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Ungewöhnlich hohes Interesse an Fußballaktien! Sollten Anleger auf diesen Zug aufspringen?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
13.07.2018, 08:28  |  436   |   |   

Das weltweite Fußballfest der Fifa nähert sich seinem Höhepunkt! Am Sonntag wird zwischen Kroatien und Frankreich der neue Fußball-Weltmeister in Russland ausgelotet.

Doch auch abseits dieses globalen Sportereignisses gibt es derzeit reges Interesse rund um den einen oder anderen Fußballverein. Sollten Anleger daher die derzeitige Sommerpause nutzen, um ebenfalls auf diesen Zug aufzuspringen? Oder sollte man die aktuellen Meldungen eher unbehelligt zur Kenntnis nehmen? Fragen über Fragen. Werfen wir zunächst einen Blick auf das, was medial die Runde macht.

Juventus Turin und AC Mailand im Fokus

Genau gesagt gab es zwei Meldungen, die die Fußball- und Wirtschaftswelt derzeit aufhorchen ließen. Zum einen der sagenhafte Transfer von Superstar Cristiano Ronaldo zu Juventus Turin (WKN: 794314). Für eine Ablösesumme in Höhe von 105 Millionen Euro sowie ein Vierjahresgehalt von rund 120 Millionen Euro netto (!) wechselt CR7 von Real Madrid nun zur Alten Dame. Inklusive Bonuszahlungen und allem Pipapo wird das gesamte Transfervolumen auf beachtliche 350 bis 400 Millionen Euro geschätzt.

Wahnsinn! Ebenso die Reaktion der Marktteilnehmer. Die Juventus Turin-Aktie legte zwischenzeitig nämlich um rasante 30 % zu. Dieser Transfer wurde daher auch an den Börsen mehr als überschwänglich gefeiert.

Ebenfalls in die Schlagzeilen geriet der AC Mailand. Der US-amerikanische Hedgefonds Elliott hat hier die Zügel übernommen und ist neuer Mehrheitseigner des Vereins. Ein Jahr zuvor übernahm hier erst der chinesische Geschäftsmann Li Yonghong das Ruder, wobei Elliott wohl auch bei diesem Deal bereits unterstützend unter die Arme gegriffen hat. Elliott wird nun rund 50 Millionen Euro in den Fußballverein pumpen, damit der Verein wieder wettbewerbsfähiger werden kann.

Sollten Investoren jetzt auch in Fußball investieren?

Um diese Frage zu beurteilen, sollten wir diese Meldungen aus Sicht der Motive sowie der wirtschaftlichen Bedeutung der Ereignisse beurteilen. Fangen wir am besten mit dem AC Mailand an.

Der Hedgefonds Elliott ist nämlich nicht gerade dafür bekannt, zimperlich mit seinen Beteiligungen umzugehen. Die Wahrscheinlichkeit für ein aktives Einmischen des neuen Besitzers in die Vereinsinterna ist daher relativ hoch. Elliott dürfte aufgrund seines neuen Einflusses daher wohl versuchen, den Verein durch seinen Einfluss wieder wirtschaftlich auf Vordermann zu bringen (was natürlich auch vom sportlichen Erfolg abhängt). Etwas, das vielen privaten Investoren unterm Strich nicht möglich sein wird. Das Motiv, das Elliott also hier verfolgt, wird für viele Otto-Normal-Investoren daher wohl nicht im Rahmen des Erreichbaren liegen.

Was den Transfer von Cristiano Ronaldo zu Juventus und die Bedeutung für den Verein (zumindest aus wirtschaftlicher Sicht) anbelangt, bin ich ebenfalls skeptisch. Juventus wird derzeit mit einer Marktkapitalisierung von knapp mehr als 800 Millionen Euro (12.07.2018, maßgeblich für alle Kurse) bewertet. Das heißt, das Transfervolumen, das der Ronaldo-Deal ausmacht, ist nicht unerheblich. Für einen Spieler, der, wohlgemerkt, bereits 33 ist und sportlich mindestens auf seinem Zenit angelangt sein dürfte.

Damit sich der Transfer daher angesichts der riesigen Transfersumme aus wirtschaftlicher Sicht lohnt, müsste Ronaldo wohl viele Tore schießen und reihenweise Trikots verkaufen. Doch auch dann dürfte es immer noch schwer werden, diesen Vorschusslorbeeren gerecht zu werden.

Unterm Strich bleibe ich daher bei dem Fazit, das ich vor mehr als einem Jahr bereits zur BVB-Aktie gegeben habe: Fußballaktien sind eher spekulativ. Viel des wirtschaftlichen Erfolgs hängt vom sportlichen Erfolg ab und der ist leider schwer einzuschätzen. Wer natürlich auf einen Lauf des einen oder anderen Vereins spekulieren möchte oder aber sich als Fan ein paar Anteile seines Vereins zulegen möchte, sollte das machen.

Langfristig sind die Ergebnisse von Fußballaktien jedoch aufgrund der Abhängigkeit von wenigen Personen und manchmal auch des Glücks nicht einzuschätzen. Daher kann auch die Meldung, dass ein unbestreitbarer Superstar bald in den eigenen Reihen kickt, nicht zwingend auch aus wirtschaftlicher Sicht ein Erfolg sein.

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