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Kleines Trading-Einmaleins: An welcher Börse handeln?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
13.07.2018, 09:28  |  379   |   |   

Aufgepasst, jetzt reden wir über viel Geld. Ausnahmsweise aber nicht darüber, wie man es richtig anlegt, sondern wie man beim Anlegen richtig spart.

Wenn du bereits ein möglichst kostenfreies Aktiendepot besitzt und auch auf günstige Order-Gebühren bei deinem Broker geachtet hast, vorab erst einmal meine Gratulation. Der erste richtige Schritt wäre schon einmal getan. Jetzt geht es aber darum, an welchen Börsen gehandelt wird, damit die Rendite noch weiter steigt.

Damit wir aber heute nicht den Rahmen sprengen, sprechen wir nur über den Handel mit deutschen und US-Aktien, die meiner Meinung nach für die meisten Investoren besonders relevant sind.

Prinzipiell spielen beim Börsenhandel drei wichtige Faktoren eine Rolle. Erstens wären dies die Öffnungszeiten. Wann ist Handelsbeginn und Handelsschluss? Zweitens: Welcher Broker bietet an meiner Wunschbörse die günstigsten Ordergebühren. Drittens: Kann ich dort eventuell auch ausländische Aktien (in meiner Heimatwährung) kaufen und verkaufen?

Deutsche Aktien

Wenn du deine erste Aktie kaufst, wird es vielleicht ein Wertpapier eines deutschen Unternehmens sein. Möglicherweise sogar ein sehr bekannter Konzern aus dem DAX 30. Nun, zumindest war das bei mir als Börsenneuling der Fall.

Anfangs wird man beim ersten Login ins Depot regelrecht von Informationen und Charts erschlagen. Kurse, Indizes, Futures und natürlich die zahlreichen Handelsplätze sind auf den ersten Blick zu sehen.

Und das sind nicht einmal wenige: In Deutschland gibt es nämlich 11 (ja, du hast richtig gelesen) Börsen. Die bekannteste unter ihnen ist sicherlich die Frankfurter Wertpapierbörse, aber auch die Börse Stuttgart, Eurex, Xetra, Tradegate bis hin zur European Energy Exchange (eine Energiebörse) spielen wichtige Rollen.

Meine Empfehlung: Deutsche Aktien sollten soweit möglich an der Xetra gehandelt werden. Hinter der Abkürzung für Exchange Electronic Trading verbirgt sich das vollelektronische Handelssystem der Frankfurter Wertpapierbörse, welche wiederum Teil der Gruppe Deutsche Börse (WKN:581005) ist.

Xetra zeichnet sich einerseits durch seine Schnelligkeit aber vor allem auch durch günstige Preise für alle gängigen deutschen Aktienwerte aus. Außerdem spielt der Handelsplatz mit einem Marktanteil von über 90 Prozent des gesamten Aktienhandels und börsengehandelter Fonds eine hervorgehobene Rolle. Handelszeiten sind börsentäglich zwischen 9:00 und 17:30 Uhr.

US-Aktien

Wenn du mit amerikanischen Wertpapieren handeln möchtest, sind natürlich die NYSE (New York Stock Exchange) bzw. die elektronische Börse NASDAQ (WKN:813516) von besonderer Relevanz. Bevor du jedoch deine Aktien an einer dieser beiden Börsen orderst, solltest du einen wichtigen Punkt beachten.

Wenn du Aktien an Börsen außerhalb der Eurozone kaufst, geschieht dies üblicherweise in einer Fremdwährung. Bei US-Aktien logischerweise in US-Dollar. Das bedeutet: Kaufst du von deinem deutschen Wertpapierdepot beispielsweise eine Aktie von McDonald’s an der NYSE, erwirbst du sie in US-Dollar und es fallen ggf. Wechselkursgebühren an. Manche Broker bieten an, Euro-Guthaben automatisch in US-Dollar (Auto-Exchange) zu wechseln. Das ist allerdings nicht unbedingt die günstigste Variante, vor allem wenn du häufig größere Volumina in Fremdwährung tradest.

Generell kann man die meisten großen US-Aktien, wie Coca-Cola (WKN:850663), McDonald’s (WKN:856958), Apple (WKN:865985) usw. ebenfalls an der Xetra in Euro handeln. Ich würde aus Kostengründen empfehlen, von dieser Option Gebrauch zu machen. Denn unabhängig von der oben genannten Fremdwährungs-Problematik kann eine Order an einer Auslandsbörse sehr teuer sein, weil eventuell hohe Gebühren anfallen, im schlimmsten Fall sogar auf jede Teilausführung.

Die beiden zuvor genannten großen US-Börsen sind vor allem gute Anlaufstellen für kleinere und unbekanntere US-Wertpapiere. Außerdem ist natürlich von Belang, dass dort das Handelsvolumen für entsprechende Wertpapiere höher ist.

Zusammenfassend: Elektronisch am Heimatmarkt

Generell kann man sagen, dass elektronische Börsenplätze am Heimatmarkt (des Investors, nicht des Unternehmens!) zunächst einmal die erste Adresse zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren sind. Nur wenn eine ausländische Aktie dort nicht verfügbar ist, sollte man an die (elektronische) Börse des Unternehmens-Heimatmarktes wechseln.

Gleichwohl gilt diese Empfehlung nicht grundsätzlich. Denn die Handelspreise unterscheiden sich von Broker zu Broker. Es ist durchaus möglich, dass bei einem extrem günstigen Depotanbieter der Handel an einer US-Börse sogar günstiger ist, als beispielsweise an der Xetra.

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