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Pressemeldung: Union Investment: Marktbericht Juni 2018
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Pressemeldung Union Investment: Marktbericht Juni 2018

Nachrichtenquelle: Asset Standard
14.07.2018, 10:00  |  1860   |   |   

Drohende Eskalation der Handelsstreitigkeiten belasten Börsen

Aktien: Handelsstreit belastet

Renten: Marktgeschehen hat sich beruhigt

Aktienmärkte: Die Handelsstreitigkeiten zwischen China, dem Euroraum und den USA mit der Androhung und Erhebung von Einfuhrzöllen belasteten die Aktienmärkte. Auf Indexebene folgten leichte Verluste.

Rentenmärkte: Nach den teils turbulenten Marktbewegungen im Vormonat hat sich die Lage am US- sowie am europäischen Staatsanleihenmarkt beruhigt. US-Papiere gingen unverändert aus dem Handel, europäische Peripherieanleihen verbuchten Zugewinne.

Die Aktienmärkte

Europa

Drohende Eskalation der Handelsstreitigkeiten belasten Börsen

Europäische Aktien haben die Kursverluste aus dem Vormonat im Juni ausgebaut. Der EURO STOXX 50-Index gab 0,3 Prozent ab, der marktbreite STOXX Europe 600-Index verzeichnete einen Wertverlust von 0,8 Prozent. Die im MSCI Europe Small and Mid Caps-Index gelisteten Unternehmen mit niedriger und mittelgroßer Marktkapitalisierung schlossen 0,9 Prozent leichter.

Nachdem sich die politische Unsicherheit in Italien etwas gelegt hatte, rückte die globale Handelspolitik wieder stärker in den Fokus. Vor allem zur Monatsmitte verschärfte sich die Rhetorik, als die USA drohten, einen Einfuhrzoll auf alle europäischen Autos erheben zu wollen. Die Kurse europäischer Autobauer gaben in der Folge scharf nach, gemessen am STOXX Europe 600-Automobilindex verlor der Sektor auf Monatssicht 9,6 Prozent.

Auch die Notierungen anderer Unternehmen, deren Geschäftsmodelle in hohem Maße von der Globalisierung und dem Welthandel abhängig sind, standen unter Abgabedruck. Neben dem Automobilsektor verzeichneten Unternehmen aus dem Grundstoffgütersegment (minus 3,8 Prozent), der Freizeit- und Reisebranche (minus 3,7 Prozent) und dem Baustoffsektor (minus 3,1 Prozent) die höchsten Kursverluste.

Etwas besser lief es am griechischen Aktienmarkt: Die Euroländer haben sich im Juni für die Auszahlung der letzten Tranche des seit 2015 laufenden dritten Hilfsprogramms ausgesprochen. In den zurückliegenden acht Jahren hat Griechenland seinen Haushalt saniert, Sparprogramme aufgesetzt und Strukturreformen eingeleitet. Der Abschluss des Rettungsprogramms sorgte an der Böse in Athen für gute Stimmung, der ATHEX-Index kletterte im Verlauf der Berichtsperiode um 0,2 Prozent.

Die konjunkturellen Rahmenbedingungen sind zwar unverändert gut, allerdings hat die Anfälligkeit der Aktienmärkte für exogene Störfeuer zuletzt zugenommen. Der anstehende geldpolitische Richtungswechsel im Euroraum, die Diskussionen um die Einführung weiterer Strafzölle und andere (geo-)politische Entwicklungen dürften die Kursschwankungen auf erhöhtem Niveau halten.

Deutschland

Deutscher Aktienmarkt von Handelsstreitigkeiten überschattet

Der globale Handelsdisput hat die Wertentwicklung deutscher Aktien im Juni belastet. Der DAX 30-Index mit den größten Konzernen des Landes verzeichnete einen Kursverlust von 2,4 Prozent. Der MDAX-Index, der sich aus Unternehmen mittlerer Marktkapitalisierung zusammensetzt, schloss 1,8 Prozent leichter. Die im SDAX-Index geführten kleineren Gesellschaften gaben 4,0 Prozent nach. Die im TecDAX-Index gelisteten Technologiefirmen fielen um 3,4 Prozent.

Im Fokus der Märkte stand die globale Handelspolitik. Vor allem zur Monatsmitte verschärfte sich die Rhetorik, als die USA drohten, einen Einfuhrzoll auf alle europäischen Autos erheben zu wollen. Die Kurse der deutschen Autobauer gaben in der Folge kräftig nach: Aktien von BMW fielen 8,7 Prozent, noch stärker traf es Daimler (minus 10,2 Prozent) und Volkswagen (minus 11,4 Prozent). Auch die Automobilzuliefererbranche geriet unter Druck (Continental: minus 9,9 Prozent).

Beim Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung zeichnen sich erste Bremsspuren ab: Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel im Juni von 102,3 auf 101,8 Zähler. Die Stimmung in den deutschen Chefetagen trübte sich nicht nur wegen des Handelsstreits mit den USA etwas ein. Auch die etwas langsamere Dynamik der Weltwirtschaft führte dazu, dass die Manager ihre aktuelle Geschäftslage schlechter beurteilten.

Die regelmäßige Überprüfung der Indexzusammensetzung durch die Deutsche Börse AG hat im Juni lediglich zu Anpassungen in der zweiten Reihe geführt. Der Essenslieferdienst Delivery Hero, der Online-Marktplatzbetreiber Scout24 und Puma ersetzen Stada, Krones und alstria office im MDAX-Index. Die DWS und HelloFresh steigen in den SDAX-Index auf, während Siemens Healthineers den Maschinenbauer Aumann im TecDax-Index ersetzen wird.

Die konjunkturellen Rahmenbedingungen sind zwar unverändert gut, allerdings hat die Anfälligkeit der Aktienmärkte für exogene Störfeuer zuletzt zugenommen. Der anstehende geldpolitische Richtungswechsel im Euroraum, die Diskussionen um die Einführung weiterer Strafzölle und andere (geo-) politische Entwicklungen dürften die Kursschwankungen auf erhöhtem Niveau halten.

Osteuropa

Aktienmärkte in Osteuropa leicht im Minus

Die osteuropäischen Aktienmärkte schlossen im Juni leicht im Minus. Der MSCI Emerging Markets Eastern Europe-Index verlor in Lokalwährung 0,5 Prozent, in US-Dollar lag das Minus bei 1,3 Prozent. Insgesamt belastete der sich verschärfende Handelskonflikt die Börsen.

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