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Rohstoffinvestoren weiten Rohöl-Longs deutlich aus - CoT-Report

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Nachrichtenquelle: Shareribs
12.07.2018, 15:06  |  959   |   
New York 12.07.18 - Die spekulativen Finanzinvestoren haben ihre Netto-Longpositionen auf Rohstoffe im US-Handel zuletzt erneut deutlich reduziert. Bei Rohöl hingegen wurden die Netto-Longs erneut ausgeweitet.

Wie die Commodity Futures Trading Commission am Montag mitteilte, haben die spekulativen Finanzinvestoren ihre Netto-Longpositionen auf zwölf in den USA gehandelte Rohstoffe in der Woche bis zum 3. Juli um 16,7 Prozent auf 246.619 Kontrakte reduziert. Vor allem bei Rohöl war hier ein weiterer Anstieg der Netto-Longs zu verzeichnen.

Der Goldpreis bleibt weiterhin sehr schwach, was sich auch am Niveau der Longpositionen der Finanzinvestoren abzeichnet. In der vergangenen Woche weiteten diese ihre Netto-Longs um 2,5 Prozent auf 4.291 Kontrakte aus. Das gelbe Metall bewegt sich weiterhin um die Marke von 1.250 USD je Unze. Hier hat es in den vergangenen Tagen kaum Bewegung gegeben. Die steigende Unsicherheit an den Märkten liefert kaum Unterstützung. Der Handelsstreit zwischen den USA und China belastet die Stimmung nachhaltig und hat das Potential, die Inflation in den USA anzuheizen. Gold könnte im Zuge dessen wieder eine stärkere Nachfrage als Inflationsschutz finden. Allerdings verhindert dies bislang der feste US-Dollar, der in diesem Jahr um mehr als drei Prozent aufgewertet hat.

Die Netto-Longpositionen auf Silber sind in der vergangenen Woche um 52,0 Prozent auf 10.651 Kontrakte reduziert worden. Bei Platin wurden die Netto-Shorts um 7,4 Prozente auf 28.113 Punkte ausgeweitet, während die Netto-Longs auf Palladium um 2,2 Prozent auf 6.460 Kontrakte ausgeweitet wurden.

Die Netto-Longs auf US-Rohöl stiegen um 11,1 Prozent auf 434.189 Kontrakte. Die Rohölbestände in den USA sind in den vergangenen Wochen stark zurückgegangen, was die Preise stützte. Dieser Rückgang wurde verschärft durch die Produktionsausfälle in Kanada, wo rund 350.000 Barrel pro Tag weniger gefördert werden. Dies hat zu einem deutlichen Rückgang der wöchentlichen Importe von Rohöl in den USA geführt. Aber auch die Exporte von Rohöl gingen zurück. Nicht abzusehen ist derzeit eine Entspannung der Lage an den Ölmärkten. Die Internationale Energieagentur hat in einem Bericht mitgeteilt, dass die Reservekapazitäten bei Rohöl sehr gering sind und gegenwärtig nicht abzusehen ist, dass irgendein Produzent den Ausstoß noch nennenswert erhöhen könnte.

Kupfer geriet im Handelsstreit zwischen China und den USA deutlich unter Druck. Der Preis für das rote Metall notiert nur noch wenig über der Marke von 6.000 USD, obgleich dieses Niveau zunehmend als attraktiv eingeschätzt wird. Die spekulativen Finanzinvestoren haben ihre Netto-Longpositionen auf Kupfer in der letzten Woche um zwei Drittel auf 7.332 Kontrakte reduziert. Unterstützung für Kupfer könnte derweil von der relativ knappen Angebotslage kommen. In Chile wird in wenigen Tagen eine Entscheidung zu den Tarifverträgen zwischen der Gewerkschaft und dem Betreiber der Escondida-Mine BHP Billiton erwartet. Die Gewerkschaft teilte kürzlich mit, dass man von einer Einigung noch sehr weit entfernt sei.

Die Sojabohnen dürften zu den größten Verlierern des Handelsstreits gehören. Während in den USA eine gute Ernte erwartet wird, rechnet man mit kontinuierlich sinkenden Orders aus China. Das Land will seine Lieferantenbasis weiter diversifizieren. Die Netto-Shorts auf Sojabohnen wurden um 22,0 Prozent auf 53.677 Kontrakte ausgeweitet. Bei Weizen ging die Zahl der Netto-Shorts derweil um 84,6 Prozent auf 1.925 Kontrakte zurück und die Netto-Shorts auf Mais stiegen um 70.810 Kontrakte.


Quelle: shareribs.com / CFTC

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