab. Angestiegen sind dagegen die Erwerbstätigkeit. Sie wuchs im Mai gegenüber dem Vormonat um 37.000 Personen, der Zuwachs beruhte allein auf einem Plus bei den sozialversicherungspflichtigen Stellen. In der Euro-Zone blieb die Arbeitslosenrate im Mai mit 8,4% gegenüber dem Vormonat unverändert. Der US-Arbeitsmarkt ist weiterhin robust. Der Anstieg der Arbeitslosenquote von 3,8% auf 4,0% geht einzig auf den Anstieg der Erwärbsfähigen um 600.000 zurück. Die boomende Wirtschaft scheint immer Arbeitsräfte zurück in den Arbeitsmarkt zu bringen.

Gewinne

In den USA hat der Großteil der Unternehmen Zahlen für das 1. Quartal 2018 vorgelegt. Die Ergebnisse von 501 Unternehmen deuten derzeit auf ein Gewinnplus von 27,3% gegenüber dem Vorjahresquartal hin. Der Anteil der Gewinnüberraschungen liegt weiter auf Rekordniveau. Aus dem europäischen Index Stoxx 600 haben haben, 51% der Unternehmen die Gewinn- und 47% die Umsatzerwartungen übertroffen. Die Gewinnerwartungen für 2018 gehen von einem Wachstum von 8% aus. 


Inflation

Die deutsche Inflationsrate ist im Juni nach dem starken Anstieg im Mai wieder etwas zurückgegangen. In Deutschland sank sie nach ersten Schätzungen von 2,2% auf 2,1%. In der Euro-Zone legte sie dagegen von 1,9% auf 2,0% zu. Preistreiber war vor allem die Energie, die sich im Juni um über acht Prozent verteuerte. Die Kerninflationsrate (ohne die Preise für Energie und Lebensmittel) sank in der Euro-Zone von 1,3% auf 1,2%. 


Zinsen

Die US-Notenbank hat wie erwartet ihren Leitzinskorridor um 0,25 Prozentpunkte auf 1,75%-2,00% angehoben. In der Gesamtheit erwarten die Notenbanker nun noch zwei weitere Zinserhöhungen im laufenden Jahr. Die Europäische Zentralbank kündigte das Ende ihrer Anleihekäufe an: Bis Ende September will sie weiter Papiere über 30 Mrd. Euro monatlich erwerben, diesen Betrag dann auf 15 Mrd. senken und das Kaufprogramm zum Jahresende einstellen. Gleichzeitig erwartet die EZB unveränderte Leitzinsen „mindestens bis zum Sommer 2019“.


Risiken

• Turbulenzen an den Anleihenmärkten aufgrund schlechterer Liquiditätsversorgung durch die Notenbanken.

• Konjunkturelle Abschwächung in China aufgrund der restriktiven Geldpolitik seit Jahresanfang.

• Die wahrscheinlich rückläufige Gewinndynamik der Unternehmen in den kommenden Quartalen kann das Investorensentiment belasten.

• Gefahr eines Handelskrieges zwischen den USA, Europa sowie China.

• Destabilisierung der Eurozone aufgrund der Ausgabenpolitik der neuen Regierung in Italien.

Investmentthemen

• Aktien und Hochzinsanleihen bleiben aufgrund steigender Gewinne vorerst attraktiv.

• Im aktuell reflationären Umfeld präferieren wir Anleihen mit kürzeren Laufzeiten.

• Der US-Dollar befindet sich trotz der jüngsten Stärke immernoch in einem längerfristigen Abwärtstrend.

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