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Hebelzertifikate und Hebelwirkung
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Hebelzertifikate und Hebelwirkung

Nachrichtenquelle: wikifolio
08.01.2019, 10:17  |  492   |   |   

Zu den Hebelprodukten zählen Optionsscheine, Zertifikate und Differenzkontrakte (CFDs). Es handelt sich dabei um Finanzderivate, denen ein anderer Wert zugrunde liegt. Die Preisentwicklung von Hebelprodukten hängt also von der Kursentwicklung eines anderen Wertpapiers - dem Basiswert bzw. Underlying - ab. Das kann zum Beispiel eine Aktie sein.

Was Sie über Hebelzertifikate wissen sollten

Hebel- und Anlagezertifikate sind bereits seit 2013 im Anlageuniversum von wikifolio.com enthalten und damit handelbar. Grund genug, um die Grundlagen und Funktionsweisen von Hebelzertifikaten zu erläutern.

Zuerst fassen wir die wichtigsten Vorteile und Chancen bzw. Nachteile und Risiken der Hebelzertifikate für Sie zusammen:

  • Geringerer Kapitaleinsatz als beim direkten Handel des Basiswertes erforderlich
  • Hebelprodukte ermöglichen den Zugang zu großen Finanzmärkten, Indizes, Rohstoffen, Währungen und Einzelaktien
  • Preise der Produkte können einfach & verständlich berechnet werden
  • Geringe Kursveränderungen des Basiswertes können je nach Hebel hohe Gewinne, aber auch hohe Verluste bringen 

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Es gibt eine Vielzahl von Hebelzertifikaten, die sich durch verschiedene Ausstattungsmerkmale auszeichnen. Unabhängig davon, ob Sie einen Optionsschein, einen Turbo, ein SFD („Straight Forward Dealing“) oder ein Faktorzertifikat vor sich haben – sie alle haben eine Gemeinsamkeit, nämlich die Hebelwirkung.

Beispiel: So funktionieren Hebelzertifikate - einfach erklärt!

Was genau ist die Hebelwirkung und wie kommt sie zustande? Diese Frage möchten wir gerne anhand eines einfachen Beispiels erläutern:

  • Anleger: Georg
  • Basiswert: Commerzbank-Aktie
  • Kurs des Basiswertes: 10 Euro
  • Emittent: Kai

Georg möchte gerne eine Commerzbank-Aktie kaufen. Allerdings hat er nur 1 Euro zur Verfügung. Deshalb fragt er Kai, ob er ihm helfen könne. Kai schlägt ihm folgendes Geschäft vor: Er leiht Georg 9 Euro, damit er sich eine Commerzbank-Aktie kaufen kann. Allerdings treffen sie die Vereinbarung, dass die Commerzbank-Aktie verkauft wird, wenn ihr Wert auf 9 Euro fällt.

Georg hat also eine Commerzbank-Aktie gekauft und dabei genau 1 Euro investiert, den er zur Verfügung hatte. Den Rest bekommt Georg von Kai ähnlich eines Kredits zur Verfügung gestellt. Dafür bekommt Kai natürlich Zinsen gezahlt.

Übertragen auf die Welt der Hebelzertifikate können wir nun einige Fachbegriffe einfach erklären. Der Basiswert ist das zugrunde liegende Wertpapier (die Commerzbank-Aktie). Das Finanzierungslevel ist der Betrag, den der Emittent zur Verfügung stellt (hier: 9 Euro von Kai). Die Prämie ist die Summe des Investments des Anlegers. Das sind in unserem Beispiel 1 Euro von Georg.

Hebelzertifikate stellen also das Angebot dar, Wertpapiere oder Basiswerte auf Kredit handeln zu können. Bewegt sich die Commerzbank-Aktie um 10 Prozent nach oben auf 11 Euro hat Georg auf sein Investment (1 Euro) eine Performance von 100 Prozent erzielt. Fällt die Commerzbank um 10 Prozent, so hat Georg 100 Prozent verloren. Hier erkennt man direkt die überproportionale prozentuale Reaktion von Hebelzertifikaten auf Kursentwicklungen – nach oben und nach unten.

Wie Sie den Hebel berechnen

Die „Kennzahl“ Hebel ist die Kennzahl für den Investitionsgrad. Man erkennt an ihr, wie viele Hebelzertifikate man für den Preis des Basiswertes erwerben kann. Das Bezugsverhältnis wird bei Emission des Zertifikats festgelegt. Ein Bezugsverhältnis von beispielsweise 0,01 besagt, dass sich das Zertifikat auf ein Hundertstel des zu Grunde liegenden Basiswerts bezieht. Der Hebel wird wie folgt berechnet:

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